20. September 2021 / 13:33 Uhr

"Sieg war natürlich wichtig": Brinkmann trifft doppelt bei Gehrdens 3:1 in Harenberg

"Sieg war natürlich wichtig": Brinkmann trifft doppelt bei Gehrdens 3:1 in Harenberg

Jens Niggemeyer
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Harenbergs Torhüter Patrick Schulz hat sich für die falsche Ecke entschieden, Gehrdens Clark Brinkmann erzielt per Elfmeter das 1:0.
Harenbergs Torhüter Patrick Schulz hat sich für die falsche Ecke entschieden, Gehrdens Clark Brinkmann erzielt per Elfmeter das 1:0. © Christian Hanke
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Der SV Gehrden hat sich beim TuS Harenberg mit 3:1 durchgesetzt, "der Sieg war natürlich wichtig", sagte Coach Michel Costa hinterher. Clark Brinkmann war aufseiten des Gewinners doppelt erfolgreich, er brachte die Burgbergstädter einmal per Elfmeter und einmal nach einem Freistoß in Führung.

Nach dem Bezirksliga-Spiel TuS Harenberg gegen SV Gehrden hat es einen Sieger und einen Verlierer gegeben, dennoch haben sich nach dem Schlusspfiff beide Trainer zufrieden gezeigt. „Die erste halbe Stunde war sehr gut von meiner Mannschaft“, resümierte Gästetrainer Michel Costa nach dem 3:1-Erfolg seiner im bisherigen Saisonverlauf wenig erfolgsverwöhnten Mannschaft. „Wir haben nur vergessen, das zweite Tor nachzulegen.“ Nach der Pause habe sein Team weniger gut gespielt, aber zumindest konsequent verteidigt und zum Ende hin gefährlich gekontert. „Und der Sieg war natürlich wichtig.“

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TuS-Coach Pascal Biank freute sich vor allem über den spielerischen Aufwärtstrend seiner jungen Mannschaft. „Die Jungs haben den Ball ganz gut laufen lassen, vor allem nach der Pause. Dafür gab es sogar Lob von den eigenen Fans.“ Dass das Offensivspiel derzeit noch zu wenig durchschlagskräftig daherkommt, ließ er natürlich nicht unter den Tisch fallen. „Da treffen wir noch zu oft die falsche Entscheidung. Oder es fehlt das Quäntchen Power und Mut. Aber das wird schon.“

Bilder vom Spiel der Bezirksliga 7 zwischen dem TuS Harenberg und SV Gehrden

Gehrdens Ramzi Ouro-Tagba (rechts) und der Harenberger Leandro Thies wollen an den Ball. Zur Galerie
Gehrdens Ramzi Ouro-Tagba (rechts) und der Harenberger Leandro Thies wollen an den Ball. ©

Die Anfangsphase gehörte den Gästen. Das begründete der Harenberger Trainer allerdings auch ein wenig mit einer taktischen Neuerung. „Wir haben in einem 3-4-3 gespielt – und da haben die Jungs eine kleine Anlaufzeit gebraucht.“

Das nutzten die Gehrdener. In der 9. Minute konnte Maximilian Wilke von René Scheffel im Strafraum nur per Foul gestoppt werden, und Clark Brinkmann verwandelte den Strafstoß zum 1:0 für den SVG. In der Folge boten sich den Gästen durch Leonard Ehlers und Brinkmann zwei weitere Hochkaräter, um die Führung auszubauen. „Das hätte uns das Spiel ein bisschen erleichtert“, ärgerte sich Costa.

Erster guter Harenberger Angriff führt zum Erfolg

Mit ihrem ersten sehenswerten Angriff kamen die Harenberger in der Nachspielzeit der ersten Hälfte zum Ausgleich: „Das haben die Jungs wirklich von hinten bis vorne über mehrere Stationen schön gespielt“, lobte Biank, wobei er einräumte, dass beim endgültigen Abschluss von Kevin-Michel Rufaioglu (45.+2) ein wenig Glück im Spiel gewesen sei. „Da hätten die Gehrdener zwei-, dreimal klären können, aber wir hatten in dieser Szene den größeren Willen, das Tor zu machen, als die Gehrdener, das Tor zu verhindern.“

In der zweiten Halbzeit beherrschten die Hausherren das Spiel – zumindest optisch. „Wir haben ein bisschen den Faden verloren“, befand Costa ehrlich. „Die Harenberger hatten mehr vom Spiel, blieben aber ohne wirkliche Torchance.“ Seine Mannschaft habe letztlich alles wegverteidigt.


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Ein schnell und kurz ausgeführter Freistoß sorgte dann für die Entscheidung. Der eingewechselte Serkan Köse bediente den startenden Brinkmann, der aus 16 Metern zum 2:1 traf (77.). Als die Gastgeber in der Schlussphase ihre Defensive weiter lockerten, um mehr Wucht zu entwickeln, fraßen sie den Konter zum endgültigen K.o.: Joker Marcel Busse verwertete eine Zuspiel von Ehlers zum Endstand (87.). „Nach dem 2:1 hatten wir schon noch drei, vier sehr gute Kontermöglichkeiten, aber unterm Strich geht das Ergebnis in Ordnung“, so Costa abschließend.

Biank sah zumindest vielversprechende Ansätze: „In der zweiten Hälfte waren da schon Superaktionen dabei, und bis zum Strafraum sah das oft sehr schön aus. Aber noch stimmen die Laufwege nicht, es fehlt an der Durchsetzungskraft im Eins-gegen-Eins oder die Angriffe sind noch nicht zielführend genug.“ Der Applaus der eigenen Fans mache jedoch Mut. „Das tat den Jungs gut, aber natürlich auch uns als Trainerteam.“