29. Juli 2019 / 17:31 Uhr

TuS Hartenholm gegen Rapid Lübeck mit sechster Pleite in Folge

TuS Hartenholm gegen Rapid Lübeck mit sechster Pleite in Folge

Hendrik König
Lübecker Nachrichten
Hartenholms Kapitän Marco Möller unterlag mit seinem Team dem SC Rapid Lübeck.
Hartenholms Kapitän Marco Möller unterlag mit seinem Team dem SC Rapid Lübeck. © Agentur 54°
Anzeige

Am Ende musste man sich mit 1:5 geschlagen geben.

Anzeige
Anzeige

In Landesligist TuS Hartenholm scheint absolut kein talentierter Frühstarter zu stecken. In der Hinrunde der vergangenen Saison coachte noch Sönke Pries die Truppe. Erst am neunten Spieltag, Mitte Oktober, konnte man den Bann nach acht sieglosen Partien in Serie mit einem 2:0 beim späteren Schlusslicht und Absteiger TSV Wankendorf (jetzt FSG Saxonia) brechen. So blieb das Team lange im Abstiegskampf. In der Hinrundentabelle sah es mit nur zwei Erfolgen in 15 Spielen und Platz 14 ganz düster aus. Anfang November reagierte der Segeberger Klub dann prompt und präsentierte den Ex-Trainer vom TSV Bargteheide, Essmet Omid, als neuen Übungsleiter. Man wollte einen jungen Trainer mit frischen Ideen. Omid startete gleich mal eine Serie, gewann alle seine ersten drei Duelle. Auch in der Rückrunde konnte TuS immer wieder überzeugen, setzte sich zum Beispiel überraschend mit 4:1 bei Preußen Reinfeld durch. Lediglich die drei aufeinanderfolgenden Niederlagen zum Ende der Saison verhinderten eine noch bessere Platzierung als einen respektablen Rang Acht im Rückrunden-Ranking. Man schloss die Spielzeit letztlich mit als Dreizehnter mit 32 Zählern ab, sechs Punkte vor der roten Linie und dem ersten Absteiger SV Schackendorf. Im Mai gab Hartenholm bekannt, dass man sich mit Essmet Omid auf eine Fortsetzung seines Engagements geeinigt habe. Es hieß dabei: "Auch wenn es komisch klingt, wir wollen im nächsten Jahr oben angreifen. Unter anderem mit den Siegen gegen Pansdorf und Reinfeld haben wir bewiesen, dass wir dort auch mitspielen können."

Einige Pleiten gegen tiefer kickende Teams

Nun, zur bevorstehenden Saison 2019/2020, sollte also alles besser werden. Aber es scheint sich ergebnistechnisch genau so fortzusetzen, wie es auch in 2018/2019 schon angefangen hatte. Alle seine Testspiele hat die erste Herren verloren. Zuerst war es eine knappe Angelegenheit beim 1:2 gegen die FSG Kaltenkirchen. Beim 0:3 gegen Verbandsligist SV Henstedt-Ulzburg war die Sache schon eindeutiger. Auch beim Kaltenkirchener TS gab es ein 2:4 . Vergangene Woche stand die zweite Runde im Segeberger Kreispokal an. Gegner war der Bramstedter TS aus der Kreisliga Mitte. Nachdem in der regulären Spielzeit hüben wie drüben nichts entscheidendes passierte, ging es in die Verlängerung. Trotz zwischenzeitlicher Führung musste man am Ende mit 1:2 die Segel streichen und schied aus. Ebenfalls keinen Erfolg gab es bei Verbandsliga-Aufsteiger Leezener SC (0:1).

Samstag Landesliga-Auftakt bei Comet Kiel

Essmet Omid reagierte mit der nicht zufriedenstellenden Vorbereitung seiner Mannschaft und ordnete vor dem Kick gegen den SC Rapid Lübeck am Sonntagnachmittag eine ausgiebige Extra-Einheit an. Mehrere Stunden ließ er seine Spieler bei warmen Temperaturen und Sonnenschein auf dem Sportplatz am Timm-Schott-Weg schwitzen. Mit schweren Beinen ging man dann in das Testspiel gegen den Verbandsliga-Vertreter. Schon nach vier Minuten der erste Rückschlag, als Daniel Suew für die Lübecker einnetzte. Dem 0:2 von Marco Baasch konnte man immerhin den Anschlusstreffer per Elfmeter von Sohrab Safi entgegensetzen. Auch den Wiederanpfiff nach dem Seitenwechsel verschlief man. Keine drei Minuten waren gespielt, da klingelte es schon wieder. Tino Arp ließ sich feiern. Erneut Marco Baasch und der eingewechselte Mustafa Conteh machten mit ihren beiden Toren endgültig den Deckel drauf und die fünfte Niederlage im fünften Freundschaftsspiel für Hartenholm war besiegelt. Ernst wird es für die Mannschaft vom Flugplatz am kommenden Samstag. Dann wartet ab 14.00 Uhr Aufsteiger SVE Comet Kiel in der Landeshauptstadt auf den angeknockten Landesligisten. Gelingt der Omid-Truppe die richtige Reaktion zum richtigen Zeitpunkt oder setzt sich der Negativlauf weiter fort?

Acht Stunden Training vor dem Rapid-Spiel

Was aber sagt Essmet Omid selbst zu dem jüngsten 1:5 gegen Rapid Lübeck? "Für mich war es nochmal nötig, etwas zu tun, gerade auch mit den neuen Spielern und Dinge anzusprechen, für die bisher einfach keine Zeit da war. Deswegen haben wir uns am Sonntag schon ganz früh getroffen und Standards und Technik trainiert. Mittags gab es dann ein gemeinsames Essen. Nachdem die Jungs acht bis neun Stunden in der prallen Sonne aktiv waren, gingen dann beim Spiel natürlich auch die Kräfte verloren. Von daher werde ich aus dem Ergebnis nicht viel ziehen. Wichtig war, dass alle gut mitgezogen haben und das war definitiv der Fall. Nun hoffen wir natürlich, dass wir Samstag in Kiel positiv in die Liga starten werden."

Mehr News aus der Region

Mehr anzeigen

ANZEIGE: 50% auf dein Spieler-Set! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus Lübeck
Sport aus aller Welt