25. März 2019 / 12:46 Uhr

TuS Heidkrug gewinnt Kreisliga-Gipfel

TuS Heidkrug gewinnt Kreisliga-Gipfel

Ralf Kilian
Weser-Kurier
Der TuS Heidkrug obenauf. Die Kicker vom Bürgerkampweg besiegten den punktgleichen TSV Großenkneten und stehen nun alleine an der Tabellenspitze.
Der TuS Heidkrug obenauf. Die Kicker vom Bürgerkampweg besiegten den punktgleichen TSV Großenkneten und stehen nun alleine an der Tabellenspitze. © Ingo Moellers
Anzeige

Am Bürgerkampweg setzt sich die Elf von Selim Karaca gegen den direkten Verfolger TSV Großenkneten mit 3:0 durch

Anzeige
Anzeige

Kann der TuS Heidkrug Rückrunde? Im vergangenen Jahr war der Herbstmeister in der zweiten Saisonhälfte der Fußball-Kreisliga böse abgeschmiert, doch der hochverdiente 3:0 (1:0)-Erfolg im Spitzenspiel gegen den punktgleichen TSV Großenkneten setzt für diese Saison andere Vorzeichen. Natürlich war diese TuS-Demonstration noch keine Vorentscheidung bei noch zehn verbleibenden Spielen. Aber diesmal scheint die Mannschaft von Selim Karaca ihre Entwicklung auch in der Rückrunde fortsetzen zu können.

„Angesichts unseres Chancenplus ist das Ergebnis auch in der Höhe okay“, befand Karaca zu Recht. „Schon in der ersten Halbzeit hätten wir deutlich höher führen können.“ Das lag auch daran, dass Großenkneten vor etwa 180 Zuschauern zunächst keine Einstellung zum Spiel fand. „Die ersten 30 Minuten haben mir gar nicht gefallen, Heidkrug war da viel bissiger“, musste TSV-Coach Kai Pankow miterleben. Der Tabellenzweite hatte einige Ausfälle zu beklagen, insbesondere den an der Wade verletzten Torjäger Mattis Asche – Siegtorschütze beim 1:0 im Hinspiel – vermissten die Gäste. „Damals fehlten bei uns 14 Spieler“, rechnete Karaca vor, „Großenkneten kann Ausfälle nicht so gut kompensieren wie wir.“

So musste André Haake in der Sturmspitze ran. Knetens Allzweckwaffe kam reichlich spät und lief sich quasi auf dem Weg vom Parkplatz in die Kabine warm. Das war um 19.55 Uhr, zehn Minuten später stand Haake beim Anstoß auf dem Platz. Seine Teamkollegen waren anfangs noch nicht richtig präsent, selbst der Lattentreffer von Heidkrugs Nils Giza (3.) taugte nicht als Weckruf. Kurz darauf spielte TSV-Keeper Sven Neuefeind Giza den Ball in die Füße, doch diesmal zielte Heidkrugs Nummer 14 knapp vorbei. Besser machte es Niklas Bädjer, der nach neun Minuten per Freistoß aus 17 Metern zum 1:0 in den linken Winkel traf.

Erst nach dem ersten Haake-Warnschuss (15.) kämpften sich die Gäste ins Spiel. Jetzt entwickelte sich ein intensives Gipfeltreffen mit offenem Visier und vielen Zweikämpfen. Das ging allerdings zulasten von Torraumszenen. Die hatten kurz vor der Pause noch die Platzherren durch Alex Rautenhaus (42.) und Luca Reinhold (43.). „Trotzdem waren wir ab der 30. Minute besser im Spiel und ich war in der Pause frohen Mutes, dass wir einen Punkt mitnehmen können“, schilderte Pankow.

Die Schlüsselszene ereignete sich in Minute 47. Nach einem der extrem weiten Einwürfe von Colin Deepe wehrte Heidkrug den Ball zu kurz ab, Andre Reimann nahm die Kugel aus 17 Metern volley – und traf die Latte. „Mit dem Lattenschuss waren wir dran, und dann fällt bei einem Standard das 2:0 rein“, meinte Pankow kopfschüttelnd. Zunächst war Reinholds Schuss bei einem Heidkruger Konter noch zur Ecke abgewehrt worden. Jesper Müller-Nielsen brachte den Ball mit Zug an den Fünfer, wo Florian Bartels eingelaufen war und zum 2:0 (56.) einköpfte. Auf die Frage, wie der nicht gerade groß gewachsene Bartels gegen die Kneter Abwehrriesen zum Kopfball kommen konnte, antwortete Karaca: „Diese Ecken haben wir einstudiert, wenn das Timing passt, ist es kaum zu verteidigen.“

Großenkneten stellte jetzt um auf Dreierkette, war optisch überlegen und erarbeitete sich viele Standardsituationen. Doch Heidkrugs Abwehr um Kapitän Waldemar But verteidigte alles sauber und leitete zudem immer wieder schnelle Konter ein. Einer führte zum 3:0 durch Luca Reinhold, der nach langem Abschlag von Torwart Maxi Hiller und Weiterleitung von Sven Holthausen ins lange Eck einschob (70.). Giza scheiterte kurz darauf (74.) am prächtig reagierenden Neuefeind, und als Knetens Neuzugang Lucas Abel per Ampelkarte vom Platz flog (75.), stellten die Gäste die Offensivbemühungen weitgehend ein. Sicher unter der Prämisse, sich nicht noch weitere Konter einzufangen.

„Nach dem 2:0 war der Glaube bei uns nicht mehr da“, gestand Pankow. Zumal seine Mannschaft mit einem Erfolg an diesem Dienstag beim SV Achternmeer schon wieder mit Heidkrug gleichziehen kann. Dem Spitzenreiter steht am Freitag ein kniffliges Auswärtsspiel gegen den TV Dötlingen bevor.

ANZEIGE: Hoodie und T-Shirt mit deinem Vereinsnamen! Der Deal of the week im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus Bremen
Sport aus aller Welt