19. Juni 2021 / 21:49 Uhr

TuS Leutzsch gewinnt heißes Stadtpokalspiel in Schkeuditz

TuS Leutzsch gewinnt heißes Stadtpokalspiel in Schkeuditz

Frank Müller
Leipziger Volkszeitung
TuS Leutzsch setzt sich in Schkeuditz durch.
TuS Leutzsch setzt sich in Schkeuditz durch. © Alexander Prautzsch
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Einwechsler Steve Herrmann wird zum Matchwinner: TuS Leutzsch hat beim SC Eintracht Schkeuditz das Stadtpokal-Duell 0:3 gewonnen. So zogen die Leutzscher ungefährdet ins Viertelfinale ein.

Schkeuditz. Der Rasen erinnerte an beste Schkeuditzer Zweitliga-Jahre, das Wetter war auch in Gala-Form, sofern man es richtig warm mag, im Schkeuditzer Walter-Lutze-Stadion war es angerichtet für ein Fußball-Pokalspiel der heißen Sorte. Stadtligist Eintracht Schkeuditz empfing am Sonnabend die Liga-Kollegen vom TuS Leutzsch. Auf dem Flughafen gleich daneben hoben ab und an Flugzeuge ab, auf dem Spielfeld letztlich nur die Gäste. Mit 3:0 gewann der TuS nach „echt schlauchenden“ 90 Minuten.

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Viele Fouls

„Die Leutzscher haben völlig verdient gewonnen“, bekannte Eintracht-Trainer Tony Seidel unmittelbar nach der Partie. „Es war für uns ein gebrauchter Tag, aber auch kein Weltuntergang. Wir haben alles versucht.“ Sein Gegenüber, TuS-Coach Kevin Dau, sprach von einer „grundsoliden Leistung“ seiner Mannschaft. „Wir haben in der Defensive gut gestanden und in der Offensive Nadelstiche gesetzt. So konnten wir vor allem nach unserer Führung das Spiel so durchspielen, wie wir uns das vorgestellt hatten.“

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Das Duell unter Stadtliga-Kollegen gewinnt TuS Leutzsch in Schkeuditz 3:0. Zur Galerie
Das Duell unter Stadtliga-Kollegen gewinnt TuS Leutzsch in Schkeuditz 3:0. ©

Nach der relativ ausgeglichenen ersten halben Stunde vollendete Lucas Hännsgen einen Angriff über links zum 1:0 aus Gästesicht. Zunächst hatte er volley den Pfosten getroffen, um dann selbst aus Nahdistanz nachzuwaschen (32. Minute). Beinahe hätte Paul Klauß nachgelegt, doch er konnte den Abwehrpatzer der Eintracht nicht nutzen (39.). Er vergab später noch eine Riesenchance (57.), bereitete aber auch eine per Lupfer toll vor (64.). Ansonsten rieb er sich auch mal in kleinen Rangeleien auf, was nicht jedem Mitspieler gefiel.

Schkeuditz ohne Ehrentreffer

Was während der gesamten Partie auffiel, waren viele Fouls, die nicht selten mit mangelnder Schnelligkeit einhergingen. So traf einer der Zweikämpfer - oft einfach nur zu spät kommend - den Gegner statt den Ball. Was schier weniger mit Absicht als mit nicht optimaler Fitness zu tun hatte. Angesichts der monatelangen Zwangspause, in der die Amateurkicker bis vor kurzem steckten, kein Wunnder. Schiedsrichter Tom Weigang war also ziemlich gefordert, brachte das umkämpfte und dennoch faire Match vor den immerhin fast 50 Zuschauern aber gut über die Runden.

Vielleicht auch, weil Steve Herrmann vorzeitig alles entschied. Der Einwechsler wurde zum Matchwinner. Erst traf er nach Pass von Kapitän Martin Rudolf und Eingabe von Burak Topaloglu (73.), dann nutzte er einen „Klops“ von Torwart Fabian Prall zum Endstand (78.). „Der macht sie eben rein“, freute sich Trainer Dau über seine glückliche Hand beim Einwechseln.

Zwischen Herrmanns beiden Toren hatte Eintracht die Chance zum Anschluss und auch in der Endphase, als die TuS-Abwehr schon mal kurz im Feiermodus zu sein schien, noch Gelegenheiten zum Ehrentor. Die dickste besaß Kapitän Simon Schröder, der das Leder aus Nahdistanz an die Lattenunterkante knallte (80.). So jedoch zogen die Leutzscher ungefährdet ins Viertelfinale ein, wo nun schon am Mittwoch in einem Heimspiel der nächste schwere Gegner wartet.