12. März 2019 / 07:30 Uhr

Tus Neudorf-Platendorf gegen SV Calberlah: Schiri Reimker verteidigt Spielabbruch

Tus Neudorf-Platendorf gegen SV Calberlah: Schiri Reimker verteidigt Spielabbruch

Yannik Haustein
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Neuauflage: Am 10. März war das Duell zwischen Neudorf-Platendorf (grüne Trikots) und Calberlah (schwarze Trikots) wegen des Platz-Zustandes abgebrochen worden (Spielszene) - nun wurde die Partie nachgeholt.
Neuauflage: Am 10. März war das Duell zwischen Neudorf-Platendorf (grüne Trikots) und Calberlah (schwarze Trikots) wegen des Platz-Zustandes abgebrochen worden (Spielszene) - nun wurde die Partie nachgeholt. © Sebastian Preuß
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Der Abbruch der Partie des TuS Neudorf-Platendorf gegen den SV Calberlah in der Fußball-Bezirksliga schmeckte vor allem TuS-Coach Ralf Schmidt überhaupt nicht (AZ/WAZ berichtete) – Schiedsrichter Christian Reimker erklärt die Entscheidung, das Spiel nach der Pause beim Stand von 1:0 für Platendorf nicht mehr anzupfeifen.

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„Es hat schon geregnet, als wir in Platendorf angekommen sind. Der Platz war zwar nur mäßig abgekreidet, aber grundsätzlich bespielbar“, erinnert sich Reimker. „Beim Aufwärmen war er aber schon weicher, als wir zunächst dachten.“ Der Regen ließ nicht nach, verstärkte sich kurz vor Anpfiff sogar noch. Die Folge: „Es gab deshalb viele unbeabsichtigte Kontakte der Spieler. Ungefähr zur Hälfte der ersten Halbzeit fiel meinem Assistenten dann auf, dass der Bereich vor den Bänken besonders weich geworden war“, so Reimker weiter.

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Zudem erklärte der Unparteiische die Aussage Schmidts, er hätte von fünf Verletzten gesprochen, die es gar nicht gegeben habe: „Ich habe von Verletzungs-Unterbrechungen gesprochen, davon gab es mehrere.“ Während der Halbzeit schauten sich Reimker und seine Assistenten das Geläuf erneut an, fanden „mehrere tiefe Kuhlen und matschigen Boden. Gemeinsam sind wir dann zu dem Ergebnis gekommen: Das Risiko ist zu hoch. Ich habe schon Spiele mit schweren Verletzungen erlebt, in denen der Boden weniger weich war. Letztlich liegt die Verantwortung bei mir“, erklärt Reimker

Dass beide Trainer nicht begeistert waren, kann Reimker indes verstehen. „Ich hätte auch gern zu Ende gespielt, so haben wir ja mehr Aufwand“, sagt der Referee. Und: „Wer führt, sagt natürlich immer leichter, dass er weitermachen will. Aber solche Entscheidungen muss man als Schiedsrichter eben treffen – bei schweren Verletzungen kann im Zweifel immer jemand fragen, warum ich nicht abgebrochen habe.“

Schiri-Verhalten bei Gewitter und Unwetter

Damit ein Fußball-Spiel auch bei schwierigen Wetterverhältnissen nicht die körperliche Unversehrtheit der Beteiligten gefährdet, kann der Schiedsrichter die Partie unterbrechen oder abbrechen, wenn er es für nötig erachtet. Das „DFB-Merkblatt für das Verhalten bei Gewitter und Unwetter“ sieht vor, dass „Regen, Wind und auch Schnee zu einem Freiluftsport“ dazugehören, geht aber auch auf extreme Wetterverhältnisse ein. Spiele seien so lange zu unterbrechen, dass sie die Sicherheit nicht mehr beeinträchtigen, maximal jedoch für 30 Minuten – es sei denn, es ist absehbar, dass das Spiel kurz darauf wieder aufgenommen werden kann. Ist der Platz vor der Wiederaufnahme aber unbespielbar, so „ist das Spiel abzubrechen bzw. vorab abzusagen.“

TuS Neudorf-Platendorf - SV Calberlah (Szenen aus dem am 10. März abgebrochenen Spiel)

TuS Neudorf-Platendorf - SV Calberlah (Szenen aus dem am 10. März abgebrochenen Spiel) Zur Galerie
TuS Neudorf-Platendorf - SV Calberlah (Szenen aus dem am 10. März abgebrochenen Spiel) © Sebastian Preuß
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