25. Juni 2020 / 12:18 Uhr

TuS Niedernwöhren setzt auf eigenen Nachwuchs

TuS Niedernwöhren setzt auf eigenen Nachwuchs

Uwe Kläfker
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
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Die Nachwuchsspieler Til Nottmeier (von links), Can Kartalkus und Gianluca Wilharm wollen sich beim TuS Niedernwöhren durchsetzen. © Uwe Kläfker
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Der Kreisligist TuS Niedernwöhren stellt sich durch talentierte Jugendkicker flexibler auf. Ein Spieler sucht dagegen in der Fremde sein Glück.

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Beim TuS Niedernwöhren wird der konsequente Weg der Jugendarbeit fortgeführt. Trainer Carlo Calvo freut sich über drei Talente aus dem eigenen Nachwuchs, die den Kader des Kreisligisten verstärken. Gianluca Wilharm, Til Nottmeier und Can Kartalkus wollen sich in der neuen Serie erste Sporen im Herrenbereich erwerben.

Im Gespräch sind die jungen Kicker noch zurückhaltend. "Ich will mitnehmen, was geht", sagt der 19-jährige Wilharm, dessen Vater Thorsten bereits die Stiefel für den TuS schnürte. "Ihm gehört die Zukunft", sagt Calvo, vergleicht den defensiven Mittelfeldspieler bereits mit TuS-Ikone Marcel Kasseck ("die junge Version"), der auch in der neuen Serie der spielende Ko-Trainer sein wird. "Gianluca ist ein richtiger Terrier, ist aber auch technisch versiert. Er hat viel Potenzial", lobt der Coach.

Til Nottmeier hat in der Jugend bereits beim TSV Havelse gespielt, kam dann über den VfL Bückeburg im B-Juniorenbereich zur JSG Samtg. Niedernwöhren/Enzen. "Da habe ich ihn bereits trainiert", sagt Calvo. Mit seiner Vielseitigkeit und Flexibilität soll sich der 18-Jährige "im vorderen Bereich" einen Platz im Team erobern. Nottmeier mache seine Mannschaft unberechenbarer, ist sich der junge Coach sicher. "Er hat bereits einen guten Körper." Der gelobte hält den Ball flach. "Ich will Erfahrungen sammeln und mich möglichst schnell eingewöhnen."

Der dritte Nachwuchskicker im Bunde ist Can Kartalkus, der bereits Herrenluft in der zweiten Mannschaft des TuS gesammelt hat und dabei sogar einen Treffer erzielte. Der Linksfuß ist auf den Außenbahnen unterwegs, war aber wegen einer Bänderverletzung lange außer Gefecht und muss den Rückstand aufholen. "Ich will reinschnuppern und sehen, wie weit es geht", sagt Kartalkus, der auch schon für den SV Obernkirchen kickte.

"Stand jetzt bin ich sehr zufrieden mit unseren Neuzugängen", sagt Calvo, der noch das eine oder andere Eisen noch im Feuer hat. Mit den Nachwuchsspielern und Neuzugang Tanis Niemeier (wir berichteten) sei man flexibler geworden. "Wir mussten vor allem im Angriff etwas machen", sagt Calvo, der in der neuen Serie "auf keinen Fall wieder nach unten schauen will".

Verlassen hat den Verein nach dem ersten Jahr im Herrenbereich Sebastian-Marcel Pook, der sich dem designierten Nienburger Bezirksligisten VfL Münchehagen anschließt. "Er will es probieren, das ist in Ordnung. Unsere Tür steht jedenfalls immer offen", sagt Calvo.