02. Juli 2019 / 07:30 Uhr

TuS Pegau kassiert ein Dutzend gegen Chemie Leipzig

TuS Pegau kassiert ein Dutzend gegen Chemie Leipzig

Heiko Henschel
Leipziger Volkszeitung
Der Pegauer Tormann und scheidende Trainer Marcus Wolf (gelbes Trikot) wehrt einen Ball im Sturzflug ab.
Der Pegauer Tormann und scheidende Trainer Marcus Wolf (gelbes Trikot) wehrt einen Ball im Sturzflug ab. © Wolfgang Riedel
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Hoher Besuch auf der Reitbahn: Torreiches Freundschaftsspiel endet mit einem 12:0-Erfolg für den Regionalliga-Aufsteiger. 

Pegau. Der Höhepunkt des am vergangenem Wochenende über die Bühne gegangenen Vereinsfestes des TuS Pegau 1903 auf dem Sportgelände „Große Reitbahn“ war zweifellos das Fußball-Freundschaftsspiel der heimischen ersten Männermannschaft gegen die BSG Chemie Leipzig. Wobei es die Mannschaften an diesem Sonntagnachmittag nicht nur mit einem Gegner – nämlich den in den andersfarbigen Trikots – zu tun bekamen.

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Ein weiterer und der vielleicht sogar größerer Kontrahent war die hochsommerliche Hitze mit fast 40 Grad im Schatten. Trotz der Badewettertemperaturen fanden sich über 200 Zuschauer am Rande des Spielfeldes ein, um das im Grunde genommen ungleiche Duell in Augenschein zu nehmen.

Die beiden im zurückliegenden Spieljahr noch drei Leistungsebenen voneinander entfernt antretenden Teams gehen nach dem Regionalliga-Aufstieg der Leutzscher und dem unglücklichen Kreisoberliga-Abstieg der Elsterstädter in der kommenden Saison durch fünf Spielklassen getrennt an den Start. Wodurch das letztlich zu Stande gekommene Resultat von 0:12 (0:3) keinen der Beteiligten wirklich überraschen konnte.


Tropische Witterung

Allerdings stand die Begegnung ohnehin unter dem Motto „Das Erlebnis ist wichtiger als das Ergebnis“. Hüben wie drüben wurde alles in die Waagschale geworfen und den tropischen Witterungsbedingungen getrotzt. Für die Messestädter um Trainer Miroslav Jagatic war die Partie ein Bestandteil des scharfen Auftaktes in das Vorbereitungsprogramm.

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Am Samstag war man bereits zum 120-jährigen Jubiläum der SpVgg 1899 Leipzig aktiv (im Lindenauer Karl-Enders-Sportpark wurde mit 5:1 gewonnen), am Montag erfolgte der Trainingsauftakt und am Mittwoch gastiert der 1. FC Magdeburg im Alfred-Kunze-Sportpark.

Ganz anders wurden die Prioritäten auf Seiten der Pegauer gesetzt. Für sie bedeutete das Match gegen die Chemiker ungeachtet der deutlichen Niederlage einen gelungenen Abschluss der Saison. Welche allerdings mit dem Abschied aus Liga acht und dem von Coach Marcus Wolf endete.

Wolf wechselt zu Carl Zeiss

Der nochmals als Keeper das eigene Gehäuse hütende TuS-Trainer – welcher im neuen Spieljahr bei den C-Junioren des FC Carl Zeiss Jena als Assistent an der Seitenlinie stehen wird – konnte hinter einer aufopferungsvoll verteidigenden und kämpfenden Mannschaft freilich nicht alles abwehren, was auf seinen Kasten kam. So trugen sich in den Reihen der Grün-Weißen Kai Druschky (28., 46., 60., 74., 77.), Benjamin Schmidt (3., 84.), Philipp Wendt (37., 64.), Stefan Karau (50.) und Max Kessler (82.) in die Torschützenliste ein.

Dass Pegaus Toni Kammer mit seinem Eigentor (59.) das halbe Dutzend vollmacht, konnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnen. Nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Tim Haubenschild war das beinahe schon wieder vergessen und die Aktiven auf dem grünen Rasen konnten sich ihren wohlverdienten Erfrischungen zuwenden.