13. Februar 2019 / 14:43 Uhr

TuS Sudweyhe II: Jenseits aller Erwartungen

TuS Sudweyhe II: Jenseits aller Erwartungen

Florian Kastens
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Blau: Rene-Pierre Liebert, Grün: Hannes Lüdeke
Da machen beide den Abflug: Gödestorfs Rene-Pierre Liebert (blau) und Sudweyhes Hannes Lüdeke landen im Seitenaus. © Janina Rahn
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Hinrunden-Analyse: Der Tabellenzweite steht in der ersten Halbserie der Kreisliga Diepholz für Spektakel und sorgt unter anderem für 62 Tore

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Auf eine erfolgreiche Hinrunde in der Kreisliga Diepholz dürfen die Fußballer des TuS Sudweyhe II blicken. Entsprechend zufrieden äußerte sich Trainer Arne Janßen: „Ich glaube, dass wir sogar etwas besser dastehen, als es uns im Allgemeinen von Außenstehenden zugetraut worden war. Die Jungs haben aber recht konstant gezeigt, was möglich ist, wenn alles passt.“ Zur Tabelle der Kreisliga Diepholz

Verlassen konnte sich der Übungsleiter einmal mehr auf seine starke Offensive. Gleich 62-mal netzte der aktuelle Tabellenzweite ein. Doch im Gegensatz zu den Vorjahren, in denen sich die Treffer oft auf viele verschiedene Torschützen verteilten, stechen in dieser Saison drei Akteure hinaus: Mit Hannes Lüdeke (17 Tore), Daniel Koch (12) und Eike Dziuba (11) weisen gleich drei schon jetzt zweistellige Werte auf. „Doch unser Offensivspiel sollte nicht nur auf diese drei Jungs reduziert werden. Ich bin der Meinung, dass wir weiterhin nur schwer auszurechnen sind“, erklärt Arne Janßen und schiebt nach, „dass ich auch mit unserer Entwicklung, was die Defensivleistung angeht, einverstanden bin. Der Trend geht auch dort in die richtige Richtung.“

Doch häufig war in Spielen mit Sudweyher Beteiligung ein Spektakel garantiert: Im Schnitt fielen in diesen Begegnungen mehr als fünf Treffer. Aus all diesen ragen die beiden 7:1-Erfolge beim TuS St. Hülfe-Heede und bei der TSG Osterholz-Gödestorf heraus. Negativ zu Buche schlägt da eigentlich nur die 0:5-Pleite im Topspiel auf eigener Anlage gegen den TuS Wagenfeld. „Doch auch dieses Ergebnis wussten wir einzuordnen. Wir waren zu diesem Zeitpunkt personell extrem gebeutelt. Da war für uns einfach nichts drin“, sagt Janßen. Die Reaktion der Mannschaft auf die herbe Niederlage konnte sich derweil sehen lassen. Mit drei klaren Siegen in Folge schloss der TuS Sudweyhe II das Kalenderjahr 2018 ab. „Das ist nur ein weiterer Ausdruck, dass es in der Mannschaft stimmt. Als Team haben sie alle einen Schritt nach vorne gemacht. Viele personelle Probleme können wir dadurch auffangen, dass dann halt andere in die Bresche springen. Das ist wirklich sehr positiv“, lobt der Übungsleiter und sieht auch keinerlei Motivationsprobleme bei seinen Schützlingen: „Sie gehen mit dem Los einer zweiten Mannschaft gut um. Da unsere Erste in der Bezirksliga spielt, ist der Weg nach oben für uns verbaut. Trotzdem ist der Austausch sehr vernünftig.“

Angesprochen auf mögliche negative Erfahrungen in der Hinserie, muss Arne Janßen eine Weile überlegen: „Eigentlich gibt es wirklich nicht viel zu meckern. Genau wie wohl viele Trainerkollegen habe auch ich ab und an mit der Einstellung der Spieler zum Fußball zu kämpfen. Das gab es früher in dieser Form nicht und ist aus meiner Sicht definitiv ein Generationsproblem. Die Trainingsbeteiligung ist durchwachsen. Manchmal richtig gut, aber manchmal eben auch nicht. Da legen wir einen Topauftritt gegen Hülfe-Heede hin und trotzdem sind beim nächsten Training nur neun Spieler. Das ist für mich als Trainer nur schwer nachvollziehbar und macht eine vernünftige Planung unheimlich schwer.“

Doch es sind eindeutig die positiven Erlebnisse, die beim TuS überwiegen. So betrachtet es Janßen als Lohn für die guten Hinrundenleistungen, dass sich seine Mannschaft für das Hallenmasters der besten zehn Teams des Kreises Diepholz am 5. Januar in Twistringen qualifizieren konnte. Das neue Event läutet dann gleichzeitig das Fußballjahr 2019 ein. Arne Janßen ist selbst gespannt, was das neue Jahr für sein Team bereithält: „Mal schauen, wie wir damit umgehen, dass wir dann die Gejagten sind. Ziel ist es natürlich, am Ende vor dem TSV Weyhe-Lahausen zu landen“, verrät er augenzwinkernd und unterstreicht gleichzeitig, „dass der TSV am Ende aus meiner Sicht zu den beiden Aufsteigern zählen wird. Sie standen sich oftmals in den letzten Jahren selbst im Wege. Titelfavorit ist eindeutig der TuS Wagenfeld. Ihn habe ich schon seit Jahren auf dem Zettel. Bleibt die Mannschaft stabil, wird es in diesem Jahr klappen.“

Arne Janßen geht also nicht davon aus, dass der TuS Wagenfeld und der TSV Weyhe-Lahausen in der neuen Saison noch in der Kreisliga unterwegs sein werden. Ob er selbst weiterhin für den TuS Sudweyhe II als Trainer an der Seitenlinie stehen wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar: „Der Verein möchte natürlich frühzeitig Klarheit. Ich denke, dass es im Frühjahr entschieden sein wird.“

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