06. Januar 2019 / 18:23 Uhr

TuS Sulingen gewinnt das erste Diepholzer Hallenmasters

TuS Sulingen gewinnt das erste Diepholzer Hallenmasters

Nastassja Nadolska
Pierre Neuse (li) war mit seinem TuS Sulingen im Finale gegen Lars Mesloh vom FC Sulingen am Ende der strahlende Gewinner.
Pierre Neuse (li) war mit seinem TuS Sulingen im Finale gegen Lars Mesloh vom FC Sulingen am Ende der strahlende Gewinner. © Jonas Kako
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Im Endspiel setzte sich der Landesligist mit 4:2 gegen den FC Sulingen durch / TV Stuhr verliert Spiel um Platz drei mit 2:5 gegen TuS Sulingen II

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Bei der ersten Auflage des Diepholzer Fußball-Hallenmasters (Alle Ergebnisse vom Turnier gibts hier) durfte am Ende der Landesligist des TuS Sulingen jubeln. Im Finale gegen den FC Sulingen gewann die Mannschaft um Trainer Maarten Schops, dass zum ersten ausgerichtete Turnier in Twistringen mit 4:2 und lieferte im gesamten Verlauf eine souveräne Leistung ab. "Sulingen hat heute eine überragende Leistung gezeigt", befand Walter Brinkmann, Trainer des SC Twistringen. Und auch Torsten Klein vom TSV Bassum sagte: "Sie spielen nicht umsonst in der Landesliga. Die Qualität ist auf jeden Fall vorhanden." Knapp 550 Zuschauer schauten sich am vergangenen Sonnabend in der Twistringer Sporthalle Am Mühlenacker das sechsstündige Spektakel an und die Organisatoren um SCT-Spartenleiter, Stefan Funke, Geschäftsführer Fußball Jens Knabe und Hans-Dieter Jurga zeigten sich mit dem Verlauf der ersten Auflage sehr zufrieden: "Es läuft wie geschmiert und von der Zeit her sind wir auch schneller als erwartet", lobte Jurga das positive Zeitmanagement. Auch auf dem Spielfeld lief es reibungslos. "Die Mannschaften spielen sehr fair. Im gesamten Turnier hatten wir nur zwei Zeitstrafen", betonte Knabe.

Bei allen zehn Teams stand in erster Linie der Spaß im Vordergrund, "und das die Spieler verletzungsfrei bleiben", sagte Torsten Klein, dessen Team in der Vorrunde die Segel streichen musste. "Wenn man das Geschehen nicht mehr selbst in der Hand hat, darf man sich am Ende nicht wundern", berichtete der TSV-Coach, dessen Team im ersten Vorrundenspiel klar gegen den späteren Sieger TuS Sulingen mit 0:4 verlor. Gegen den Kreisligisten TuS Sudweyhe II tankte die Klein-Elf mit dem 1:0 wieder etwas Selbstvertrauen, nahmen den Aufschwung im Spiel gegen den FC Sulingen aber nicht mit, obwohl die Chancen da waren: "Die Chancenverwertung war bei uns das Manko. Wir hätten öfter in Führung gehen können, haben den Ball aber nicht in den Kasten bekommen", ärgerte sich Klein, dessen Team sich zu diesem Zeitpunkt mit dem FCS in der Tabelle ein Kopf-an-Kopf-Rennen im Kampf um den zweiten Platz lieferte. Im wichtigen Spiel gegen die SG Diepholz, die bis dato keinen einzigen Treffer erzielte, wurde es noch einmal richtig spannend. Es folgte ein Tor nach dem anderen und bis 20 Sekunden vor Schluss stand es 3:3. Dann traf Lennart Hartje zum erlösenden 4:3 und der Jubel auf der Bassumer Bank kannte keine Grenzen. Richtung Halbfinale ging es für die Bassumer dennoch nicht, denn der FCS gewann mit 2:1 gegen die Zweitvertretung aus Sudweyhe und kam aufgrund des besseren Torverhältnisses weiter. Enttäuscht war Klein am Ende aber nicht: "Die Jungs haben eine gute Leistung gezeigt und für sie war es ein netter Zeitvertreib in der Winterpause."

Dimitri Steen (li) und der TV Stuhr beendeten die Gruppe B auf Rang zwei, im Halbfinale scheiterte der Landesligist dann aber mit 1:3 am TuS Sulingen. Zur Galerie
Dimitri Steen (li) und der TV Stuhr beendeten die Gruppe B auf Rang zwei, im Halbfinale scheiterte der Landesligist dann aber mit 1:3 am TuS Sulingen. ©
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Das sah der Konkurrent aus Sudweyhe, der mit drei Punkten in der Gruppe A auf Platz vier landete, genauso: "Es war quasi eine Belohnung für eine gelungene Hinserie. Ich meine, wann kann man schon mal gegen den TuS Sulingen spielen?", befand das Trainerduo um Arne Jenßen und Henrik Schmidt. Der Kreisligist habe sich zwar keine wirklichen Chancen ausgerechnet, der Wunsch ins Halbfinale zu kommen, war aber vorhanden. Gegen den Bezirksligisten SG Diepholz waren mit dem 2:0 die ersten Punkte in der Tasche. Dann folgte das unglückliche 0:1 gegen den TSV Bassum, was am Ende aus Sicht des Trainerduos ausschlaggebend für den weiteren Verlauf des Turniers war. "Das hat uns das Genick gebrochen", lautete die deutliche Aussage von Jenßen. Das darauffolgende 3:5 gegen den späteren Finalisten TuS Sulingen kam nicht überraschend. Besonders geärgert habe sich das Trainerduo über das 1:2 gegen den FC Sulingen. "Gegen Sulingen hätten wir gewinnen müssen. Leider hat uns vor dem Tor die Kaltschnäuzigkeit gefehlt", bedauerte Schmidt.

Etwas mehr Kaltschnäuzigkeit hätte sich wahrscheinlich auch Walter Brinkmann für den Gastgebenden SC Twistringen gewünscht. Mit einem Torverhältnis von 4:10 und nur einem Punkt platzierten sich die Blaumeisen in der Gruppe B auf den letzten Platz. Die Enttäuschung war dem Trainer und einigen Spielern anzusehen. "Vielen Spielern hat einfach die Erfahrung gefehlt. Wir wussten, dass alle Mannschaften Topleistungen abrufen werden", sagte Brinkmann nach dem Vorrundenaus. Schon zu Beginn beim 1:1 gegen den TSV Weyhe-Lahausen habe es sich der SCT selbst schwer gemacht. "Es war ein enges Spiel und wenn wir mit drei Punkten in das Turnier gestartet wären, hätte es für uns im weiteren Verlauf wahrscheinlich anders ausgesehen", war sich der SCT-Coach sicher. Gegen den SV Heiligenfelde (1:2) lagen die Blaumeisen auf Augenhöhe. Die zahlreichen Fehler, die sich im Spielverlauf eingeschlichen haben, hätten aber ihr übrigstes getan. In den darauffolgenden Partien gegen den TV Stuhr (1:4) und TuS Sulingen II (1:3) setzte es zum Schluss zwei deutliche Niederlagen, die Brinkmann aber nicht überbewerten will. "Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen. Sie haben sich im gesamten Turnier nicht aufgegeben und alles versucht."

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Alles versucht hat auch der SV Heiligenfelde, der aufgrund eines schlechteren Torverhältnisses nach vier Spielen auf Rang drei landete. Der Bezirksligist startete mit dem 0:0 gegen den TV Stuhr aus Sicht des SCH-Coaches Tobias Dickmann, der die Übungsleitung für den verhinderten Torben Budelmann übernahm, gut. "Ein Punkt gegen einen Landesligisten war ein guter Anfang." Im zweiten Vorrundenspiel gegen den SC Twistringen (2:1) ging der SVH als "glücklicher Sieger" vom Feld. "Das Spiel war ausgeglichen. Den Führungstreffer erzielten wir erst eineinhalb Minuten vor dem Ende", erzählte der SVH-Coach, dessen Team zu diesem Zeitpunkt vier Punkte auf der Habenseite verbuchte. Gegen die starke Zweitvertretung des TuS Sulingen gelang den Heiligenfeldern ein 2:1-Sieg und das Halbfinale schien näher als erhofft. Doch im letzten Spiel gegen den TSV Weyhe-Lahausen leistete sich der SVH zu viele Fehler, sodass sie überraschend mit 3:5 verloren und den Einzug ins Halbfinale verpassten. Unzufrieden war der Coach mit der Leistung seiner Mannschaft aber nicht: "Von Spiel zu Spiel, war ein sukzessive Steigerung zu erkennen. Das, was wir uns vorgenommen hatten, haben wir umgesetzt und das ist das Wichtigste", betonte Dickmann.

Nach dem Motto: "Dabei sein ist alles", trat der Kreisligist TSV Weyhe-Lahausen in der Twistringer Sporthalle auf und sorgte während des Turniers mit Christian Wiesner für die größte Überraschung. Im Turnier erzielte er als Torwart drei Tore und sorgte beim Publikum für Staunen. "Normalerweise spielt er im Strum und gehört zu unseren Topscorern im Team", sagte Friedhelm Famulla. Als klassentiefste Mannschaft habe sich seine Elf im Turnier ordentlich verkauft. Das zeigte sich vor allem beim 1:1 gegen den SC Twistringen. "Wir waren die bessere Mannschaft. Leider haben wir zu viele Chancen liegen gelassen", bedauerte der TSV-Coach. Gegen die Zweitvertretung des TuS Sulingen setzte es ein 1:3, "aber das ging in Ordnung", ergänzte Famulla. Auch das deutliche 1:6 gegen den TV Stuhr, war für den TSV-Übungsleiter eine klare Angelegenheit. Mit dem 5:3-Sieg gegen den SV Heiligenfelde sorgten die Weyher-Lahauser zum Schluss noch einmal für eine kleine Überraschung.

Überraschend war wohl der Einzug ins Halbfinale des TV Stuhr für die meisten Zuschauer wohl nicht – auch nicht für das Trainerduo um Stephan Stindt und Christian Meyer. "Als Landesligist haben wir schon mit dem Halbfinale gerechnet", gab Meyer zu. Der Start mit dem 0:0 gegen den SVH lief zwar etwas holprig, und mit dem 1:3 gegen TuS Sulingen II schien das Halbfinale komplett abgeharkt. Doch die Stuhrer gaben sich nicht auf und zogen mit dem 4:1 gegen Twistringen und 6:1 gegen Weyhe-Lahausen ins Halbfinale ein. Mit einer Lichtshow und einer Nebelmaschine läuteten die Veranstalter das erste Halbfinale ein. Es herrschte eine richtige Endspielstimmung, was auch auf dem Hallenboden zu sehen war. Die Stuhrer hielten lange mit und boten den Sulingern nur wenig Möglichkeiten. Nach fünf Minuten folgten kurz hintereinander zwei Gegentore. Riccardo Azzarello traf anschließend zum 1:2-Anschlusstreffer, doch Konstantin Meyer erhöhte für den TuS auf 3:1. Dimitri Steen machte mit seinem 2:3 noch Hoffnung, doch Till Linsenhoff machte mit dem 4:2 den Deckel drauf. Im Spiel um Platz drei traf der TVS auf die Zweitvertretung des TuS Sulingen, der kurzen Prozess machte, das Spiel früh entschied und am Ende mit dem 5:2 als Dritter aufs Treppchen landete.

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