09. Juni 2021 / 08:48 Uhr

Zwei für die 2. Liga: TuS Vinnhorst startet gestärkt nächsten Angriff auf Aufstieg

Zwei für die 2. Liga: TuS Vinnhorst startet gestärkt nächsten Angriff auf Aufstieg

Uwe Serreck
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Falk Kolodziej (links) und Stefan Hanemann sollen mithelfen, den TuS Vinnhorst in die 2. Liga zu bringen.
Falk Kolodziej (links) und Stefan Hanemann sollen mithelfen, den TuS Vinnhorst in die 2. Liga zu bringen. © Debbie Jayne Kinsey
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Es hat nicht viel gefehlt, doch in der abgelaufenen Saison hat der TuS Vinnhorst den Sprung in die 2. Liga verpasst. Trainer Davor Dominikovic will mit seiner Mannschaft nun die nächsten Schritte gehen - und dafür mit Falk Kolodziej und Stefan Hanemann zwei zweitligaerfahrene Spieler geholt.

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Nach 120 dramatischen Minuten im Duell gegen den HC Oppenweiler/Backnang hat ein fehlendes Tor den Traum der Vinnhorster Handballer von der zweiten Liga vorzeitig beendet. Nach dem 27:26 in eigener Halle verlor der TuS das Rückspiel 19 Sekunden vor Schluss mit 29:31.

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Trainer Davor Dominikovic hat das Aus immer noch nicht verarbeitet. „Das ist ein Prozess – und der dauert noch“, erklärt der Kroate. Das Ende war besonders bitter, weil der letzte Wurf von Florian Freitag ins Tor ging, doch leider erst nach der Schlusssirene. Dominikovic ist lange genug Profi, um zu wissen: „So ist der Sport. Eine Sekunde oder ein Zentimeter kann alles entscheiden.“

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Unterm Strich ist er mit dem Verlauf der Aufstiegsrunde aber sehr zufrieden. Der TuS präsentierte sich als echte Mannschaft. Alle 16 Spieler des Kaders bekamen ihre Anteile und erfüllten eine wichtige Rolle. Als Gewinner sieht der Trainer Spieler Fynn Wiebe. Als Abwehrspezialist von Eintracht Hildesheim geholt, konnte er zeigen, dass er auch ein guter Angriffshandballer ist.



"Riesenschritte in der Abwehr"

Da es aufgrund der Saisonunterbrechung nur zwölf Pflichtspiele gab, war es für Dominikovic seit seinem Amtsantritt im September nicht leicht, die Mannschaft nach seinen Vorstellungen zu entwickeln. „In der Abwehr haben wir aber Riesenschritte gemacht.“ Dort will der Trainer in der neuen Saison anknüpfen, Im Angriff möchte er seine Spieler nicht in ein Schema pressen, sondern jeder soll seine individuellen Stärken einbringen.

Nicht nur aufgrund der neuen Spielidee bedeutete die Verpflichtung von Dominikovic für die Mannschaft im vergangenen Jahr eine große Umstellung. „Plötzlich kommt ein neuer Trainer. Das ist nicht so einfach“, sagt der Olympiasieger von 2004. Das wöchentliche Pensum wurde von drei bis vier auf fünf bis sieben Einheiten erhöht. Für die Berufstätigen im Team eine Herausforderung, für den Coach alternativlos.

Diese Professionalisierung soll vorangetrieben werden. Dafür gilt es weiter hart zu arbeiten. Wünscht sich Dominikovic zur Unterstützung einen sportlichen Leiter? Die Frage beantwortet er knapp: „Man wünscht sich viele Dinge. Aber der Verein hat in sehr kurzer Zeit große Schritte gemacht.“

Bilder vom Hinspiel der Aufstiegsrunde zur 2. Handball-Bundesliga zwischen dem TuS Vinnhorst und dem HC Oppenweiler/Backnang

Die Bilder zum Aufstiegs-Hinspiel zwischen dem TuS Vinnhorst und dem HC Oppenweiler/Backnang. Zur Galerie
Die Bilder zum Aufstiegs-Hinspiel zwischen dem TuS Vinnhorst und dem HC Oppenweiler/Backnang. ©

Der nächste soll in der nächsten Saison möglichst mit dem Aufstieg folgen. Dazu wurden vom Zweitligaletzten TuS Fürstenfeldbruck Torhüter Stefan Hanemann und Falk Kolodziej verpflichtet. Zwei Neue, die die nötigen Qualitäten mitbringen. Eigentlich war die Spielmacherposition mit Kapitän Florian Freitag sehr gut besetzt. Der 29-Jährige wird jedoch aus beruflichen Gründen seine Karriere beenden. „Er hat mich früh informiert. Da habe ich sofort an Falk gedacht“, verrät Dominikovic, der den 27-Jährigen aus seiner aktiven Zeit in Balingen kennt.

Ein Kreisläufer soll noch kommen

Den Topscorer der zweiten Liga (174 Tore/127 Vorlagen) überzeugten die Möglichkeiten mit dem neuen Vinnhorster Sportzentrum. „Ich bin gespannt, was es mit den Fans für eine Wucht auf dem Spielfeld sein wird“, sagte er bei seiner Vorstellung.

Auch Hanemann, der von 2018 bis 2020 für die Eulen Ludwigshafen in der ersten Liga spielte, reizt „das Projekt, das Vinnhorst jetzt hat. Man sieht dass sich hier viel entwickelt.“ Der 25-Jährige war ein absoluter Wunschspieler. „Wir wollten einen Torhüter mit Bundesligaerfahrung“, betont Dominikovic. Colin Räbiger bleibt als Nummer drei und übernimmt die Rolle des Torwarttrainers. Weil Ruben Sousa zum THSV Eisenach wechselte, soll noch ein Kreisläufer kommen.

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