30. Mai 2021 / 13:44 Uhr

Nur ein Törchen fehlt: Vinnhorsts Traum von der 2. Liga platzt in Oppenweiler

Nur ein Törchen fehlt: Vinnhorsts Traum von der 2. Liga platzt in Oppenweiler

Uwe Serreck
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Auf dem Weg in die 2. Liga werden Fin Backs und der TuS Vinnhorst jäh ausgebremst.
Auf dem Weg in die 2. Liga werden Fin Backs und der TuS Vinnhorst jäh ausgebremst. © Florian Petrow
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Nur ein Tor hat gefehlt: Der TuS Vinnhorst hat im Rückspiel beim HC Oppenweiler/Backnang mit 29:31 verloren - und ist damit trotz des 27:26 im Hinspiel in der Aufstiegsrunde zur 2. Liga ausgeschieden. Der Traum von der 2. Liga ist geplatzt. "Die Enttäuschung sitzt natürlich tief", sagte Trainer Davor Dominikovic.

Der Traum der Vinnhorster Handballer von der 2. Liga ist geplatzt. Nach einem dramatischen Kampf fehlte bei der 29:31 (18:17)-Niederlage im Rückspiel beim HC Oppenweiler/Backnang ein Törchen, um das Aufstiegsfinale gegen Hagen zu erreichen. „Die Jungs sind traurig, die Enttäuschung sitzt natürlich tief“, sagte Trainer Davor Dominikovic nach dem Spiel.

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69 Sekunden vor dem Ende hatten noch die Gäste gejubelt. Maurice Lungela trat zum Siebenmeter an. Auf der Bank saß längst niemand mehr, doch der 27-Jährige blieb eiskalt und versenkte die Kugel zum 29:30. Nach dem 27:26-Sieg im Hinspiel wäre der TuS dank der mehr erzielten Auswärtstore weiter gewesen.

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Die Abwehr stemmte sich mit Leidenschaft gegen den letzten Angriff Oppenweilers, doch 20 Sekunden vor Schluss gab es ebenfalls Strafwurf. Torhüter Colin Räbiger blieb ohne Chance, aber Vinnhorst bekam nochmal den Ball. Dominikovic nahm die Auszeit, doch der letzte Versuch verpuffte, denn der Pass von Hendrik Pollex an den Kreis kam nicht an. Florian Freitag holte zwar den Abpraller, doch die Sirene ertönte, ehe sein Wurf ins Tor ging.

Wendland verletzt sich bei Rettungstat

Während die Stimmung bei Oppenweiler explodierte, machte sich in den Gesichtern der Vinnhorster lähmendes Entsetzen breit. Daran hatte sich eine Stunde nach dem Abpfiff nichts geändert. Die Gedanken waren da auch bei Mustafa Wendland. Der Torhüter wurde in der 41. Minute auf der Trage vom Platz und ins Krankenhaus gebracht. Nach einer fantastischen Rettungstat überstreckte er bei der Landung sein Knie und blieb unter Schmerzen liegen.

Der TuS steckte den Schock beeindruckend weg. Der eingewechselte Colin Räbiger war sofort da und Milan Mazic traf zum 24:23 (45.). Weil Oppenweiler gegen Vinnhorsts aggressive 5:1-Deckung kaum noch Lösungen fand, brachte HC-Trainer Matthias Heineke den siebten Feldspieler. Dadurch gab es viele Lücken am Kreis. „Wir waren nicht clever genug, das zu verteidigten“, ärgerte sich Dominikovic. Bis zum 27:27 (52.) durch Tim Otto (sechs Tore) hielt der TuS trotzdem alle Trümpfe, ehe sich Oppenweiler mit einem 3:0-Lauf zum 30:27 (57.) absetzte.

Die Ursache für die Niederlage sah Vinnhorsts Trainer („Wir bekommen zu viele dumme Gegentore und schaffen die Stoppfouls nicht.“) allerdings in der ersten Hälfte, als die Abwehr nur selten die Stabilität der bisherigen Spiele der Aufstiegsrunde erreichte.


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Vinnhorst legte immer vor und ging durch den Doppelschlag von Fin Backs zum 10:7 (17.) sogar mit drei Toren in Führung, verspielte den komfortablen Vorsprung aber in den letzten 180 Sekunden vor der Pause. Wer weiß, wie das Spiel sonst ausgegangen wäre. „Wir müssen aus diesen Fehlern lernen“, sagte Dominikovic und blickte schon nach vorn: „In der kommenden Saison wollen wir erfolgreicher sein.“

Im Aufstiegsfinale am 6. und 13. Juni kämpft Oppenweiler jetzt gegen den großen Favoriten Eintracht Hagen. Um den Platz anderen Platz in der zweiten Liga streiten parallel aller Voraussicht nach der 1. VfL Potsdam und Empor Rostock, das in Pfullingen mit 32:26 das 27:32 des Hinspiels drehte.