23. Mai 2021 / 14:43 Uhr

Traum von Liga zwei lebt: Vinnhorst gewinnt Hinspiel gegen Oppenweiler

Traum von Liga zwei lebt: Vinnhorst gewinnt Hinspiel gegen Oppenweiler

Uwe Serreck
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Durften sich über einen knappen Sieg gegen den HC Oppenweiler/Backnang freuen: die Handballer des TuS Vinnhorst. 
Durften sich über einen knappen Sieg gegen den HC Oppenweiler/Backnang freuen: die Handballer des TuS Vinnhorst.  © Florian Petrow
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Die Vinnhorster Handballer haben die Tür zur zweiten Liga einen Spalt breit geöffnet. Im Viertelfinalhinspiel der Aufstiegsrunde kämpfte der TuS den HC Oppenweiler/Backnang mit 27:26 (14:13) nieder. Es war ein hektisches Spiel mit vielen strittigen Pfiffen und einem überforderten Kampfgericht. 

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Dreimal war die Partie lange unterbrochen. Weil Zeitstrafen falsch angezeigt wurden und dem Sieger der Südgruppe deshalb einen Wechselfehler unterlief, der die nächste Strafe nach sich zog, gab es zwischen der 38. und der 45. Minute mehr Diskussionen der Schiedsrichter mit dem Gästetrainer als Handball. „Das stört natürlich, weil wir in einem guten Rhythmus waren“, ärgerte sich Dominikovic.

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Sieben Minuten gab es keinen Treffer und Oppenweiler ging mit einem 4:0-Lauf erstmals 23:22 (52.) in Führung. Doch Vinnhorst kämpfte. Nach Kempaanspiel von Maurice Lungela holte der starke Tim Otto (sechs Tore) mit dem Traumtor zum 25:24 (55.) die Führung zurück die Florian Freitag und Maurice Dräger auf 27:24 (58.) erhöhten. Obwohl dieser Vorsprung bis zum Abpfiff wieder schmolz, war der Trainer zufrieden: „Ich muss meinen Jungs gratulieren, sie haben 60 Minuten alles reingehauen.“

Bilder vom Hinspiel der Aufstiegsrunde zur 2. Handball-Bundesliga zwischen dem TuS Vinnhorst und dem HC Oppenweiler/Backnang

Die Bilder zum Aufstiegs-Hinspiel zwischen dem TuS Vinnhorst und dem HC Oppenweiler/Backnang. Zur Galerie
Die Bilder zum Aufstiegs-Hinspiel zwischen dem TuS Vinnhorst und dem HC Oppenweiler/Backnang. ©

Mustafa Wendland fällt kurzfristig aus

Der Abend begann mit einem Schock. Beim Aufwärmen zwickte den zuletzt bärenstarken Mustafa Wendland die Leiste und er musste auf der Tribüne Platz nehmen. Für ihn rückte Colin Räbiger zwischen die Pfosten. Ein Glücksgriff. Der 2,06-Meter-Hüne kam auf überragende 16 Paraden und entschärfte gleich die ersten beiden klaren Chancen. In der 6. Minute traf Hendrik Pollex endlich zur erlösenden Führung und nur 14 Sekunden legte Finn Back im Gegenstoß nach.

Vinnhorst war heiß und im Gegensatz zur Klatsche in Potsdam stimmte die Rückwärtsbewegung, so dass die Schwaben nicht in ihr gefürchtetes Tempospiel kamen. Erneut Pollex erhöhte auf 7:3 (14.) und Gästetrainer Matthias Heineke nahm die erste Auszeit. Dennoch erhöhte Matheus Costa Dias auf 9:4 (16.). Trotz des Vorsprungs wurden die Vinnhorster hektisch. Nach einer fragwürdigen Zeitstrafe gegen Ruben Sousa ging Dominikovic aus dem Sattel und kassierte eine weitere Strafe gegen die Bank.

Hauchdünnes Polster fürs Rückspiel

Eine der vielen kleinlichen Entscheidungen der wenig souveränen Schiedsrichter, die in einem fairen Spiel jeweils acht Zeitstrafen gaben. „Dadurch war wenig Spielfluss da. Das kam uns nicht entgegen“, sagte Heineke. Trotzdem war Oppenweiler bei 8:9 (20.) dran. Ob es am Ausfall der Anzeigetafel und der ersten Unterbrechung lag? Die Partie wurde zum Abnutzungskampf und der TuS hatte Glück, dass Florian Freitag die 14:13-Pausenführung rettete.

In der Kabine fand Dominikovic die richtigen Worte, denn Sousa, Otto und Nils Eichenberger ließen drei schnelle Tore zum 17:15 (34.) folgen. In der Folge nutzten die Vinnhorster aber viel zu schlecht ihre Überzahlchancen. So reichte es nur zu einem hauchdünnen Polster für das Rückspiel am kommenden Samstag. Der Trainer war nach dem Abpfiff trotzdem gelöst: „Wir sind glücklich über den Sieg und brauchen jetzt eine gute Regeneration.“