04. November 2019 / 14:26 Uhr

Unglaubliche Aufholjagd! HSV Hannover erkämpft sich ein 26:26 beim TuS Vinnhorst

Unglaubliche Aufholjagd! HSV Hannover erkämpft sich ein 26:26 beim TuS Vinnhorst

Uwe Serreck
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Jubel auf der einen Seite, Trauer auf der anderen Seite: Die Stimmungslage hätte nach dem Derby zwischen dem TuS Vinnhorst und dem HSV Hannover kaum unterschiedlicher sein können. 
Jubel auf der einen Seite, Trauer auf der anderen Seite: Die Stimmungslage hätte nach dem Derby zwischen dem TuS Vinnhorst und dem HSV Hannover kaum unterschiedlicher sein können.  © Florian Petrow
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Als der TuS Vinnhorst im Derby gegen den HSV Hannover drei Minuten vor Schluss mit 26:21 in Führung ging, glaubte fast keiner mehr an ein Wunder. Doch die Spieler des HSV gaben zu keiner Sekunde auf und kämpften sich tatsächlich zurück in die Partie. Am Ende durfte sich die Mannschaft von Stephan Lux über ein 26:26 freuen.

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Hendrik Benckendorf versetzte die Fans des HSV Hannover im Stadtderby der 3. Liga Nord-Ost beim TuS Vinnhorst zwei Sekunden vor Abpfiff mit seinem Tor zum 26:26 (8:10)-Endstand in Ekstase. Die wich jedoch unmittelbar einer Schockstarre. Sascha Muscheiko hatte den folgenden Mittelanwurf regelwidrig blockiert, und Vinnhorst forderte einen Siebenmeter. Nach bangen Augenblicken entschied das Kampfgericht: Die Zeit war vorher abgelaufen. Die Spieler des HSV tollten durch die Halle, und Trainer Stephan Lux setzte ein breites Grinsen auf: „Glücklich gibt es nicht, nur verdient. Wir nehmen den Punkt, wenn man ihn uns anbietet.“

Bilder zum Handball-Stadtderby der 3. Liga Nord-Ost zwischen dem TuS Vinnhorst und dem HSV Hannover:

Die Vinnhorster Spieler waren nach dem Abpfiff bedient.  Zur Galerie
Die Vinnhorster Spieler waren nach dem Abpfiff bedient.  ©
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Portela hadert mit dem Verwaltungsmodus seiner Mannschaft

Tim Otto verfolgte die finalen Minuten mit versteinertem Blick von der Tribüne. Er hatte in der 23. Minute Rot gesehen, weil er Benckendorf im Gegenstoß völlig unmotiviert abgeräumt hatte. Trotzdem sah der TuS bis zum 26:21 (57.) wie der sichere Sieger aus. „Wir haben das Spiel dann vielleicht abgehakt und Fehler gemacht, die mit unserer Erfahrung nicht passieren dürfen“, sagte Hendrik Pollex.

Zunächst verwarf Milan Mazic seinen dritten Siebenmeter, HSV-Torwart Jonas Lange sorgte mit zwei weiteren Glanzparaden für die Wende. Vinnhorsts Florian Freitag riss dann Philipp Müller den Wurfarm weg und sah ebenfalls Rot. Tobias Mertens nutzte die Überzahl 31 Sekunden vor der Sirene zum 25:26 – der HSV stellte auf eine offene Deckung um. Nils Eichenberger verlor erneut den Ball, der HSV nutzte die unverhoffte Chance. „Das geht so in Ordnung. Anderten war bis zum Ende heiß, und wir haben zu früh auf Verwalten umgeschaltet“, gab TuS-Trainer Nei Cruz Portela zu.

Aus einer kompakten Abwehr mit dem starken Colin Räbiger im Tor dominierte Vinnhorst bis zum 20:14 (46.) das Geschehen. Der HSV fand bis dahin kaum Lösungen und vergab die wenigen freien Chancen geradezu kläglich.

Das sind Hannovers Spitzensportler und -sportlerinnen

<b>Alexej Mikhailov</b> ist 22 Jahre alt und gilt als Deutschlands größtes Talent im Hammerwurf. Der gebürtige Hannoveraner startet für die Leichtathletik-Abteilung von Hannover 96. Mikhailov ist amtierender deutscher Meister der U 23 und gewann 2017 zudem Bronze bei den U23-Europameisterschaften. Zur Galerie
Alexej Mikhailov ist 22 Jahre alt und gilt als Deutschlands größtes Talent im Hammerwurf. Der gebürtige Hannoveraner startet für die Leichtathletik-Abteilung von Hannover 96. Mikhailov ist amtierender deutscher Meister der U 23 und gewann 2017 zudem Bronze bei den U23-Europameisterschaften. ©

Felixson hat Mitleid mit seinem Team

Ein begeisterndes Spiel, aber auch eine 24:27 (15:13)-Niederlage sahen 175 Fans der TSV Burgdorf II gegen den TSV Altenholz. Die TSV führte durch den Treffer von Veit Mävers (sieben Tore) noch mit 22:20 (43.), versemmelte dann jedoch vier Topchancen. „Meine Jungs tun mir echt leid“, sagte Trainer Heidmar Felixson, „aber aus unserer starken Leistung nehmen wir für die nächsten Wochen einiges mit.“

Burgwedel kassierte eine 14:32 (5:18)-Klatsche gegen Spitzenreiter Dessau. „Ein bitteres Ergebnis, das ich so noch nicht hatte“, sagte Spielertrainer Marius Kastening. Bis auf die kurze Phase nach der Pause, als Lennart Koch auf 11:21 (39.) verkürzte, war der Tabellenletzte nicht konkurrenzfähig. „Wir brauchen jetzt dringend Punkte“, sagte Kastening.

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Deutlicher Sieg für TV Hannover-Badenstedt

Die Frauen des TV Hannover-Badenstedt schlugen den VfL Oldenburg II mit 32:18 (17:6). „Trotz unserer Verletzungssorgen hat die Mannschaft sofort Fahrt aufgenommen“, kommentierte Trainer Christian Hungerecker die 5:0-Führung nach acht Minuten. Die Abwehr mit der blendend aufgelegten Hanna Belgardt im Tor sorgte dafür, dass zur Pause alles klar war. Laut Hungerecker warten jetzt zwei harte Trainingswochen, um fit zu sein für das Topspiel am 16. November in Viöl.

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