30. Juni 2020 / 12:58 Uhr

TuS Vinnhorst krempelt um: Nachfolger von Trainer Portela wohl bald gefunden

TuS Vinnhorst krempelt um: Nachfolger von Trainer Portela wohl bald gefunden

Uwe Serreck
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Von der Bank verbannt: Das Vinnhorster Trainergespann Nei Cruz Portela (rechts) und Clife Beyer-Pohl.
Von der Bank verbannt: Das Vinnhorster Trainergespann Nei Cruz Portela (rechts) und Clife Beyer-Pohl. © Uwe Serreck
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Die Corona-Pause ist in drei Wochen schon wieder vorbei, allerdings ist nach wie vor nicht klar, wer die Drittligahandballer von TuS Vinnhorst zum Aufstieg führen soll. Fakt ist: Am 20. Juli starten die Handballer in die Vorbereitung. Zumindest deutet alles darauf hin, dass die Lösung zeitnah präsentiert werden soll. Nach SPORTBUZZER-Informationen könnte Christian Pöhler ein Kandidat sein, Ex-Trainer von HC Elbflorenz.

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Der Vertrag von Trainer Nei Cruz Portela beim TuS Vinnhorst, bisher auch für die sportliche Leitung verantwortlich, läuft am Dienstag aus. Der Brasilianer hatte zwar bereits im März angekündigt, künftig nicht mehr auf der Bank sitzen zu wollen, doch weil der Wunschkandidat, der ehemalige Recken-Coach Christopher Nordmeyer, absagte, steht TuS noch ohne Trainer da.

Eine einmalige Situation, zumal der Klub vom Mittellandkanal hohe Ziele hat und in die 2. Liga will. Hendrik Pollex hat dort einst mit den HF Springe gespielt, das Theater in Vinnhorst ist für den früheren Recken neu: „In Springe habe ich auch viel erlebt, aber das ist schon komisch“, findet der 26-Jährige. Mehr kann er nicht sagen, denn in die Pläne von Martin Weiß ist die Mannschaft nicht eingeweiht. Auch mit Portela, den der ZAG-Gründer im Mai als Geschäftsführer der Vinnhorster Handball GmbH ab­ser­viert hatte, sprach der 71-Jährige zuletzt nicht.

Mit drei Aufstiegen in vier Jahren führte Portela Vinnhorst in die 3. Liga und fühlt sich immer noch für die Mannschaft verantwortlich. Deshalb würde er sogar weitermachen, „wenn ich allein für den sportlichen Bereich verantwortlich wäre“. Zum jetzigen Zeitpunkt kaum vorstellbar, zumal Vinnhorsts Geldgeber im Mai angekündigt hatte, die sportliche Leitung selbst übernehmen zu wollen: „Das ist kein Problem, ich hatte in meinem Beruf mit unterschiedlichsten Menschen zu tun“, so Weiß. Gerüchteweise soll ein Kontakt zu Gerald Oberbeck, dem langjährigen Ma­cher von Eintracht Hildesheim, bestehen. Der dementiert: „Da ist nichts dran. Wir ha­ben nur einmal miteinander gesprochen.“

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"Traurig, wie es gelaufen ist"

Der ehemalige Manager der Recken, Benjamin Chatton, besuchte dagegen kürzlich ein Training. Eine Aufgabe in Vinnhorst schließt er aber aus: „Martin bat mich lediglich um eine Einschätzung zu möglichen neuen Spielern. Und wenn er mich fragt, sage ich gern meine Meinung.“

Die Tatsache, dass die neue Saison infolge der Corona-Pandemie vermutlich erst im Oktober beginnt, spielt Weiß zwar zeitlich in die Karten, aber um eine konkurrenzfähige Mannschaft zusammenzustellen, müssen noch neue Spieler her. Zumal Sebastian Beyer, Tim Kirchmann, David Sauß, Jo­nas Borgmann, Patrick An­ders und Kai Lemke vergangenen Freitag in einer kleinen Feierstunde des Teams verabschiedet wurden. Die noch von Portela begonnenen Verhandlungen mit ei­nem Torhüter, einem Kreisläufer und einem Linksaußen liegen derzeit auf Eis.

Zumindest den neuen Trainer will Weiß kurzfristig vorstellen. Der muss sich dann einen Assistenten mitbringen, denn nach 15 Jahren im Verein muss auch der bisherige Co-Trainer Clife Beyer-Pohl gehen. Er war das Gesicht des Klubs und der Macher hinter den Kulissen. Auch er wurde durch die Hintertür abserviert. „Traurig, wie es gelaufen ist“, sagt der 46-Jährige, „meinen Abschied hätte ich mir anders vorgestellt.“