08. November 2021 / 10:17 Uhr

Bewährungsprobe bestanden: "Rote Wand" pusht Vinnhorst im Topspiel zum Sieg

Bewährungsprobe bestanden: "Rote Wand" pusht Vinnhorst im Topspiel zum Sieg

Uwe Serreck
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Wimmeljubel: Vinnhorster Fans und die erfolgreiche Mannschaft feiern den 30:25-Sieg im Spitzenspiel in Hildesheim gemeinsam.
Wimmeljubel: Vinnhorster Fans und die erfolgreiche Mannschaft feiern den 30:25-Sieg im Spitzenspiel in Hildesheim gemeinsam. © Uwe Serreck
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Der TuS Vinnhorst hat die erste echte Bewährungsprobe in der 3. Liga mit Bravour bestanden. Bei Eintracht Hildesheim feierte die Mannschaft von Davor Dominikovic im Spitzenspiel einen eindrucksvollen 30:25-Auswärtssieg - angetrieben vom Fanklub "Rote Wand".

Die Hildesheimer Arena gehörte am Sonntagabend dem TuS Vinnhorst. Während mehr als 1600 Fans von Eintracht Hildesheim fluchtartig die Halle verließen, feierte die Mannschaft von Davor Dominikovic mit ihrem Fanklub „Rote Wand“ den 30:25-Sieg im Spitzenspiel der 3. Liga. Die Spieler hüpften und tobten wie kleine Kinder, die Vinnhorster Anhänger schrien sich die Kehle aus dem Leib. Torhüter Stefan Hanemann, der in der letzten Viertelstunde sein Tor vernagelte, war aus dem Häuschen: „Mir fehlen die Worte. Absolut geile Fans, die haben uns hammermäßig gepusht.“

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Der TuS hat mit dem Sieg die erste Bewährungsprobe auf dem Weg zum angepeilten Aufstieg in die 2. Bundesliga eindrucksvoll bestanden. Vor allem, als das Spiel im zweiten Durchgang hitzig wurde, gab die Mannschaft die richtige Antwort. Nach einem Schlag ins Gesicht von Tolga Durmaz, er war nach sieben Wochen Verletzungspause das erste Mal wieder dabei, sah der frühere Gummersbacher Marko Matic Rot. Die Eintracht-Fans tobten, zumal es im Gegenzug aus ihrer Sicht „nur“ zwei Minuten gegen Maurice Dräger gab.

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Hildesheim nutzte den fälligen Siebenmeter zum 22:22 (45.), und die Halle wurde endgültig zum Hexenkessel. Der TuS verlor zwar erneut den Ball aber nicht den Kopf. Jakob Bormann spitzelte die Kugel raus und vollendete den Konter zur erneuten Führung. Tim Otto erhöhte auf 24:22, plötzlich war die Vinnhorster „Rote Wand“ obenauf.

An Hanemann gab es jetzt kein Vorbeikommen mehr, und als erneut Otto – mit sechs Toren bester Schütze – zum 27:23 traf, war die Partie entschieden. Das Hildesheimer Publikum machte nochmal Druck, doch nach dem 29. Treffer von Fynn Wiebe begann die Party, sogar der Trainer war nach dem Abpfiff mittendrin. „Eine tolle Leistung der Mannschaft, wenn man unsere Probleme in den letzten Wochen sieht“, sagte Dominikovic.

In Unterzahl bekommt der TuS Oberwasser

Das Spitzenspiel hatte zäh begonnen. „Unsere Außen und Yannick Müßner in der Mitte haben einen super Job gemacht“, schwärmte der Vinnhorster Coach. Dennoch liefen die Gäste bis zum 7:8 (15.) einem Rückstand hinterher. Ausgerechnet in der ersten Unterzahl bekam das Team Oberwasser und kippte das Spiel mit einem 5:0-Lauf. Dann konterte Hildesheim mit fünf Treffern in Folge. Nur den Paraden Hanemanns war es zu verdanken, dass es mit 13:13 in die Pause ging.

Die Vinnhorster erwischten einen Blitzstart in Durchgang zwei. Die Gäste verteidigten ihren Vorsprung und entführten verdient die Punkte. „Wenn alle zusammen kämpfen, ist so etwas möglich“, freute sich Hanemann.