21. September 2018 / 14:43 Uhr

TuSG Ritterhude: Dario Cordes gehört nicht mehr dem Kader an

TuSG Ritterhude: Dario Cordes gehört nicht mehr dem Kader an

Karsten Hollmann
Weser-Kurier
TuSG Ritterhude -> Blumenthaler SV: Dario Cordes (weiß) spielte bereits in der Jugend für Blumenthal und wechselt nun von Ritterhude an den Burgwall zurück.
Dario Cordes (re) wird nicht mehr für die TuSG Ritterhude auflaufen. © Björn Hake
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Der Landesligist zieht vor dem Heimspiel gegen den TuS Harsefeld erste personelle Konsequenzen

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Bei der TuSG Ritterhude herrscht vor dem Heimspiel in der Fußball-Landesliga am Sonnabend um 16 Uhr gegen den TuS Harsefeld dicke Luft. TuSG-Coach Julian Geils stellt sich ganz grundsätzliche Fragen. So könne er zum Beispiel nicht verstehen, warum gleich 13 Akteure in der Vorbereitung auf die neue Saison in den Urlaub gefahren sind: „So kann man mit unseren Mitteln keinen Landesliga-Fußball bestreiten.“

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Der Auftritt bei der 2:7-Schlappe beim Aufsteiger TSV Gellersen sei derart erschreckend gewesen, dass er nicht das Gefühl habe, seine Formation wolle leistungsorientierten Fußball spielen. Seine Mannschaft sei auch nicht als Team aufgetreten. „Es ist einfach respektlos gegenüber dem Trainerteam nach Ballverlusten mit den Händen in den Hüften zuzusehen, was passiert“, so der Übungsleiter. Das Schlusslicht zog nun auch schon eine erste Konsequenz. Der Verein trennte sich mit sofortiger Wirkung von Defensivspezialist Dario Cordes. „Das ist eine harte Entscheidung. Aber es gibt einfach Dinge, die so nicht zu akzeptieren sind“, erklärt Julian Geils. Nähere Einzelheiten wollte er in diesem Zusammenhang nicht nennen. „Dario war im vergangenen Winter mein absoluter Wunschspieler. Ich habe mich auch sehr bemüht, ihn zu uns zu holen“, sagt Geils. Aber auch wenn Cordes immer beim Training gewesen sei, habe sich das Trainerteam zu dieser strikten Maßnahme entschlossen.

Und nun empfangen die Ritterhuder auch noch mit dem Zweiten TuS Harsefeld einen Titelaspiranten. Besonders aufpassen müssen die Gastgeber auf Pascal Schawaller. Dieser führt mit fünf Treffern gemeinsam mit Moussa Doumbouya vom MTV Eintracht Celle und Andreas Demir vom TSV Gellersen die Torjägerliste der Liga an. Demir hatte sich gerade mit seinen drei Treffern gegen Ritterhude an die Spitze geballert. Die Harsefelder unterlagen in dieser Saison nur dem TV Meckelfeld mit 1:2. Alle anderen Partien entschieden sie zu ihren Gunsten. „Ich glaube, dass die Harsefelder den TV Meckelfeld auch ein wenig unterschätzt haben“, vermutet Julian Geils. Dieser hätte sicherlich nichts dagegen, wenn dem Zweiten dies nun auch auf dem Jahnsportplatz so gehen würde. „Die Harsefelder werden nach unserer deutlichen Niederlage in Gellersen denken, dass wir am Boden liegen. Wir müssen nun zeigen, dass dies nicht der Fall ist“, sagt Geils.

Der 35-Jährige hat höchsten Respekt vor dem Kontrahenten: „Harsefeld besitzt eine sehr erfahrene und ausgebuffte Mannschaft, die genau weiß, was zu tun ist. Vor allem die Standards sind richtig gut.“ Im Gegensatz zur vergangenen Spielzeit seien die Kicker aus dem Kreis Stade in dieser Serie auch richtig gut drauf. „In der vergangenen Saison haben wohl viele Spieler nach der Vizemeisterschaft gedacht, es geht schon von alleine alles so weiter. Hinzu kamen viele langfristige Ausfälle von Leistungsträgern“, teilt Julian Geils mit.


Geils darf sich auf ein Wiedersehen mit seinem früheren Weggefährten beim SV Blau-Weiß Bornreihe, Henry Sung, freuen. Ritterhudes Merten Hellmann hat für seine Notbremse in Gellersen eine Sperre von einer Woche erhalten. Auch Paul Ahkere Ihongbe fehlt noch rotgesperrt. Zudem sind Phil Knauth, Niklas Lehmkuhl und Torhüter Timm Korge verhindert. Der Einsatz von Jan-Luca Gehrmann, der in Gellersen nach seiner Einwechslung umknickte, ist zudem mit einem Fragezeichen zu versehen. „Meine Jungs müssen eine Reaktion und wieder 100 Prozent zeigen“, fordert Julian Geils. Er scheue auch vor einer personellen Rotation nicht zurück: „Es gibt keine Vorschusslorbeeren mehr. Nur wer sich im Training aufdrängt, der spielt auch.“