24. März 2019 / 17:09 Uhr

TuSG Ritterhude fehlt die letzte Entschlossenheit

TuSG Ritterhude fehlt die letzte Entschlossenheit

Jan-Henrik Gantzkow
Weser-Kurier
Fehlender Kampfgeist war den Ritterhudern gegen Gellersen nicht vorzuwerfen. In dieser Szene klärte Julian Deppe (Mitte).
Fehlender Kampfgeist war den Ritterhudern gegen Gellersen nicht vorzuwerfen. In dieser Szene klärte Julian Deppe (Mitte). © Christian Kosak
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Landesliga-Schlusslicht muss sich auch dem TSV Gellersen beugen - 0:3

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Die TuSG Ritterhude wartet in der Landesliga Lüneburg weiterhin vergeblich auf ein Erfolgserlebnis. Auch das Heimspiel gegen den TSV Gellersen verlor das abgeschlagene Tabellenschlusslicht nach einer durchwachsenen Leistung letztlich mit 0:3. Einmal mehr waren es dabei die altbekannten Probleme, die zur neuerlichen Pleite führten.

„Wieder einmal hat uns die letzte Entschlossenheit gefehlt, und wieder haben wir uns in entscheidenden Situationen individuelle Fehler geleistet. Von daher geht der Sieg für Gellersen schon in Ordnung, allerdings ist er zu hoch ausgefallen“, monierte Ritterhudes Co-Trainer Bastian Haskamp, der den gesundheitlich angeschlagenen Torsten Just an der Seitenlinie vertrat.

Und mit dieser Einschätzung traf er den Nagel auf den Kopf. Denn die Gäste aus dem Landkreis Lüneburg erschienen am Sonnabend keineswegs übermächtig, den Gastgebern fehlte es schlicht und ergreifend an Ideen und Durchschlagskraft im Offensivspiel. Dabei fanden die Ritterhuder eigentlich gut in die Partie und zeigten sich in der Anfangsphase hochmotiviert. Nach einem Freistoß von Patrick Brouwer kam Merten Hellmann aber nicht mehr richtig an den Ball (5.), fünf Minuten später war der eifrige aber oft glücklose Maik Tiganj zu überrascht, als ein abgefälschter Ball in aussichtsreicher Position vor seinen Füßen landete.

Überraschende Gästeführung

Auf der anderen Seite war es dann wie so oft in dieser Spielzeit ein unnötiger Fehler, der die zu diesem Zeitpunkt völlig überraschende Gästeführung ermöglichte. Der ansonsten sehr aufmerksame Merten Hellmann erlaubte sich einen bösen Fehlpass, über zwei Stationen landete der Ball bei Haris Brkic, der den Ball schließlich aus spitzem Winkel in die Maschen knallte (13.).

Dieser Treffer gab dem Spiel der Gäste mehr Sicherheit, den Ritterhudern fehlte hingegen oftmals die Genauigkeit im Passspiel. Zumeist sprangen auf diese Weise nur Halbchancen und Standards heraus, bei zwei gefährlichen Abschlüssen von Jan Luca Grove und Niklas Kutz bekamen die Gäste zudem in höchster Not noch einen Fuß in die Schussbahn.

„Da fehlt dann auch ein wenig das Glück“, ärgerte sich Bastian Haskamp. Glück hatten die Gastgeber aber ihrerseits auch, denn Gellersen kam nach schnellen Konterangriffen noch zu zwei hochkarätigen Gelegenheiten. Haris Brkic zielte dabei knapp vorbei (35.), während Jasper Günther den Ball vier Minuten danach überastet in die Wolken schoss. Ansonsten war das Duell von vielen Zweikämpfen und Fouls geprägt – fehlendes Engagement konnte man den beiden Teams wahrlich nicht vorwerfen.

Auch nach dem Seitenwechsel dominierten Kampf und Einsatz, fußballerische Höhepunkte waren hingegen Mangelware im Jahnstadion.Die erste Großchance hatten dann erneut die Gäste, Keeper Meik Jeschin parierte aber einen Schuss von Andreas Demir glänzend, Merten Hellmann kratzte die Kugel im Anschluss von der Linie (54.). Auf der anderen Seite dauerte es bis zur 65. Minute, ehe mal wieder Gefahr aufkam. Tobias Böttcher zirkelte den Ball von der Strafraumkante jedoch knapp über das Gehäuse.

In der Folge drängten dann aber die Gäste auf die Vorentscheidung – und sollten dafür auch belohnt werden. Zunächst wurde ein Tor wegen einer Abseitsstellung noch annulliert (70), kurz darauf war es doch so weit. Und wieder halfen die Hammestädter kräftig mit: Jan-Luca Gehrmann hätte nach einer Ecke längst klären können, zögerte aber zu lange und trat seinen Gegenspieler beim Rettungsversuch von den Beinen. Den fälligen Strafstoß verwandelte Marcel Wulf in der 73. Minute sicher. Damit war die Partie zwar gelaufen, hängen ließen sich die Ritterhuder Hausherren aber trotzdem nicht. Auch nicht, nachdem Andreas Demir nach einem langen Ball per Heber zum 3:0 für Gellersen traf (83.). Da Hellmann am Tor vorbeiköpfte und Calvin Vrampes Seitfallzieher über die Latte flog, wurde die anhaltende Einsatzfreude des Tabellenletzten nicht einmal mit einem Ehrentreffer belohnt.

„Der Einsatz hat gestimmt, da kann man den Jungs nichts vorwerfen. Aber wenn du unten drin stehst, dann musst du das Glück noch mehr erzwingen“, bilanzierte Bastian Haskamp.

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