02. Februar 2018 / 14:13 Uhr

TuSG Ritterhude: Härtetest beim Blumenthaler SV

TuSG Ritterhude: Härtetest beim Blumenthaler SV

Thomas Müller
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Szene aus dem Testspiel zwischen Blumenthal und Ritterhude im Sommer. © Christian Kosak
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Wie schon im Sommer tritt der Landesligist am Burgwall auf Kunstrasen an - doch viele Spieler klagen schon jetzt über Probleme auf dem ungewohnten Geläuf

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Als „echten Härtetest“ apostrophiert Trainer Julian Geils das kommende Testspiel seiner TuSG Ritterhude am Sonntag, 11 Uhr, beim Fußball-Bremen-Ligisten Blumenthaler SV. Die Partie im Bremer Norden auf Kunstrasen ist dem Coach des Lüneburger Landesligisten auch deshalb so wichtig, weil eine Woche später das erste Punktspiel der Frühjahrsrunde gegen den TuS Harsefeld ansteht. Ob jene Partie am Sonntag, 11. Februar, 15 Uhr, dann tatsächlich stattfindet? Ungewiss. Gegenwärtig sind die Ritterhuder Plätze jedenfalls gesperrt. Wobei: In vielleicht gar nicht so weiter Zukunft könnte die Lage in der Hamme-Gemeinde mit einem eigenen Kunstrasen ganz anders aussehen (siehe auch unten stehenden Text „Planungskosten im Haushalt 2018 eingestellt“).

Die Begegnung in Blumenthal auf dem Burgwall-Kunstrasen dürfte aber nicht gefährdet sein. Und den Ritterhudern ist im Übrigen auch ein solcher Spieluntergrund durchaus vertraut: Sie haben in den vergangenen Wochen schon mehrfach – allerdings bei einem anderen Bremer Verein – auf Kunstrasen trainiert und zuletzt beim OSC Bremerhaven ein Testspiel (1:1) absolviert. In jener Partie war bekanntlich Ritterhudes Marcel Meyer als Schiedsrichter im Einsatz, weil der angesetzte Referee nicht erschienen war. Meyer sollte eigentlich wegen Rückenproblemen geschont werden.

Wie es weiter aus Kreisen der Ritterhuder Mannschaft hieß, sei der quirlige TuSG-Angreifer (neun Saisontore) nicht der einzige im Team, der mit derartigen Beschwerden zu tun hat. Es war da schon davon die Rede, dass das mit dem gehäuften Auftreten auf Kunstrasen zu tun haben könnte. TuSG-Trainer Julian Geils mag diesen Zusammenhang nicht gänzlich ausschließen, sieht das aber nicht als ursächlich an. Erst kürzlich hatte er in einem Interview mit dieser Zeitung erklärt, dass die Bewegung auf Kunstrasen eine höhere Belastung für Rücken und Gelenke der Akteure darstellen könne. „Aber Nicolai Lehbrink hatte auch vorher schon Rückenprobleme“, wendet Geils ein, „und Lennart Zöller hat die letzten Wochen ja gar nicht trainiert.“ Im Übrigen, so der Ritterhuder Trainer und hauptberufliche Physiotherapeut weiter, sei eben jeder Platz anders zu bespielen – wie bei Rasenflächen auch. „Es kommt auf die Qualität an. Auf die Dämpfung des Belags und welches Granulat verwendet wurde“, erklärt Geils, „so wie es ja auch bei Rasenplätzen Unterschiede gibt.“ Doch zurück zum Freundschaftsspiel am Sonntag in Blumenthal. Schon im Juli des vergangenen Jahres hatte sich Julian Geils den Bremen-Ligisten – damals noch unter Trainer Peter Moussalli – als spielstarken Gegner vor dem Saisonstart in die Landesliga ganz bewusst ausgesucht. Der Blumenthaler SV wurde seiner Favoritenrolle übrigens vollauf gerecht, gewann mit 3:0 trotz eines im Gegensatz zum Gegner dünnen Kaders. In diesem Winter hatte Julian Geils schon frühzeitig beim neuen Blumenthaler Coach Malte Jaskosch wegen einer Testpartie angefragt und die Zusage bekommen.

Anders als bei den ersten Testspielen in diesem Jahr wird Julian Geils am Sonntag nicht mehr so munter durchwechseln. Das Personal hat er ja, um ganz unterschiedlich bestückte Mannschaften je eine Halbzeit spielen zu lassen. Er müsse jetzt nur für sich entscheiden, wem er am ehesten eine Pause gönnen will. Einige Ausfälle sind bei den Ritterhudern freilich auch zu vermelden. So fällt Lennart Zöller weiterhin aus. Andre Grundmann und Denis Mukolla sind angeschlagen, ihre Einsätze sind mit Fragezeichen zu versehen. Marco Grahl (privat verhindert) und Merten Hellmann (Urlaub) sind gar nicht dabei. Möglicherweise wird auch am Sonnabend kommender Woche noch ein Ritterhuder Testspiel stattfinden. Sollte die Landesliga-Begegnung am 11. Februar in Ritterhude abgesagt werden müssen, hat Übungsleiter Julian Geils vorsorglich tags zuvor um 15 Uhr eine Partie bei der BTS Neustadt aus der Bremen-Liga vereinbart.

Planungskosten im Haushalt 2018 eingestellt

„Ich hoffe doch sehr, dass es 2019 losgeht“, sagt Julian Geils, Trainer des Fußball-Landesligisten TuSG Ritterhude. Gemeint ist der Baubeginn des Kunstrasenplatzes auf dem Areal Moormannskamp. Von politischer Seite her dürfte alles klar sein, das Projekt – das erste seiner Art im Landkreis Osterholz – ist so gewollt, weil die jetzige Anlage ohnehin schon „restlos überspielt“ (Bürgermeisterin Susanne Geils) ist. Auf jeden Fall haben der Ausschuss für Bildung, Jugend und Sport sowie der Finanzausschuss grünes Licht gegeben. Für das Vorhaben rechnet die Gemeinde Ritterhude mit Kosten von rund 726 000 Euro. Eine so hohe Summe kann die Kommune natürlich nicht alleine stemmen. Aber es stehen EU-Fördermittel aus dem Fördertopf „Zile“ des sogenannten Leader-Projekts in Aussicht, sodass für die Gemeinde ein Finanzierungseigenanteil von 342 000 Euro verbleibt. Für das Jahr 2018 sind vorerst nur die Planungskosten in Höhe von 95 200 Euro in den Haushalt eingestellt worden. 2019 kämen die restlichen 247 000 Euro zum Tragen.

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