31. August 2018 / 14:20 Uhr

TuSG Ritterhude: In der Ruhe liegt die Kraft

TuSG Ritterhude: In der Ruhe liegt die Kraft

Jan-Henrik Gantzkow
Weser-Kurier
Eine der wenigen Positivüberraschungen bei der TuSG Ritterhude: Paul Ihongbe.
Eine der wenigen Positivüberraschungen bei der TuSG Ritterhude: Paul Ihongbe. © Tobias Dohr
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Landesligist fordert den starken MTV Treubund Lüneburg heraus – und will endlich den ersten Sieg

 Erst einen Punkt haben die Landesligakicker der TuSG Ritterhude nach drei Partien auf dem Konto und grüßen vor dem Heimspiel gegen den MTV Treubund Lüneburg am Sonnabend (16 Uhr) vom Tabellenende. Das gefällt zwar auch TuSG-Trainer Geils nicht, dennoch behält er wie gewohnt die Ruhe – selbst mit Blick auf die anstehenden Herkulesaufgaben gegen den amtierenden Vizemeister aus Lüneburg und den aktuellen Tabellenführer Rotenburg.

„Natürlich kommen jetzt zwei schwere Spiele. Wir haben aber beide Teams im letzten Jahr schon schlagen können und selbst wenn wir dieses Mal beide Spiele verlieren, rede ich nicht vom Weltuntergang. Wirklich aussagekräftig ist die Tabelle ohnehin erst nach dem zehnten Spieltag“, weiß der erfahrene Ritterhuder Erfolgstrainer. Und trotz der bisher mauen Punkteausbeute habe der Saisonstart ja auch positive Erkenntnisse mit sich gebracht. So zeigten die Neuzugänge Paul Ihongbe und Patrick Brouwer schon ihr Potential, Janluca Grove und Tobias Böttcher entwickeln sich ebenfalls positiv und auch der zum Innenverteidiger umgeschulte Dario Cordes macht seine Sache mehr als ordentlich.

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„Auch Torwart Nick Rode oder Jan-Luca Gehrmann, der letztes Jahr noch Kreisliga gespielt hat, konnten schon überzeugen“, erklärt ein optimistischer Geils. Dass dennoch erst ein Zähler auf der Habenseite steht, liegt vor allem an der "fehlenden Torgeilheit", die er sich von seinem gesamten Team wünschen würde: „Mir fehlt da die letzte Überzeugung. Bei der Pleite in Emmendorf sind wir zuletzt in einigen Situationen nicht entschlossen genug nachgerückt, dann kann man im letzten Drittel auch nicht gefährlich werden. Alle Spieler müssen
ein Tor machen wollen und das auch zeigen“, fordert er.

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Und auch in der Defensive müsse noch konsequenter gearbeitet werden, um endlich zum ersten Sieg zu kommen. Gerade wenn dieser tatsächlich an diesem Wochenende gegen den Titelaspiranten aus Lüneburg eingefahren werden soll. Der hat den Saisonstart mit nur einem Sieg aus drei Spielen zwar verpatzt und der langzeitverletzte Toptorjäger Tim Franke wird bei den Lüneburgern schmerzlich vermisst, dennoch weiß man in Ritterhude um die enormen Qualitäten des Gegners: „Vielleicht fehlen durch den Ausfall von Franke im Angriffsdrittel noch die Automatismen, dennoch ist das eine Spitzenmannschaft. Sie sind auf jeder Position mit guten Fußballern besetzt und extrem spielstark“, warnt Geils.

Bei allem Respekt sieht er aber auch eine Chance für sein Team: „Sie wollen aufsteigen und stehen jetzt schon ein bisschen unter Druck. Es ist auf jeden Fall nicht der schlechteste Zeitpunkt, um auf sie zu treffen“. Allerdings wird mit dem privat verhinderten Kapitän Niklas Kutz ein ganz wichtiger Spieler fehlen, Luca Apmann fällt ebenfalls aus. Dafür hat Abwehrchef Merten Hellmann grünes Licht für sein Comeback gegeben.