23. November 2018 / 17:45 Uhr

TuSG Ritterhude: Spiel eins nach Julian Geils

TuSG Ritterhude: Spiel eins nach Julian Geils

Karsten Hollmann
Weser-Kurier
Fußball Landersliga Lüneburg, TuSG Ritterhude - SV Teutonia Uelzen, Co-Trainer Bastian Haskamp
Bisher Co-Trainer in Ritterhude, ist Bastian Haskampf seit dieser Woche hauptverantwortlich bei der TuSG im Dienst. © Sandra Brockmann
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Die TuSG Ritterhude empfängt unter Interimstrainer Bastian Haskamp am Sonntag Drochtersen/Assel II

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„Das war schon ein komisches Gefühl“, beschreibt der Interimscoach der TuSG Ritterhude, Bastian Haskamp, das erste von ihm selbst geleitete Training nach dem Rücktritt von Julian Geils. Bis dahin hatte der 35-Jährige den Cheftrainer nur mal vertreten, wenn der nicht da war. Auf die erste eigenverantwortlich geführte Trainingswoche folgt am Sonntag um 15 Uhr das Heimspiel in der Fußball-Landesliga gegen die SV Drochtersen/Assel II.

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„Da war kein Gemecker im Training“, teilt Haskamp mit. Von Friede, Freude, Eierkuchen wolle er aber nichts wissen. „Ich habe den Jungs gesagt, dass es so nicht weitergeht. Sie müssen mit Konsequenzen rechnen, wenn sich die Einstellung nicht ändert“, so der Sohn des früheren Übungsleiters des SV Blau-Weiß Bornreihe, Martin Haskamp. Dieser habe seine Trainer-Laufbahn bereits endgültig beendet. „Ich habe lange unter meinem Vater beim TSV Lesum-Burgdamm gespielt. Da war die Situation nicht anders als bei uns jetzt“, verrät Bastian Haskamp. Er sei aber weit davon entfernt, eine ganze Generation an jungen Kickern zu verdammen: „Die meisten unserer jungen Spieler haben die richtige Einstellung, nur ein paar eben nicht. Das wirkt sich aber eben leider auf die anderen aus.“

Im Dienstag-Training begrüßte Haskamp immerhin 15 Akteure. Die noch fehlenden Balltreter seien überwiegend Opfer der Grippe- und Erkältungswelle gewesen. Definitiv fällt bei den Gastgebern aber nur Jan-Luca Grove (Lungenentzündung) aus. Wenn das Schlusslicht in dieser Saison noch einmal ernsthaft in den Kampf um den Klassenerhalt eingreifen möchte, müsste es gegen Drochtersen natürlich gewinnen. Mit einem Erfolg könnten die Ritterhuder den Abstand auf das rettende Ufer auf zehn Zähler verkürzen und gleichzeitig die Regionalliga-Reserve aus Drochtersen in den Abstiegskampf verwickeln.

„Wir haben mit fast jedem Gegner eine Rechnung offen“, läutet Haskamp die Rückrunde ein. Im Hinspiel gab es ein 0:2. „Da waren wir nicht so ganz da und haben es zu gemütlich angehen lassen“, sagt Haskamp. Wie bereits im ersten Aufeinandertreffen müsse sein Team wieder damit rechnen, dass Spieler aus der ersten SV-Formation eingesetzt werden. Für Bastian Haskamp habe sich die Frage, zusammen mit Julian Geils zurückzutreten, gar nicht erst gestellt: „Dafür bin ich einfach zu glücklich in der Mannschaft. Ich sehe auch, was der Verein für das Team tut.“ Anders als Julian Geils, mit dem er bereits zusammen in der Jugend bei LTS Bremerhaven und in der Bremer Landesauswahl kickte, sei er auch nicht ausgebrannt. Eine Dauerlösung als hauptverantwortlicher Coach wolle er indes nicht sein: „Dafür bin ich zu nah an der Mannschaft dran. Diese braucht einen Impuls von außen.“ Er trainiere eine sehr spielstarke Mannschaft, die nun aber auch eine andere Einstellung an den Tag legen müsse: „Ansonsten wird es ganz schwer in dieser Liga.“