13. September 2021 / 12:42 Uhr

Doppelter Elfer-Frust: Schliekum muss sich gegen Einum mit Punkt begnügen

Doppelter Elfer-Frust: Schliekum muss sich gegen Einum mit Punkt begnügen

Jens Niggemeyer
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Schliekums Roberto Cid Valdes scheitert vom Punkt aus an Einums Dustin Sauermann.
Schliekums Roberto Cid Valdes scheitert vom Punkt aus an Einums Dustin Sauermann. © deisterpics/Stefan Zwing
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Im Prinzip ist Ayhan Piril mit der Leistung seiner Mannschaft im Heimspiel gegen Einum "voll zufrieden" gewesen. Aber der Trainer der TuSpo Schliekum schob nach dem 1:1 doppelten Elfer-Frust. Erst gab es einen seiner Meinung nach unberechtigten Strafstoß gegen sein Team, dann verschoss Roberto Cid Valdes.

Auch wenn Ayhan Piril seiner Mannschaft im Spitzenspiel gegen den SV Einum eine Leistung attestierte, mit der er „voll zufrieden“ gewesen sei, trauerte der Coach des Bezirksligisten TuSpo Schliekum dann doch zwei verlorenen Punkten nach. „Es war von beiden Seiten ein gutes Spiel, bei dem wir am Ende etwas mehr und etwas bessere Chancen hatten.“

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Piril kritisierte zum einen die Fahrlässigkeit seiner Spieler beim Umgang mit den eigenen Chancen, aber auch der Referee bekam einen Rüffel: „Der Elfmeterpfiff, der zum 1:1 für Einum führt, war ein absoluter Witz. Selbst der Gegner hat da nichts gesehen. Mit dieser Fehlentscheidung greift der Schiri direkt ins Spiel ein – und das in einer Phase, in der von Einumer Seite nichts kam.“

Bilder vom Spiel der Bezirksliga 8 zwischen der TuSpo Schliekum und dem SV Einum

Schliekums Batuhan Kavakli kämpft am Boden gegen Einums Dustin Sonnefeld um den Ball. Zur Galerie
Schliekums Batuhan Kavakli kämpft am Boden gegen Einums Dustin Sonnefeld um den Ball. ©

Vor der Partie gab es für den TuSpo-Trainer erst einmal ein paar Nackenschläge zu verdauen: Mit Ibo Houban, Dominic Wolter und Agron Luma musste er kurzfristig drei Stammkräfte ersetzen. „Da war ich zum Umdisponieren gezwungen. Eigentlich wollten wir sehr früh attackieren, aufgrund der Umstellungen habe ich mich dann entschlossen, das wir erst mal gucken, was der Gegner so anbietet.“

Folgerichtig kamen die Einumer auch ganz ordentlich ins Spiel und verbuchten auch drei gute Chancen, darunter zwei Pfostentreffer. „Das waren aber keine herausgespielten Möglichkeiten, sondern Schüsse aus dem Gewühl. Außerdem hatten wir auch unsere Chancen“, betont Piril – unter anderem sei Aycan Alpagut zweimal allein auf den Keeper zugelaufen, habe den Ball aber nicht im Tor untergebracht. In der zweiten Hälfte der ersten 45 Minuten waren dann die Schliekumer am Drücker und nutzten durch Robert Cid Valdes eine ihrer Möglichkeiten zur Führung (29.).

"Wirklich gar nichts Regelwidriges passiert"

Auch in der zweiten Halbzeit blieben die Gastgeber Chef im Ring, sie versäumten es jedoch, das zweite Tor nachzulegen. Nach knapp einer Stunde folgte dann der „Aufreger“: Der Unparteiische wollte ein Foul an einem Einumer gesehen haben – zum Entsetzen der Schliekumer.

Piril schildert die Szene so: „Der Spieler lässt sich in unseren Mann reinfallen, dann rennt der Schiri zum Linienrichter, der ihm sagt, dass sich die Szene ohnehin außerhalb der Strafraumes abgespielt habe. Doch der Schiri verlegt das Geschehen doch wieder in den Sechzehner. Und das alles, obwohl hier wirklich gar nichts Regelwidriges passiert ist.“ Pascal Grist war’s egal – er verwandelte den Elfmeter zum 1:1 (60.).


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In der Folge drückten die Schliekumer mit Wucht auf den zweiten Treffer. „Die zweite Hälfte ging ganz klar an uns.“ Doch die Gastgeber vergaben beste Chancen. Nachdem der eingewechselte Cihat Ökdem unfair von den Beinen geholt worden war, scheiterte Cid Valdes per Strafstoß am starken SVE-Keeper Dustin Sauermann (75.), wenig später reagierte der Gästetorwart auch bei Großchancen von Nico Borgwardt und Batuhan Kavakli glänzend.

Die Einumer ihrerseits kamen zwar nicht mehr gefährlich in den Strafraum der Hausherren, sie setzten aber zwei Distanzschüsse auf die Latte des Schliekumer Gehäuses. „Unterm Strich war das gegen einen starken, unangenehmen Gegner ein echt guter Auftritt, aber die Jungs haben vergessen, sich zu belohnen“, bilanzierte Piril.