28. Dezember 2021 / 16:02 Uhr

Bei TuSpo-Spielern testen: Schliekumer Omeirat und Beyat eröffnen Zentren

Bei TuSpo-Spielern testen: Schliekumer Omeirat und Beyat eröffnen Zentren

David Lidón
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die Schliekumer Omar Omeirat (unten, gegen Koldingens Marvin Ische) und Ugur Beyat (eingeklinkt) bieten Corona-Testzentren an.
Die Schliekumer Omar Omeirat (unten, gegen Koldingens Marvin Ische) und Ugur Beyat (eingeklinkt) bieten Corona-Testzentren an. © Dennis Michelmann
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Da soll noch wer sagen, die Fußballer der TuSpo Schliekum seien alles nur Individualisten. Mit Omar Omeirat und Ugur Beyat haben gleich zwei Kicker des Bezirksligisten Corona-Testzentren eröffnet, um der Allgemeinheit zu helfen.

Gern hätten sich die Kicker der TuSpo Schliekum in der Winterpause damit befasst, wie groß ihre Chance in der Aufstiegsrunde zur Landesliga ist. Rang vier in der Vorrunde der Bezirksliga 8 bedeutet jedoch: Ab März 2022 in der Abstiegsrunde bloß nicht in den Kreis abrutschen.

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Eine bessere Idee, die spielfreie Zeit zu nutzen, hatten die TuSpo-Spieler Omar Omeirat und Ugur Beyat: Sie haben kürzlich Corona-Testzentren eröffnet, um ihren Mitmenschen das Leben etwas einfacher zu machen.

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Abwehrrecke Omeirat, der eigentlich aus der IT-Branche kommt, betreibt in Sarstedt gegenüber vom Rathaus ein Testzentrum, während Torwart Beyat in Sarstedt am Bahnhof sowie in einem Drive-in-Zentrum in Hildesheim Möglichkeiten zum Testen zur Verfügung stellt. „Ich betreibe seit zwei Jahren einen Pflegedienst, in dem ich pro Schicht 120 Angestellte testen muss“, sagt der Keeper. „Die Testzentren sind für mich jetzt keine Riesenherausforderung, ich bin ja vom Fach.“


Sein Teamkollege Omeirat hatte über seine Familie, die in Erfurt Testzentren betreibt, zwar gewisse Erfahrungswerte vorzuweisen, fing in Sarstedt aber erst mal klein an. „Durch Werbung haben wir mittlerweile schon viele Menschen erreicht“, sagt er. Sein 100 Quadratmeter großes Zentrum könne mit einer Rampe mit Geländer am Eingang punkten, die nicht nur behindertenfreundlich ist, sondern auch Eltern mit Kinderwagen den Zutritt erleichtere.

Unterschiedliche Zielgruppen

Einen internen Wettbewerb gibt es zwischen den Schliekumer Fußballern nicht. „Wir stehen in engem Kontakt, unterstützen uns gegenseitig“, sagt Omeirat. „Ugur hat mehr Pendler, während meine Kunden eher Anwohner und ältere Menschen sind.“

Beyat, der in seinen Räumlichkeiten täglich 200 bis 300 Menschen testet, hatte die Genehmigung zwar vor seinem Teamkollegen, wollte dann aber nicht eröffnen, „um Omar kein Bein zu stellen“. Er musste der Zusicherung gegenüber der Stadt allerdings nachkommen, sieht inzwischen aber ebenso kein Problem für die Koexistenz. „Nur Fußballer haben wir beide kaum, die sind alle geboostert“, sagt er lachend.