18. Juli 2020 / 07:18 Uhr

TV-Gelder in der Bundesliga: Köln-Geschäftsführer Wehrle fordert Umverteilung

TV-Gelder in der Bundesliga: Köln-Geschäftsführer Wehrle fordert Umverteilung

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Alexander Wehrle, Geschäftsführer des 1. FC Köln, hat eine Umverteilung der TV-Gelder in der Bundesliga gefordert.
Alexander Wehrle, Geschäftsführer des 1. FC Köln, hat eine Umverteilung der TV-Gelder in der Bundesliga gefordert. © imago images/Beautiful Sports
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Die Verteilung der TV-Gelder in Bundesliga und 2. Liga bleiben ein Streitpunkt. Geschäftsführer Alexander Wehrle vom 1. FC Köln hat sich nun für ein neues Konzept ausgesprochen, das vor allem in der Bundesliga für mehr Ausgeglichenheit sorgen soll. 

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Kölns Geschäftsführer hat eine Umverteilung der Gelder aus der TV-Vermarktung in der Bundesliga gefordert. Es müsse sich "noch einiges verändern", erklärte das DFL-Präsidiumsmitglied und betonte in einem Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger: “Für mich ist das ein wichtiges Thema, dass wir mehr Ausgeglichenheit in die Bundesliga bekommen.” Der 45-Jährige ist neben seinen Posten in Köln und beim DFB auch Mitglied des Präsidiums der DFL.

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Er könne mit dem aktuellen Verteilungsschlüssel zwar durchaus leben – “In dem Modell sind schon einige Elemente der Solidarität und Umverteilung enthalten", so Wehrle – "aber aus meiner Sicht kann man da noch einiges verändern."

Wehrle hofft auf Einigung wegen TV-Geldern

Das “Team Marktwert", mit dem die Vereine aus Köln, Stuttgart, Bremen, Frankfurt, Hamburg und Berlin eine Umverteilung der TV-Gelder erreichen wollten, gebe es zwar nicht mehr. Dennoch müsse die Diskussion fortgesetzt werden, forderte Wehrle: “Wir haben festgehalten, dass alle Vereine der Bundesliga gemeinsam einen Ansatz finden sollten, der gerecht und im Sinne einer nachhaltigen Wettbewerbsfähigkeit ist. Darüber werden wir weiterhin reden – und sicherlich auch kontrovers.”

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Allein in der abgelaufenen Saison 2019/20 wurden mehr als eine Milliarde Euro an die 32 Klubs der 1. und 2. Bundesliga ausgeschüttet. Mit knapp 68 Millionen Euro lag Rekordmeister FC Bayern an der Spitze der Verteilung. Auch Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen, Borussia Mönchengladbach und die TSG Hoffenheim kassierten über 60 Millionen Euro. Bundesliga-Schlusslicht war Aufsteiger Paderborn, der noch etwa 26 Millionen Euro erhielt.

Künftig weniger Geld aus TV-Rechten

Künftig gibt es allerdings für alle Klubs weniger Geld, nachdem die bisherige Rekordmarke von 4,6 Milliarden Euro bei der Vergabe der TV-Rechte im Juni nicht mehr geknackt werden konnte. Über vier Jahre werden ab der Saison 2021/22 insgesamt noch 4,4 Milliarden Euro ausgeschüttet. Die Verteilung der Gelder bleibt allerdings ein Streitpunkt. Die Top-Klubs FC Bayern und BVB setzen sich für den Erhalt des Status quo ein, die Vereine aus den unteren Tabellenregionen und die Zweitligisten hoffen auf mehr Geld.