01. April 2022 / 13:28 Uhr

TV Jahn Duderstadt empfängt Söhre-Verfolger MTV Großenheidorn

TV Jahn Duderstadt empfängt Söhre-Verfolger MTV Großenheidorn

Filip Donth
Göttinger Tageblatt
Stjepan Knezic und der TV Jahn Duderstadt bekommen es mit dem MTV Großenheidorn zu tun.
Stjepan Knezic und der TV Jahn Duderstadt bekommen es mit dem MTV Großenheidorn zu tun. © Helge Schneemann
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Mit dem MTV Großenheidorn tritt Handball-Oberligist TV Jahn Duderstadt gegen das nächste Spitzenteam der Liga an. Nach der Niederlage gegen Spitzenreiter Söhre rechnet sich Jahn-Trainer Marcus Wuttke im Heimspiel gegen den Tabellenzweiten mehr aus.

Nach der Auswärtsniederlage bei Spitzenreiter Sportfreunde Söhre steht für den TV Jahn Duderstadt das nächste Duell mit einem Topteam der Handball-Oberliga Niedersachsen auf dem Programm – diesmal allerdings vor eigenem Publikum. Die Eichsfelder empfangen am Sonnabend den Tabellenzweiten und Söhre-Verfolger MTV Großenheidorn in der Sporthalle „Auf der Klappe“ (17.30 Uhr).

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Einen Sieg gegen Söhre hielt er noch für sehr unwahrscheinlich, nun rechnet sich Marcus Wuttke mehr aus: „Ich glaube schon, dass wir gegen Großenheidorn eine Chance haben.“ Entsprechend optimistisch blickt der Trainer des TV Jahn nach dem Söhre-Spiel auf die anstehende Aufgabe, die wohl ähnlich fordernd für seine Mannschaft werden dürfte. Mut mache ihm die Einstellung, die sein Team gegen den Tabellenführer gezeigt habe, so Wuttke, „dass wir uns über die gesamte Spielzeit dagegen gestemmt und versucht haben, mit unseren momentanen Möglichkeiten, das Spiel gut zu gestalten“.

Abschlüsse müssen besser vorbereitet werden

Dass seine Mannschaft gegen Söhre zu viele schnelle Abschlüsse genommen habe und den Gegner dadurch zu einfachen Toren über den Gegenstoß eingeladen habe, identifiziert der Duderstädter Coach als zentralen Knackpunkt, warum es nicht für eine Überraschung gereicht hat. „Das darf uns gegen Großenheidorn nicht passieren“, unterstreicht Wuttke, „die laufen einen Konter nach dem anderen, wenn wir uns zu früh in unsichere Abschlüsse begeben“.

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Das bedeutet: Der Ball muss länger durchgespielt, die Abschlüsse besser vorbereitet werden – notfalls so lange, bis der Arm der Unparteiischen zum Zeitspiel hochgeht. Seine Spieler dürften nicht „die 60- oder 70-prozentigen Chancen nehmen“, erklärt Wuttke, sondern müssten „auf die 90- bis 100-prozentigen Chancen warten“.

Großenheidorn hat erst einmal verloren

Der MTV Großenheidorn hat von 15 Saisonspielen 14 für sich entscheiden können und musste sich bislang lediglich Söhre geschlagen geben. Das Team von Trainer Stephan Lux ist derzeit Tabellenzweiter und hinter den Sportfreunden der heißeste Kandidat auf den Aufstieg in die 3. Liga.

Wuttke erwartet gegen das Team vom Steinhuder Meer dennoch ein etwas anderes Spiel als gegen Söhre. „Großenheidorn ist körperlich nicht so präsent wie Söhre“, sagt der Duderstädter Trainer. „Sie lösen ihre Aufgabe noch mehr spielerisch.“ Darin könnte für den TV Jahn eine Chance liegen, glaubt Wuttke. „Es liegt uns vielleicht mehr, eine eher spielerische Mannschaft, die körperlich mit uns gleich ist, in der Abwehr zu bearbeiten.“ Jedoch müsse seine Sieben auch hier geduldig agieren und dürfe nicht „rausstürzen“.

Duderstädter Anhang als wichtiger Faktor

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Einen zusätzlichen Push erhofft sich Wuttke von der Unterstützung des Duderstädter Anhangs: „Ich hoffe natürlich, dass wir wieder einen guten Support haben werden, der bisher trotz Corona auch immer gut war. Das ist für die Jungs natürlich extrem wichtig. Wenn du zu Hause spielst und dann noch eine gute Atmosphäre in der Halle hast, macht das natürlich unheimlich viel aus.“ Mit mehr Geduld im Angriff, einer weiterhin soliden Abwehrarbeit und der Unterstützung von der Tribüne könnte es klappen mit der Überraschung gegen den MTV Großenheidorn.