24. September 2021 / 13:29 Uhr

TV Jahn Duderstadt: Neuzugang Gergely Csabai ist der Erste in der Trainingshalle

TV Jahn Duderstadt: Neuzugang Gergely Csabai ist der Erste in der Trainingshalle

Filip Donth
Göttinger Tageblatt
Jahn-Neuzugang Gergely Csabai stammt aus Ungarn.
Jahn-Neuzugang Gergely Csabai stammt aus Ungarn. © Helge Schneemann
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Der ungarische Neuzugang Gergely Csabai hat sich schnell beim Handball-Oberligisten TV Jahn Duderstadt integriert, sein Trainer ist hochzufrieden mit ihm. Im Tageblatt-Porträt spricht der 22-Jährige über seinen Werdegang und seinen neuen Klub.

Geboren in Ungarn, 22 Jahre alt, 1,95 Meter groß, Kreisläufer – und extrem fleißig: das ist Gergely Csabai. Er ist der einzige externe Neuzugang des Handball-Oberligisten TV Jahn Duderstadt für die Saison 2021/22. Bei seinem neuen Klub, der am Sonnabend um 17.30 Uhr die SG Börde Handball empfängt, hat er sich schnell eingelebt. Trainer Marcus Wuttke hält große Stücke auf ihn.

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Zuletzt spielte Csabai für den ungarischen Zweitligisten Ozd KC. Nun also Deutschland, Duderstadt, Oberliga. In Deutschland habe er eine bessere Perspektive für sich gesehen, sagt Csabai – zum Beispiel eine bessere Chance auf einen festen Arbeitsplatz. Den hat der 22-Jährige, der als Handwerker für Sanitär, Heizung und Lüftung tätig ist, bereits bei einem Sponsor des TV Jahn gefunden.

Bei den Jahnern hat er wiederum seine sportliche Heimat gefunden. „Meine Mitspieler waren großartig zu mir, als ich neu in die Mannschaft gekommen bin“, berichtet Csabai, der im Probetraining überzeugte und den intern alle nur „Gerry“ nennen. „Ich hatte nicht erwartet, dass sie mich so schnell und gut aufnehmen würden, gleiches gilt für den Trainer.“

Drei Treffer beim Pflichtspieldebüt

Am vergangenen Sonntag bestritt er sein erstes Pflichtspiel für den TV Jahn, erzielte im Derby gegen die HSG Plesse-Hardenberg drei Treffer – und lernte dabei auch die Stimmung in der Sporthalle „Auf der Klappe“ kennen. „Unsere Fans sind fantastisch, sie unterstützen uns und haben mich sehr gut begrüßt. Dafür bin ich sehr dankbar. Ich hoffe, sie werden diese gute Atmosphäre auch bei den kommenden Spielen beibehalten“, schwärmt der 22-Jährige.

Im Alter von zehn Jahren begann Csabai in seiner ungarischen Heimat, Handball zu spielen. Ein nicht unwesentlicher Grund dafür dürfte die Begeisterung seines Vaters gewesen sein. „Meinem Vater ist Handball sehr wichtig, er hat zwar immer anderen Sport gemacht, aber er mochte Handball schon immer. Er ist meine größte Inspiration und hat eine sehr besondere Mentalität.“ Diese Mentalität hat sich gewissermaßen auf ihn übertragen: „Handball spielt schon immer eine wichtige Rolle in meinem Leben“, sagt Csabai. „Ich mochte es schon immer zu trainieren und möchte immer ein höheres Level erreichen. Deshalb bin ich hier: um mich zu verbessern.“

Wuttke: Csabai ist „ein echter Gewinn“

Csabais Ehrgeiz und Hang zum Fleiß ist auch Trainer Marcus Wuttke nicht verborgen geblieben: „Gerry ist ein richtig guter Junge. Handballerisch ist er ein echter Gewinn für uns. Natürlich muss er die Abläufe und Spielideen noch verinnerlichen, aber er arbeitet jedes Training hart daran. Oft ist er als Erster in der Halle und geht als Letzter. Das zeigt seine Einstellung.“ Csabai sei „einen Riesenschritt“ gegangen, mit 22 Jahren seine Heimat zu verlassen, betont Wuttke. „Er hat sich sehr schnell eingefügt, das Team hat ihn aber auch super aufgenommen.“


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Der Neuzugang könnte ein wichtiger Faktor im Spiel der Duderstädter werden, unter anderem, weil er auf der Kreisläuferposition für Entlastung sorgt. Deni Skopic hat nun einen jungen, talentierten Kollegen an seiner Seite. Zusammen bilden die beiden einen Mittelblock, mit dem man als Gegenspieler nicht unbedingt auf Tuchfühlung gehen möchte, wenn es sich vermeiden lässt. Genau das hatte sich Trainer Wuttke gewünscht: ein starkes Abwehrzentrum.

Neben der persönlichen Weiterentwicklung liegt Csabais Fokus nun vor allem darauf, dem TV Jahn zum Erfolg zu verhelfen. „Mein Ziel ist, mit dem Team auf der höchstmöglichen Position zu landen“, betont er. „Dafür will ich so viele Tore werfen, wie ich kann, und werde auch in der Abwehr mein Bestes geben.“ Um das zu erreichen, bleibt er gerne auch einen Moment länger in der Trainingshalle.