15. Oktober 2021 / 14:53 Uhr

TV Jahn Duderstadt will Barsinghausen „das Handballspielen vermiesen“

TV Jahn Duderstadt will Barsinghausen „das Handballspielen vermiesen“

Filip Donth
Göttinger Tageblatt
Trainer Marcus Wuttke und der TV Jahn Duderstadt wollen gegen Barsinghausen den nächsten Schritt gehen – endlich gewinnen.
Trainer Marcus Wuttke und der TV Jahn Duderstadt wollen gegen Barsinghausen den nächsten Schritt gehen – endlich gewinnen. © Helge Schneemann
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Die Oberliga-Handballer des TV Jahn Duderstadt müssen am Sonntag auswärts an. Bei Tabellennachbar HV Barsinghausen wollen die Eichsfelder im fünften Anlauf endlich den ersten Sieg der Saison einfahren. Die Partie wird um 17 Uhr angepfiffen.

Nach vier Spieltagen sind der TV Jahn und Barsinghausen punktgleich (3:5 Punkte). In der Tabelle stehen die neuntplatzierten Duderstädter lediglich aufgrund der besseren Tordifferenz einen Rang vor ihrem kommenden Gegner. Im Gegensatz zu den Eichsfeldern hat Barsinghausen jedoch schon einmal gewinnen können. Vergangene Woche gelang dem HV im Derby bei der HSG Schaumburg-Nord ein hauchdünner 29:28-Erfolg. Die Mannschaft von Trainer Sven Reuter hat vor dem Duell mit dem TV Jahn also ordentlich Selbstbewusstsein getankt.

Das weiß auch Duderstadts Trainer Marcus Wuttke: „Sie haben gezeigt, dass sie auch knappe Spiele gewinnen können. Wir müssen uns darauf einstellen, dass das kein Selbstläufer wird.“ Im Vergleich zur Partie gegen Fallersleben erwarte er ein „ganz anderes“, aber „genauso schweres“ Spiel, erklärt Wuttke. „Sie haben eine junge Truppe, die richtig Lust hat, Handball zu spielen. Die sind auf allen Positionen torgefährlich besetzt“, so der Jahn-Coach.

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Der jungen Truppe mangelt es gleichzeitig aber auch nicht an Erfahrung. Mit Maik Bokeloh haben die Barsinghäuser einen routinierten Spielmacher in ihren Reihen. Bokeloh, der jahrelang für den MTV Großenheidorn auflief, ist der Kopf der Mannschaft und mit 16 Saisontreffern bislang bester Schütze des HV. Ihn allein auszuschalten, wird aber nicht reichen, wenn man den Ausführungen von Wuttke folgt. Denn anders als Fallersleben werde Barsinghausen weniger über die individuelle Stärke kommen, glaubt er. Vielmehr werde die Reuter-Sieben versuchen, als Mannschaft spielerische Lösungen zu finden. Ziel seines Teams müsse es sein, so Wuttke, „denen das Handballspielen zu vermiesen“.

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Nicht dabei mithelfen können werden auf Seiten der Duderstädter Stjepan Knezic und Valentin Grolig. Knezic hat unter der Woche seine erste Trainingseinheit mit Kontakt absolviert, für einen Einsatz reicht es wohl aber noch nicht. „Er wird mitfahren, er wird sich mit aufwärmen, aber ich werde kein Risiko eingehen“, sagt Wuttke. Grolig falle aufgrund „massiver Knieprobleme“ bis auf Weiteres aus.

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Vergangene Woche hat der TV Jahn auch ohne die beiden Akteure unter Beweis gestellt, dass er dem Spiel seinen Stempel aufdrücken kann – zumindest phasenweise. Der Auftritt gegen Fallersleben war eine klare Leistungssteigerung. Trainer Wuttke plädiert dafür, das Spiel im Nachhinein „richtig zu bewerten“: „Wir haben einen Schritt in die richtige Richtung gemacht, aber es muss jedem klar sein, dass das eben nur ein Schritt war und wir weiterhin an den Dingen, die wir in diesem Spiel gut gemacht haben, arbeiten müssen, um das zu festigen.“

Was einmal gut funktioniert habe, müsse nun zum Automatismus werden, fordert der Trainer. „Das müssen wir uns im Training erarbeiten, und da fehlt mir teilweise noch die letzte Konsequenz“, nimmt Wuttke seine Spieler in die Pflicht. Wie gut und konsequent die Jahner in dieser Woche trainiert haben, wird sich am Sonntag zeigen. Er erwarte die Bereitschaft, „über 60 Minuten arbeiten zu wollen“, betont Wuttke.