06. Dezember 2019 / 10:57 Uhr

TV Jahn Duderstadt will Nienburger Heimnimbus beenden

TV Jahn Duderstadt will Nienburger Heimnimbus beenden

Filip Donth
Göttinger Tageblatt
Ohne Justin Brand tritt der TV Jahn Duderstadt bei der HSG Nienburg zu einer schweren Aufgabe an.
Ohne Justin Brand tritt der TV Jahn Duderstadt bei der HSG Nienburg zu einer schweren Aufgabe an. © Helge Schneemann
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Schwere Aufgabe für die Oberliga-Handballer des TV Jahn Duderstadt zum Abschluss des Handball-Jahres: Die Mannschaft von Trainer Christian Caillat gastiert am Sonnabend, 7. Dezember, im letzten Spiel vor der Winterpause bei der HSG Nienburg. Anpfiff der Partie ist um 19.30 Uhr.

„Uns erwartet ein schweres Spiel. In Nienburg zu gewinnen wird kein Spaziergang, aber nichtsdestotrotz werden wir es versuchen“, sagt Duderstadts Trainer Caillat. „Das wären zwei Big-Points. Das sind Spiele, wo wir absolut nichts zu verlieren haben. Als Opfer werden wir uns auf jeden Fall nicht präsentieren.“

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Nienburg hat bislang eine Begegnung weniger bestritten und liegt in der Tabelle dennoch mit vier Punkten vor den Duderstädtern, derzeit Siebter, auf dem fünften Rang. Die Favoritenrolle ist also klar vergeben. Zuletzt setzte es für die HSG zwar eine deutliche 27:43-Niederlage beim MTV Braunschweig, der weiterhin ungeschlagen die Tabelle anführt.

Alle Heimspiele gewonnen

Doch die Mannschaft von Trainer Carsten Thomas, am Ende der vergangenen Spielzeit Tabellendritter, spielt ansonsten eine starke Saison. Vor allem in eigener Halle ist Nienburg bislang eine Macht – fünf Siege in fünf Heimspielen stehen zu Buche. Schon in der vergangenen Saison konnte die HSG lediglich einmal vor heimischem Publikum besiegt werden.

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Eine weitere Stärke: der torhungrige Angriff. In zehn Spielen erzielte die HSG bereits 325 Treffer – Spitzenwert in der Oberliga. Mit Malte Grabisch (73 Treffer) haben sie zudem den aktuell zweitbesten Torjäger der Liga in ihren Reihen.

Nur TV Jahn-Spielmacher Justin Brand steht mit 82 Torerfolgen besser da. Doch Brand fehlt Duderstadt auch an diesem Wochenende aufgrund von Leistenproblemen, was die Aufgabe für den Aufsteiger keinesfalls einfacher macht.

TV Jahn Duderstadt - Lehrter SV, Handball-Oberliga 2019/20

TV Jahn Duderstadt - Lehrter SV, Handball-Oberliga 2019/20 Zur Galerie
TV Jahn Duderstadt - Lehrter SV, Handball-Oberliga 2019/20 © Schneemann

An Leistung der Vorwoche anknüpfen

„Wir wollen an die über weite Strecken gute Leistung von letzter Woche anknüpfen und alles daransetzen, mit zwei Punkten das Jahr zu beenden“, sagt Duderstadt-Spieler Til Winkler, der am Donnerstag 22 Jahre alt geworden ist. Der Rückraumakteur erhielt von Trainer Caillat ein Sonderlob nach der knappen 29:30-Niederlage gegen den Lehrter SV am vergangenen Sonnabend, ebenso wie seine Mitspieler Jannik Burgdorf und Kristjan Smiljcic.

Denn der Rückraum des TV Jahn findet sich immer besser, agiert geschlossener, produziert weniger Fehler. Und so kommt Winkler nach elf Saisonspielen zu dem Zwischenfazit: „Wir haben bislang gezeigt, dass wir gegen Mannschaften, die oben mitspielen, mithalten können.“ Jedoch seien zuletzt einige Spieler leider leichtfertig verschenkt worden, so Winkler. „Ich denke, dass wir da in der Rückrunde ein bisschen abgezockter sein werden, weil unsere Mannschaft immer besser zueinanderfindet.“

Bislang ordentlich verkauft

Auch der Trainer ist mit dem bisherigen Saisonverlauf weitgehend zufrieden: „Die Mannschaft hat sich als Aufsteiger ordentlich verkauft. Es gibt sicherlich noch viel besser zu machen, aber wie ich von Anfang an gesagt habe, braucht die junge Mannschaft Zeit“, betont Caillat.

Nach dem Spiel in Nienburg steht den Duderstädtern eine vierwöchige Spielpause bevor. Bis Mitte Dezember läuft das Training weiter, ehe dann Zeit zur Regeneration ist. So hoffen die Verantwortlichen, im neuen Jahr bald wieder auf Matija Junakovic zurückgreifen zu können, der bislang lediglich drei Spiele bestreiten konnte, ansonsten aufgrund von Rückenbeschwerden passen musste.

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„Die Spieler haben sich die Pause verdient und brauchen sie auch“, sagt Caillat. Am Sonnabend erwartet der Coach jedoch noch mal 60 Minuten Vollgas.