02. Dezember 2022 / 09:41 Uhr

Trotz Top-Quote der WM: DFB-Männer mit weniger TV-Zuschauern als DFB-Frauen

Trotz Top-Quote der WM: DFB-Männer mit weniger TV-Zuschauern als DFB-Frauen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Das DFB-Aus gegen Costa Rica erreichte weniger TV-Zuschauer als die Top-Quote der DFB-Frauen bei der EM 2022.
Das DFB-Aus gegen Costa Rica erreichte weniger TV-Zuschauer als die Top-Quote der DFB-Frauen bei der EM 2022. © IMAGO/Xinhua
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Das Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Costa Rica hat in Deutschland die bislang höchste TV-Zuschauerzahl erreicht. Den bisherigen Einschaltquoten-Rekord der DFB-Frauen bei der EM 2022 gegen England knackten die Männer allerdings nicht.

Nach dem deutschen Aus bei der WM rechnet die ARD im weiteren Verlauf des Turniers in Katar nicht zwingend mit einem Quoten-Einbruch. "Das wird sich zeigen. Wir gehen aber eher davon aus, dass sich die Zuschauerzahlen auf dem gleichen Niveau der nicht-deutschen Spiele wie bisher halten bzw. sich noch nach oben entwickeln werden, da jetzt die K.o.-Spiele beginnen", sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Außerdem habe die ARD noch das Finale im Programm, "das erfahrungsgemäß auch ohne deutsche Beteiligung für unser Publikum von großem Interesse ist".

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Das Spiel der Nationalmannschaft gegen Costa Rica bei der WM in Katar hat in Deutschland die bislang höchste TV-Zuschauerzahl dieses Turniers erreicht. Den Topwert der deutschen Frauen bei der EM im Sommer konnten die DFB-Männer allerdings nicht erreichen.

Die Live-Übertragung des WM-Aus' trotz des 4:2-Sieges verfolgten laut ARD am Donnerstagabend durchschnittlich 17,43 Millionen Menschen vor dem Fernseher. Das ergibt nach Angaben des Ersten einen Marktanteil von 53,7 Prozent. Nicht eingerechnet sind die Zuschauer auf den Internetseiten der ARD sowie der Telekom, die keine Zahlen veröffentlicht.

Den bisherigen Einschaltquoten-Rekord des Jahres konnten die Männer nicht knacken. Topwert bleiben die 17,897 Millionen Menschen, die bei der ARD die 1:2-Niederlage der DFB-Auswahl bei der Frauen-EM gegen England gesehen hatten.

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Beim Costa-Rica-Spiel am Donnerstag schauten noch mehr Menschen zu als beim 1:1 gegen Spanien am vergangenen Sonntag, als 17,053 Millionen errechnet wurden und der Marktanteil bei 49,3 Prozent lag. Diese Werte liegen deutlich unter den Zahlen der vorherigen WM. ARD und ZDF hatten beim Turnier vor vier Jahren in Russland in den drei Gruppenspielen der deutschen Mannschaft im Schnitt mehr als 25 Millionen Menschen erreicht.

WM-Aus langfristige Auswirkungen auf Länderspiel-Übertragungen?

Ob das zweite Scheitern des DFB-Teams in der WM-Gruppenphase nach 2018 in Russland langfristig Auswirkungen auf die Attraktivität von Übertragungen von Länderspielen hat, mochte ARD-Mann Balkausky nicht voraussagen. "Wir haben aber bereits in den letzten Jahren einen Rückgang der Zuschauerzahlen bei Länderspielen der deutschen Männer-Nationalmannschaft festgestellt", sagte er.

Die Leistungen und das Auftreten der DFB-Elf in letzter Zeit würden dem Anschein nach eine wichtige Rolle für das Zuschauerinteresse spielen. "Wir hoffen aber, dass dies in den nächsten Monaten mit Blick auf die UEFA EURO 2024 in Deutschland wieder besser wird."

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