17. März 2019 / 19:15 Uhr

TV Stuhr kann Tündern nur eine Halbzeit lang ärgern

TV Stuhr kann Tündern nur eine Halbzeit lang ärgern

Sven Herrmann
Weser-Kurier
- Stuhr Jendrik Wetjen
Der Ex-Stuhrer Jendrik Wetjen siegte mit Tündern 5:0 gegen die ehemaligen Kollegen. © Udo Meissner
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Nach dem Seitenwechsel fährt der HSC BW Tündern durch einen Fünferpack von Robin Tegtmeyer einen 5:0-Erfolg ein

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Christian Meyer, Trainer des Fußball-Landesligisten TV Stuhr, hatte sich unmittelbar nach Schlusspfiff der Begegnung gegen den Tabellenzweiten HSC BW Tündern mit seinem ehemaligen Akteur Jendrik Wetjen unterhalten, der lediglich die zweite Halbzeit bei der 0:5 (0:0)-Pleite verfolgt hatte. "Jendrik konnte es nicht glauben, dass wir die erste Hälfte ausgeglichen gestalten konnten", verriet Meyer. Dem war jedoch wirklich so. Die Stuhrer lieferten gegen den haushohen Favoriten und Oberliga-Aufstiegsanwärter eine tolle erste Hälfte ab, in der es die Elf des Trainerduos Christian Meyer und Stephan Stindt lediglich versäumte, sich für ihre Bemühungen zu belohnen. Nach Wiederanpfiff drehte der HSC auf und kam durch einen Fünferpack seines Torjägers Robin Tegtmeyer zum hohen Erfolg.

Der Neuling und Underdog machte dem HSC in den ersten 45 Minuten wahrlich das Leben schwer. Eine Tatsache, die auch Tünderns Siegfried Motzner verärgerte. "Wir leisteten uns viel zu viele unnötige und vor allem einfache Ballverluste", kommentierte der HSC-Coach, der im ersten Abschnitt zudem einen mental fitten TV Stuhr gesehen hatte. Nach einigen erfolglosen Stuhrer Versuchen aus der Distanz verzeichneten die Gäste die erste gute Chance, um in Führung zu gehen. Tegtmeyer ergatterte einen langen Ball und scheiterte freistehend an TVS-Keeper Jan Hendrik Gronewold. Den Nachschuss beförderte HSC-Offensivkraft Ugur Aydin neben das Tor (9.). Danach hätten jedoch die Platzherren durchaus in Führung gehen können. Tim Langreder flankte von rechts und Timo Wetjen nahm das Leder direkt aus der Luft, doch Tünderns Torhüter Kolja Kowalski parierte (18.). Noch näher am Torjubel waren die Gastgeber in der 33. Minute, als Linksverteidiger Janis Öhlerking aus der Entfernung abzog, jedoch nur die Unterkante der Latte traf. Es sah gut aus, was die Stuhrer in diesen ersten 45 Minuten fabrizierten. Ein Unterschied zwischen dem Tabellen-Vorletzten und Zweiten war bis dato nicht zu erkennen.

Der Favorit macht ernst

Das sollte sich in der zweiten Hälfte grundlegend ändern. Tegtmeyer ließ in Form eines Freistoßes zunächst einen Warnschuss ab. Nach Foul von Tobias Peters an Aydin nahm der Ausnahmestürmer 20 Meter vor dem Tor Maß. Doch die Kugel krachte an den Querbalken (51.). Fünf Minuten später zielte Tegtmeyer wesentlich besser und beförderte das Leder, dieses Mal aus bestimmt 25 Metern, ins linke untere Eck. Die Gäste kamen ins Rollen und machte fortan ernst. Nach zu kurzer Kopfballabwehr von Jan-Hendrik Schwirz jagte Aydin den Ball an den Pfosten (58.). Schließlich luchste Aydin Peters die Kugel ab und bediente Tegtmeyer, der das Spielgerät irgendwie über die Linie beförderte (66.). Die Rettungstat von Öhlerking kam hierbei zu spät. Vier Minuten später verfehlte Tegtmeyer nach Pass des eingewechselten Christiano Figueiredo Santo nur ganz knapp. Anders dann in der 74. Minute, als der Angreifer einen Pass von Tim Niclas Schumachers überlegt abschloss.

"Wir lieferten zwar eine tolle erste Halbzeit ab, können uns dafür jedoch nichts kaufen. Nach dem Seitenwechsel leisteten wir uns zu viele individuelle Fehler, die Tündern eiskalt ausnutzte. Zum Schluss hatten wir dann noch einmal gute Möglchkeiten, auch, weil Tündern den Fuß vom Gas nahm", bilanzierte Stuhrs Coach Stephan Stindt. So köpfte Langreder nach Ecke von Jan Kondritz am Tor vorbei (79.). Kondritz konnte Gäste-Keeper Kowalski ebenfalls nicht überwinden (84.) und auch einen Distanzschuss von Fabian Bischoff meisterte der Schlussmann (85.). HSC-Torjäger Tegtmeyer hatte jedoch noch lange nicht genug und krönte seine famose Vorstellung mit zwei weiteren Toren. Zunächst überwand er Gronewold nach einem langen Zuspiel seines Teamkollegen Adrian Gurgel per Kopfball (86.). Kurz vor dem Abpfiff machte er auch noch seinen fünften Treffer perfekt (89.). "Robin ist schon eine Granate", lobte Gästecoach Motzner, dessen Mannschaft Tabellenführer Hemmingen-Westerfeld nach dem klaren Sieg weiterhin im Nacken sitzt. Vier Punkte beträgt der aktuelle Abstand zum Spitzenreiter, der sein Heimspiel gegen Bad Pyrmont mit 2:1 gewinnen konnte. "Wir nehmen es, wie es kommt", sieht Motzner dem Aufstiegsrennen gelassen entgegen.

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