22. Oktober 2018 / 18:49 Uhr

TVE Nordwohlde nun punktgleich mit dem Zweiten

TVE Nordwohlde nun punktgleich mit dem Zweiten

SVEN HERMANN
Weser-Kurier
Kaum zu stoppen: Matheis Heikoop erwies sich erneut als Antreiber des TVE Nordwohlde.
Kaum zu stoppen: Matheis Heikoop erwies sich erneut als Antreiber des TVE Nordwohlde. © Viola Heinzen
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Kreisliga-Aufsteiger fügt Wagenfeld beim 3:0 die erste Saisonniederlage zu und klettert auf Rang drei

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Dieser Aufsteiger macht einfach Spaß. Der Fußball-Kreisligist TVE Nordwohlde hat seinen famosen Saisonauftakt auch gegen den Meisterschafts-Mitfavoriten TuS Wagenfeld fortgesetzt und dem bislang ungeschlagenen Team aus dem Südkreis beim 3:0 (2:0) die erste Saisonniederlage zugefügt. Damit kletterte der TVE auf den dritten Tabellenrang und ist jetzt punktgleichmit den Wagenfeldern, die nur aufgrund der um zwei Treffer besseren Tordifferenz den zweiten Platz behaupteten.

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Einmal mehr machte die Nordwohlder Offensivqualität um das Sturmduo Felix Kattau und Dennis Wagner den Unterschied aus. Kattau steuerte zwei Treffer bei und erhöhte sein Trefferkonto auf insgesamt neun Tore. Wagner ging zwar leer aus, war jedoch an allen drei Treffern beteiligt. Ein eigenes Tor hätte der Angreifer durchaus verdient gehabt, hatte aber mit einem Lattenkopfball großes Pech (53.). In Führung hätten jedoch die Gäste gehen müssen. Gerade 30 Sekunden waren absolviert, als Roman Esanu einen öffnenden Pass aus dem Mittelfeld erlief und dann aufs Tor schoss. TVE-Schlussmann Marcel Kappermann konnte den Ball zwar abwehren, jedoch genau vor die Füße von Till Hilker, der das Kunststück fertig brachte, das Leder aus wenigen Metern statt ins leere Tor ans Außennetz zu befördern. „Da müssen wir 1:0 führen. Danach haben wir uns regelrecht durchs Spiel geschleppt“, gab Wagenfelds Coach Oliver Marcordes zu.

Esanu traf kurze Zeit später ins Tor, allerdings hatte Schiedsrichter Danny Barenscheer zuvor auf Abseits entschieden (5.). Mit dem Unparteiischen wurden die Gäste nicht so richtig warm. So auch nach einer Viertelstunde, als Wagner an der Mittellinie den Ball eroberte und dann nach einem energischen Sprint ganz uneigennützig zu Kattau passte, der zur Führung traf. „Ein klares Foulspiel“, monierte Marcordes, der auch mit einigen folgenden Entscheidungen des jungen Referees nicht einverstanden war. Die Nordwohlder waren dagegen brutal effektiv und deuteten zudem spielerische Klasse an. So etwa, als Melvin Majowski auf dem linken Flügel Matheis Heikoop in Szene setzte. Nach dessen Flanke bekam Wagner jedoch nicht genug Druck hinter seinen Kopfball (21.).

Gehörige Portion Leidenschaft

Beim zweiten Nordwohlder Treffer befand sich die Wagenfelder Hintermannschaft im Dämmerzustand. Einen Freistoß von Marcel Köster erwischte Wagner noch kurz vor der Torauslinie und flankte in den Strafraum. Die Wagenfelder Abwehr, die diesen Ball offensichtlich im Aus gewähnt hatte, reagierte überhaupt nicht und ließ TVE-Innenverteidiger Marven Schwenke ungehindert zum Kopfball kommen – 2:0 (38.). „Uns ist es mit einer gehörigen Portion Leidenschaft gelungen, die spielerische Qualität der Wagenfelder einzudämmen und deren entscheidenden Leute weitgehend aus dem Spiel zu nehmen. Für mich bleiben die Wagenfelder trotzdem der Top-Favorit auf die Meisterschaft“, analysierte Nordwohldes Trainer Martin Werner. „Nach der Halbzeit haben wir es geschafft, das 2:0 zu halten und unsere Ausrichtung auf Konter zu setzen“, ergänzte Werner, dessen Plan später aufgehen sollte. Zunächst klärten die Gäste auf der Linie, als Lukas Hagedorn eine Kattau-Ecke aufs Tor köpfte. Den Abpraller köpfte Wagner dann an den Querbalken (53.). Auf der Gegenseite verhinderte Stefan Bründer mit großem Einsatz einen Gegentreffer, als er einen Schuss von Alin-Nicolae Faur blockte (58.). Dann lenkte Kappermann einen Freistoß-Schlenzer von Gheorhe-Voicu Ponte zur Ecke (66.).

Ein Konter der Nordwohlder führte schließlich zur endgültigen Entscheidung. Mit einem tollen Pass in den Lauf von Matheis Heikoop leitete Wagner auch diesen Treffer ein. Heikoop legte quer zu Kattau, der aus kurzer Distanz traf (76.). Kappermann konnte noch einen weiteren Freistoß von Ponta per Faustabwehr entschärfen (83.). Wagner belohnte sich nicht mehr, setzte einen letzten Kopfball über das Tor (87.).

„Die Wagenfelder sind schon stark, vor allem im spielerischen Bereich und stehen zu Recht dort oben. Wir haben gut umgeschaltet und die entscheidenden Nadelstiche gesetzt. Wenn wir alle zusammenhalten, können wir jeden Gegner schlagen. Mein Ziel ist es jetzt schon, oben mitzuspielen“, sagte Wagner unmittelbar nach Spielschluss.