09. März 2019 / 12:41 Uhr

Zweitliga-Skandal: Staatsschutz ermittelt wegen Tweet! "Widerlich und antisemitisch"

Zweitliga-Skandal: Staatsschutz ermittelt wegen Tweet! "Widerlich und antisemitisch"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ingolstadts Almog Cohen sah gegen Union Berlin die Rote Karte und wurde anschließend im Netz widerlich beschimpft.
Ingolstadts Almog Cohen sah gegen Union Berlin die Rote Karte und wurde anschließend im Netz widerlich beschimpft. © imago/Contrast
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Am Rande der Zweitliga-Partie zwischen dem 1. FC Union Berlin und Ingolstadt 04 kam es auf Twitter zu einem geschmacklosen Zwischenfall. FCI-Profi Almog Cohen wurde wüst antisemitisch beschimpft. Beide Vereine kündigten Konsequenzen an und setzten diese bereits um.

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Geschmackloser geht es nicht! Am Rande des Zweitliga-Spiels zwischen Union Berlin und dem FC Ingolstadt 04 (2:0) hat es auf Twitter einen Skandal gegeben. Ein User, der sich hinter einem Pseudonym versteckt und als Union-Fan ausgibt, hetzte mit schlimmstem antisemitischem Vokabular gegen den Ingolstädter Israeli Almog Cohen, der kurz zuvor mit einer Roten Karte vom Platz gestellt worden war.

Der User bezeichnete Cohen in seinem Tweet als "Scheiss Judenvieh" und schrieb als grausame Referenz an den Holocaust während der Nazi-Herrschaft darüber hinaus "Ab in die Kammer mit dir" - ein offenkundiger Fall von Judenhass und Antisemitismus, den beide Vereine so keinesfalls akzeptieren wollten.

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Ingolstadt reagierte prompt und twitterte in Richtung Union: "Einen tollen Fan habt ihr da (...) Nicht falsch verstehen, liebe Unioner, wir scheren hier keineswegs alle über einen Kamm, aber so jemand hat in euerm Verein oder in unserer Gesellschaft nichts verloren. Wir arbeiten an Konsequenzen und hoffen auf eure Unterstützung." Union sicherte diese sofort zu und schrieb: "Keine Sorge, wir sind absolut eurer Meinung und haben hier umgehend die Polizei eingeschaltet."

DFB-Vize Koch: "Widerlicher, antisemitischer Tweet"

Noch in der Nacht konnte Ingolstadt erste Erfolge vermelden: "Ermittlungen sind eingeleitet und der Staatsschutz aktiv. Auch nach der schmerzlichsten Niederlage gibt es manchmal wichtigeres", twitterten die "Schanzer" vor der Rückreise nach Bayern.

Die Polizei habe inzwischen Strafanzeige wegen Volksverhetzung gestellt und den Tweet bereits am Freitagabend an den Staatsschutz weitergeleitet, sagte eine Polizeisprecherin am Samstag auf Anfrage. Zudem kündigte der Deutsche Fußball-Bund am Samstag Ermittlungen durch den DFB-Kontrollausschuss an. „Diesen widerlichen, antisemitischen Tweet verurteilen wir in aller Schärfe und fordern, dass dem konsequent nachgegangen wird“, sagte DFB-Vizepräsident Rainer Koch in einer Verbandsmitteilung.

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