20. Mai 2019 / 16:29 Uhr

U 19: 1860 Stralsund revanchiert sich beim Grimmener SV für Hinspielpleite

U 19: 1860 Stralsund revanchiert sich beim Grimmener SV für Hinspielpleite

Horst Schreiber
Ostsee-Zeitung
Frieder Strubel (r.) im Duell mit Grimmens Jonathan Renz. Der Stralsunder Stürmer traf in der Trebelstadt doppelt.
Frieder Strubel (r.) im Duell mit Grimmens Jonathan Renz. Der Stralsunder Stürmer traf in der Trebelstadt doppelt. © Hrost Schreiber
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Stralsund gewinnt mit 5:3 in Grimmen und atmet im Abstiegskampf durch. Ein Dreierpack von Grimmens Justin Bunge reicht nicht. Nächste Woche können die Hanseaten sich und den Lokalrivalen vor dem Abstieg retten.

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Große Erleichterung auf der einen Seite, Frust auf der anderen: Die Szenen nach dem Derby zwischen den A-Junioren des Grimmener SV und des TSV 1860 Stralsund spiegelten den Spielverlauf perfekt wider. Der GSV lag zurück, drehte die Partie auf 3:1, verlor am Ende aber mit 3:5 und saß mit hängenden Köpfen auf dem Rasen im Grimmener Sportforum, während die Stralsunder nach großem Comeback binnen neun Minuten ausgelassen im Kreis feierten. Noch im Hinspiel (1:0 für Grimmen) waren die Rollen anders verteilt.

„Wir haben fünf Gegentore nach Standards bekommen. Das ist echt bitter und ärgert mich auch“, sagte Grimmens Trainer Benjamin Gau.

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Das erste Stralsunder Tor markierte Bengali Mara nach fünf Minuten per Flugkopfball nach Ecke. Nur vier Minuten später vertendelt Kapitän Dennis Scholz gegen Grimmens Justin Bunge, der zum Ausgleich traf. Direkt vor der Pause war der pfeilschnelle Stürmer nach einer Kopfballverlängerung frei durch und blieb vor Aushilfs-Keeper Ole Finnern cool – 2:1 (45.).

Nach dem Seitenwechsel machte Bunge seinen Dreierpack perfekt, weil er mit seinem Distanzschuss Finnern auf dem falschen Fuß erwischte (61.). „Ich fand, wir waren schon in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft. Deswegen wussten wir, dass auch nach dem 1:3 noch was ging. Wir haben weiter an uns geglaubt. Und nach dem Anschlusstreffer war wieder Feuer drin bei uns“, beschrieb Frieder Strubel, der das 2:3 per Kopf erzielte (66.), die Gefühlslage zwischen dem Zwei-Tore-Rückstand und dem Start der Aufholjagd.

In der Folge hätte Bunge sogar noch sein viertes Tor machen können, scheiterte diesmal frei vor Finnern. Zudem klebte Dennis Brüß das Abschlusspech an den Schuhen. Stattdessen drückte Stralsund auf das Grimmener Tor. Erst landete eine weite Hereingabe von Moritz Schumann am Querbalken. Dann wurde Strubel im Strafraum zu Fall gebracht und verwandelte den Elfmeter zum Ausgleich (79.). 1860 wollte mehr, ließ nicht locker. Nach einer Ecke drosch Bengali Mara im Gewusel schließlich den Ball zur erneuten Stralsunder Führung über die Linie (84.). Schumanns direkt verwandelter Freistoß (88.) setzte den Schlusspunkt auf ein fußballerisch nicht hochklassiges aber unterhaltsames Verbandsliga-Duell.

Damit bescherte die Stralsunder U 19 ihrem Trainer Frank Hillmann das perfekte Geburtstagsgeschenk zum 40. „Ich bin stolz auf euch“, meinte der Coach zu seinen Jungs, bevor sie tanzend den Derbysieg bejubelten.

Sein Gegenüber Benjamin Gau musste eingestehen, dass der Gegner mehr Spielanteile hatte. „Es ist schade für die Jungs. Wir sind in der Rückrunde so eingebrochen.“

Vor dem Spiel waren die Lokalrivalen mit dem Schlusslicht Anker Wismar punktgleich auf Platz acht und neun. Der TSV kann nach dem „Dreier“ zwei Spiele vor Schluss kurz durchatmen. „Uns war vor dem Spiel klar, dass das wahrscheinlich das wichtigste Spiel der Saison wird“, gab Strubel Einblick in die mentale Vorbereitung auf das Derby. Sollte 1860 am kommenden Sonnabend gegen Wismar gewinnen, könnten sie nicht nur sich selbst sondern auch Lokalrivale Grimmen in der Verbandsliga halten.

GSV: Rosolski – Reinhauer, Sponholz, Blietz, Wascher, Zühlsdorf, Brüß (72. Haak), Renz, Bunge, Kazimiersch (25. Ziems), Karstädt.
TSV: Finnern – Scholz, Schmidt, Schumann, Kempcke, Fröhlich, Eichstädt (64. Akbari), Strubel (89. Jamshidi), Mara (89. Heidari), Töpfer, Klatt

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