14. Januar 2019 / 14:23 Uhr

U11-JFK-Cup: Internationaler Fußball auf hohem Niveau

U11-JFK-Cup: Internationaler Fußball auf hohem Niveau

Nastassja Nadolska
Weser-Kurier
Jugendfu§ball JFK-Cup 2018 in Thedinghausen:
Borussia Moenchengladbach - US Torcy Paris
7 (Mitte)
FOTO: Bjšrn Hake
Die jungen Kicker von US Torcy Paris (gelb, hier gegen Gladbach) wussten während ihrer ersten Teilnahme beim JFK-Cup zu überzeugen. © Björn Hake
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Beim 16. Jugendförderkreis-Cups des MTV Riede waren mit US Torcy Paris und FFA Warschau zwei internationale Neulinge dabei

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US Torcy Paris gehörte in diesem Jahr neben FFA Warschau zu den Neulingen des 16. Jugendförderkreis-Cups des MTV Riede und sorgte bei den Verantwortlichen und bei den Zuschauern für großes Staunen. Bei ihrer ersten Teilnahme landeten sie direkt auf Platz drei und begeisterten das Publikum mit ihrem Fußball, was den Trainer Jean-Fabrice Niangui sehr freute: „Es war ein tolles Turnier und es freut mich, dass wir die Menschen hier begeistern konnten.“

Die Jugendarbeit bei Torcy sei über die Jahre gewachsen und der Verein gehöre in der Jugendarbeit mittlerweile zu den besten Nordfrankreichs. „Wir bereiten die jungen Spieler auf nationaler und internationaler Ebene vor. Wir sind so gut, dass wir jedes Jahr in der Rangliste der besten Jugendklubs benannt werden“, betonte der Coach der Pariser. Aus sportlicher Sicht gebe es in der Jugendarbeit keinen Unterschied zwischen Deutschland, Belgien und den Niederlanden – außer im Bereich der Bildung. „In anderen Vereinen wird die schulische Bildung gefördert, vor allem bei großen Vereinen. Bei uns ist das leider nicht so und die Jungs müssen sich da wirklich durchkämpfen“, bedauerte Niangui die momentane Situation in Frankreich.

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Dennoch seien seit 2003 mehr als 120 junge Spieler aufgefallen und haben sich in den Ausbildungszentren verschiedener Profiklubs, sowohl national als auch international, integriert – unter anderem auch Paul Pogba, der von 2006 bis 2007 dort mitwirkte und mittlerweile bei Manchester United und in der französischen Nationalmannschaft spielt. „Das macht uns natürlich stolz, wenn die jungen Spieler es so weit schaffen“, betonte Jean-Fabrice Niangui. Derartige Turniere wie hier in Thedinghausen gebe es in Frankreich nicht. „Und wenn es Turniere gibt, haben sie einen anderen Stellenwert und sind vom Niveau her nicht so hoch wie hier“, ergänzte der Torcy-Coach, der seine Schwerpunkte im Training auf die Kommunikation und die Stärkung der Gemeinschaft setzt. „Wenn sich die Spieler gut untereinander verstehen, dann läuft der Rest meistens von alleine“, sagte Niangui.

Einen großen Unterschied aus fußballerischer Sicht habe es zwischen den Franzosen und den anderen Vereinen im Turnier nicht gegeben. „Nur der Fußball wird hier härter gespielt als bei uns.“ Große Probleme hat es den Parisern während des Turniers aber nicht bereitet. In der Gruppe D platzierten sie sich mit mit zwölf Punkten und 23:4 Toren auf Rang eins. Auch in der Zwischenrunde spielten sie souverän weiter und fuhren gegen den VfL Wolfsburg (2:0) und gegen Cambridge United (3:2) zwei Siege ein. Im ersten Halbfinale gegen Bayer Leverkusen hatte das Team um Trainer Jean-Fabrice Niangui aber keine Chance und verlor deutlich mit 0:3. „Leverkusen war spielerisch besser und auch körperlich einfach viel robuster als wir.“ Im Spiel um Platz drei gegen den 1. FC Union Berlin zeigten sie wieder ihre alte Stärke und feierten mit dem 4:0 aus ihrer Sicht einen tollen Abschluss. „Wir haben ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass wir so weit kommen. Im nächsten Jahr wollen wir auf jeden Fall wiederkommen“, kündigt Jean-Fabrice Niangui an.

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