29. April 2020 / 16:30 Uhr

U19-Trainer Alexander Blessin und RB Leipzig gehen getrennte Wege

U19-Trainer Alexander Blessin und RB Leipzig gehen getrennte Wege

Thomas Fritz
Leipziger Volkszeitung
Alexander Blessin
Alexander Blessin möchte den nächsten Schritt machen. © getty images
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Stühlerücken im Nachwuchsbereich von RB Leipzig: U19-Coach Alexander Blessin und U15-Trainer Levent Sürme verlassen den Verein nach Auslaufen ihrer Verträge im Sommer. Das hat interne Auswirkungen auf weitere Trainerposten.

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Leipzig. Acht Jahre war er im Verein, seit zwei Jahren betreute er die U19 der Rasenballer: Alexander Blessin (46) und RB Leipzig gehen im Sommer getrennte Wege. Der Vertrag des Fußball-Lehrers wird nach SPORTBUZZER-Informationen nicht verlängert, die Trennung erfolge einvernehmlich. Blessin wolle nach acht Jahren im Verein den nächsten Schritt in den Männerbereich gehen. Einen neuen Arbeitgeber hat der gebürtige Stuttgarter aber offenbar noch nicht gefunden. Sportliche Gründe hätten für die Entscheidung keine Rolle gespielt, heißt es weiter.

Marco Kurth wird Blessins Nachfolger

Die U19 liegt nach einer schwachen Vorrunde derzeit auf dem fünften Platz der A-Juniorenbundesliga Nord/Nordost. Im Vorjahr führte der Schwabe seine Elf auf Rang drei und ins A-Junioren-Pokalfinale, wo RBL dem VfB Stuttgart 1:2 unterlag. 2018 wurde er mit der U17 Staffelsieger der Junioren-Bundesliga Nord/Nordost und scheiterte im Halbfinale der Endrunde um die deutsche Meisterschaft gegen den späteren Vizemeister Bayern München.

DURCHKLICKEN: Sie sollen auf dem Zettel von RB stehen

<b>Samuel Bastien (23), Standard Lüttich:</b>
 Laut belgischen Medien ist Europa-League-Teilnehmer Lüttich mit 14 Millionen Euro verschuldet. Ein Verkauf des Offensivspielers (Marktwert: 4,8 Millionen Euro) würde etwas Geld in die Kasse spülen. In 26 Erstligaspielen kam Bastien auf vier Tore und vier Vorlagen. Bei RB könnte er in der Zentrale für Entlastung sorgen, sollte Emil Forsberg Leipzig verlassen.  Zur Galerie
Samuel Bastien (23), Standard Lüttich: Laut belgischen Medien ist Europa-League-Teilnehmer Lüttich mit 14 Millionen Euro verschuldet. Ein Verkauf des Offensivspielers (Marktwert: 4,8 Millionen Euro) würde etwas Geld in die Kasse spülen. In 26 Erstligaspielen kam Bastien auf vier Tore und vier Vorlagen. Bei RB könnte er in der Zentrale für Entlastung sorgen, sollte Emil Forsberg Leipzig verlassen.  ©

Für Blessin rückt Marco Kurth, der jetzige U17-Trainer, zum Chefcoach der U19 auf. Sein bisheriger „Assi“ Tim Krömer leitet ab der kommenden Saison die U17. Auch David Bergner, der in Leipzig lebende frühere Coach des Chemnitzer FC, soll nach SPORTBUZZER-Informationen zwischenzeitlich für einen Trainerposten im RB-Nachwuchs im Gespräch gewesen sein.

Neben Blessin wird Levent Sürme, Coach der U15, RBL im Sommer ebenfalls verlassen. Seinen Stuhl besetzt Tom Stuckey von der U13 der Rasenballer. Dennis Bockelmann wird dafür U13-Coach. Sürme (37), der 2018 aus der Nachwuchsabteilung des FC Augsburg nach Leipzig gewechselt war, wolle gerne im Leistungsbereich, näher am Profitum, arbeiten. Das war bei RB aber im Moment nicht möglich.

15 Millionen Euro pro Jahr für den Nachwuchs

Die personellen Veränderungen sind das eine. RB-Sportdirektor Markus Krösche fordert ein grundsätzliches Umdenken im Unterbau, um endlich eigene Junioren in die erste Mannschaft zu hieven. Mit den Nachwuchschefs Sebastian Kegel und Christian Streit will er an verschiedenen Stellschrauben drehen und sich auch in anderen Ländern Ideen und Impulse holen.

In den vergangenen drei Jahren wurden zwar in Leipzig über 25 Nachwuchsspieler für den Profi-Fußball ausgebildet. Bislang hat sich aber noch kein eigenes Talent als echte Alternative für den Profikader empfehlen können, obwohl RB jährlich rund 15 Millionen Euro in die 2015 fertig gestellte Nachwuchs-Akademie pumpt. Die U19-Nationalspieler Frederik Jäkel, Malik Talabidi, Fabrice Hartmann und Tom Krauß trainierten zumindest hin und wieder bei den Profis mit.

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Künftig soll weniger auf ergebnisorientierten Fußball gesetzt, sondern das Hauptaugenmerk auf die Entwicklung der Spieler unter der Woche gelegt werden. Es wäre eine 180-Grad-Wende von der bisherigen Nachwuchs-Philosophie.