23. April 2021 / 16:36 Uhr

U19-Woche mit Probespielern: ZFC Meuselwitz testet für Pokal-Finale

U19-Woche mit Probespielern: ZFC Meuselwitz testet für Pokal-Finale

Johannes David
Leipziger Volkszeitung
Holm Pinder
Trainer Holm Pinder will seine Mannschaft bestmöglich auf das Finalspiel gegen Jena vorbereiten. © Mario Jahn
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Am 29. Mai trifft der ZFC Meuselwitz im Thüringer Landespokal auf Carl Zeiss Jena. Aus diesem Grund gibt die Mannschaft in der Vorbereitung Vollgas. Die Pinder-Truppe testet gegen die U19-Teams von RB Leipzig, 1. FC Magdeburg und dem Halleschen FC.

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Meuselwitz. So richtig hat die Entscheidung zum kampflosen Einzug ins Landespokalfinale beim ZFC Meuselwitz niemanden mehr überrascht. Und damit die Truppe am 29. Mai gegen Regionalliga-Konkurrent Carl Zeiss Jena auf der Höhe ihres Schaffens aufschlägt, lauert bis dahin ein deftiges Vorbereitungsprogramm. Allein in den kommenden sieben Tagen stehen drei Testspiele auf dem Programm. Am Sonnabend (24. April), 11 Uhr, geht‘s in der bluechip-Arena gegen die U19 von RB. Am Mittwoch stattet man der U19 des 1. FC Magdeburg einen Besuch ab, am Freitag den Talenten des Halleschen FC. All das wie inzwischen gewohnt unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Dabei würde ein Blick bestimmt lohnen, sollen sich doch einige Probespieler vorstellen.

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Ein potenzieller (Manuel) Neuer war schon an Bord, trainierte ein paar Tage mit und bekam gegen Chemnitz 45 Minuten Einsatzzeit. Ob aus der Verpflichtung von Schlussmann Justin Fietz aus der A-Jugend von Rot-Weiß Erfurt etwas wird, ließ ZFC-Trainer Holm Pinder indes offen. „Wir sind relativ zufrieden mit ihm gewesen, mal abwarten, was die Zukunft bringt.“ Ein neuer Torwart muss spätestens im Sommer her, weil Chris Kroner aus beruflichen Gründen wohl nicht mehr die Zeit finden wird für semiprofessionellen Fußball an der Schnauder. Und Keeper Nummer drei, Zicos Resvanis, „braucht noch Zeit“, sagt Pinder.

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Das Zeit ein relativer Faktor ist, lässt sich an der Vorbereitung bemessen. Seit Januar trainieren die Meuselwitzer wieder. Das letzte Pflichtspiel freilich datiert vom 1. November, das nächste folgt erst am 29. Mai. Dazwischen liegt also bereits jetzt reichlich luftleerer Raum. Nicht ganz einfach für einen Fußballer. „Klar, es murrt da mal der eine oder andere, aber insgesamt macht es zur Zeit richtig Laune. Die Mannschaft wirkt auch untereinander sehr aufgeräumt“, berichtet Pinder. Und mit dem Pokalfinale im Sinn dürften noch einmal ganz neue Reserven frei werden.

Pinder freut sich auf Eilenburg

Derweil gab es noch eine weitere Richtungsentscheidung, denn mit dem FC Eilenburg und Tasmania Berlin erlaubte der Verband zwei Aufsteiger zur Regionalliga Nordost. Das stieß vor allem bei Rot-Weiß Erfurt auf Unmut, das statt Quotientenregelung lieber Aufstiegs-Playoffs erlebt hätte. Problem: Die sind in den Statuten gar nicht vorgesehen. Pinder betrachtet es pragmatisch: „Es ist schwierig zu beurteilen, ob das nun gerecht ist oder nicht. Aber noch eine Playoff-Runde zu spielen wäre auch Käse gewesen, dann hättest du auch die Hinrunde durchziehen können.“

Auf den Neuling aus Nordsachsen freut sich Pinder derweil schon. Schließlich kickte er einst beim VfB Leipzig Seite an Seite mit dem jetzigen FCE-Trainer Nico Knaubel, noch heute haben die beiden losen Kontakt. „In Eilenburg wird ehrliche Arbeit geleistet, das ist eine Riesensache für ,Knaubi‘ und den ganzen Verein. Und der ein oder andere Spieler hat ja auch schon in Meuselwitz sein Gesicht gezeigt.“ Eilenburgs Torwart Andreas Naumann stand von 2014 bis 2017 im ZFC-Kasten, Defensivmann Alexander Vogel absolvierte dereinst ein Probetraining an der Schnauder. Nun sieht man sich also wieder.