18. Juni 2019 / 18:14 Uhr

U21-EM: Reporter-Sieg im Tischtennis-Doppel gegen die Eggestein-Brüder

U21-EM: Reporter-Sieg im Tischtennis-Doppel gegen die Eggestein-Brüder

Tim Lüddecke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Reporter André Siems (l.) und Tim Lüddecke setzten sich mit 11:8 im Tischtennis-Doppel gegen Johannes (r.) und Maximilian Eggestein durch.
Die Reporter André Siems (l.) und Tim Lüddecke setzten sich mit 11:8 im Tischtennis-Doppel gegen Johannes (r.) und Maximilian Eggestein durch.
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Auch bei der deutschen U21-Nationalmannschaft sind die Brüder Maximilian und Johannes Eggestein von Werder Bremen unzertrennlich – aber nicht unschlagbar. In der fußballerischen Entwicklung hat der ältere den jüngeren Eggestein laut Bundestrainer Stefan Kuntz etwas überholt. 

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Als es darum ging, wer im Mannschaftshotel der deutschen U21 ein Doppelzimmer bezieht, war ein Pärchen natürlich schnell gefunden: Maximilian und Johannes Eggestein, die beiden Brüder, die nicht nur in Bremen, wo sie zusammen für den SV Werder auflaufen, nebeneinander wohnen, sondern sich auch während der EM in Italien und San Marino möglichst in der Nähe des anderen aufhalten. Auch am Dienstagnachmittag machten sie gemeinsame Sache, als sie sich gegen Journalisten an der Tischtennis-Platte versuchten.

Schon in noch jüngeren Jahren sind sie meistens im Keller verschwunden, um sich bei solchen Spielchen auszutoben. „Unser Opa hatte den zu einem Spielkeller umfunktioniert, natürlich mit Zustimmung unserer Eltern“, erklärt Johannes Eggestein bei Sky. Gekickt wurde auf einem ausgelegten Teppich. „Und eine Tischtennisplatte und einen Tischkicker gab es auch. Es hat sich so angesammelt über die Jahre, da gab es immer mal wieder was zu Weihnachten“, so Johannes, der von allen nur „Jojo“ gerufen wird, weiter.

Profis unterliegen Reportern an der Platte

Priorität schien damals aber eher das runde Leder gehabt zu haben, sonst wären sie womöglich auch nicht hier in Fagagna bei der U21-EM. Und so setzte es im Doppel gegen die Reporter André Siems (Bayrischer Rundfunk, gewann auch ein Tischkickerduell) und Tim Lüddecke (SPORTBUZZER) auch eine empfindliche Niederlage für die Brüder: 8:11 lautete der Endstand aus Sicht der Fußballasse, die sich bei den Interviews dann auch lieber auf ihre Paradesportart konzentrierten.

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Dabei kamen sie natürlich auch nicht an der Frage vorbei, wer der bessere Fußballer ist, auch wenn das zuweilen die nervigste Frage sei, die ihnen gestellt werde. „Allgemein alles, was damit zu tun hat, wer der Bessere ist“, sagt Maxi.

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Der 21-jährige Johannes nennt natürlich seinen rund eineinhalb Jahre älteren Bruder. Der wiederum entgegnet: „Ich würde ihn nehmen, weil er das größere Talent ist.“ U21-Bundestrainer Stefan Kuntz sieht es als neutrale Instanz wie folgt: „Wenn man die Karriere der beiden verfolgt, war Johannes etwas mehr in Front, doch in den letzten zwei Jahren hat Maxi ihn etwas überholt, weil er mehr Spiele in der Bundesliga absolviert hat. Er performt sehr gut.“

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Das galt auch für das erste Spiel der Deutschen gegen Dänemark (3:1) am Montag, in dem Maximilian 90 Minuten im zentralen Mittelfeld durchspielte und mit seiner Ruhe am Ball und dem Blick für das Gesamtgeschehen fürs Gleichgewicht im deutschen Spiel sorgte. Johannes saß als Joker für die offensive Außenbahn auf der Bank. Dass allerdings beide zu den größten deutschen Talenten gehören, ist unbestritten. Fußballtrainer Kuntz (nicht Tischtennis) scherzte bereits: „Wir haben natürlich schon bei seinem Vater angefragt, ob er noch weitere Söhne von der Sorte hat…“