24. Juni 2019 / 09:05 Uhr

U21-EM: Auf diese vier DFB-Spieler kommt es im Halbfinale an

U21-EM: Auf diese vier DFB-Spieler kommt es im Halbfinale an

Tim Lüddecke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Alexander Nübel, Luca Waldschmidt, Mahmoud Dahoud und Jonathan Tah (v.l.) sollen dazu beitragen, dass Deutschland ins Finale einzieht.
Alexander Nübel, Luca Waldschmidt, Mahmoud Dahoud und Jonathan Tah (v.l.) sollen dazu beitragen, dass Deutschland ins Finale einzieht. © imago images / Montage
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Zwar ohne Glanz, aber die deutsche U21-Nationalmannschaft steht im EM-Halbfinale. Obwohl der Gegner noch nicht feststeht, kommen dort sicher höhere Anforderungen auf die DFB-Auswahl zu. Eine DFB-Achse, bestehend aus vier Spielern, wird dabei besonders gefragt sein.

Am Ende waren es die österreichischen Spieler, die in der linken Platzhälfte lautstark mit ihren Fans feierten, dabei waren sie durch das 1:1-Unentschieden gegen Deutschland gerade frisch bei der U21-EM ausgeschieden. Ein paar Meter weiter, in der rechten Platzhälfte, standen die Spieler des DFB, nur recht verhalten klatschten sie mit den Händen ihren Anhängern entgegen – fast, als hätten sie das Spiel verloren.

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Deutschland in Noten: So war die U21-Nationalmannschaft gegen Österreich in Form

Deutschland steht nach einem Unentschieden gegen Österreich im Halbfinale der U21-EM. SPORTBUZZER-Redakteur Tim Lüddecke hat die Leistung der Mannschaft von Trainer Stefan Kuntz bewertet. Zur Galerie
Deutschland steht nach einem Unentschieden gegen Österreich im Halbfinale der U21-EM. SPORTBUZZER-Redakteur Tim Lüddecke hat die Leistung der Mannschaft von Trainer Stefan Kuntz bewertet. ©

Beinahe hätten sie das sogar, denn trotz ihres Ausscheidens hatten die Österreicher ein starkes Spiel abgeliefert und den großen Nachbarn tatsächlich an den Rand einer Niederlage gebracht. Das deutsche Team zitterte sich ins Halbfinale. Nur: Mit Italien, Frankreich oder Rumänien warten dort nun mögliche Gegner, die der Mannschaft von Trainer Stefan Kuntz wohl etwas mehr abverlangen werden als Dänemark, Serbien und Österreich, gegen die sich die DFB-Auswahl letztendlich mit sieben Punkten aus den drei Gruppenspielen durchsetzte.

Auf welche deutschen Spieler kommt es dabei nun an? Der SPORTBUZZER stellt sie vor:

Alexander Nübel: Auf dem Papier kann man ihm bislang keinerlei Vorwürfe machen. Alle drei Gegentreffer, die er kassierte, fielen vom Elfmeterpunkt. Allerdings: Gegen Österreich verursachte er selbst einen Straßstoß, indem er mit dem Knie voraus in den österreichischen Spieler Sasa Kalajdzic reinsprang – auch wenn sein Torwarttrainer Klaus Thomforde dafür kein Verständnis zeigte: „Ich kann den Pfiff nicht nachvollziehen. Das sind Gründe, die den Fußball kaputt machen.“ Einige Unkonzentriertheiten offenbarte der – eigentlich als so guter Fußballer geltende – Schalker bislang mit dem Ball am Fuß aber immer mal wieder. Gegen Österreich konnte er, als er mehrfach stark parierte, aber auch erstmals (Dänen und Serben forderten ihn weniger) richtig zeigen, dass man auf der Linie auf ihn zählen kann, wenn es drauf ankommt. Und im Halbfinale wird es das.

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Jonathan Tah: Er ist nicht nur der Kapitän, Abwehrchef und wertvollster Spieler (40 Millionen Euro), sondern vielleicht auch der einzige große Name im deutschen Kader. Bedeutet: Ihm zollen die gegnerischen Stürmer einen gewissen Respekt. Nicht ohne Grund nahm der Leverkusener Serbiens Ausnahmekönner Luka Jovic (wurde vorzeitig ausgewechselt) komplett aus dem Spiel. Bei den möglichen Halbfinal-Gegnern spielen ebenfalls Spieler dieses Kalibers und Profils: Die Italiener Moise Kean (40 Millionen) oder Patrick Cutrone (28 Millionen), der Franzose Moussa Dembélé (27 Millionen) oder Rumäniens zweifacher Torschütze George Puscas (3 Millionen).

Das ist der EM-Kader der deutschen U21-Nationalmannschaft

Jonathan Tah, Maximilian Eggestein, Mahmoud Dahoud und Alexander Nübel stehen im finalen EM-Kader der U21-Nationalmannschaft.  Zur Galerie
Jonathan Tah, Maximilian Eggestein, Mahmoud Dahoud und Alexander Nübel stehen im finalen EM-Kader der U21-Nationalmannschaft.  ©

Mahmoud Dahoud: Seine bisherigen Turnierleistungen als unauffällig zu bezeichnen, wäre etwas zu viel des Guten. Doch der Dortmunder, in dem vielleicht am allermeisten Potenzial im deutschen Kader steckt, konnte seine Fähigkeiten bislang nur in sehr ausgewählten Momenten zeigen. Dabei hatte er sich im Trainingslager eigentlich in absoluter Topverfassung präsentiert. Oft fehlte ihm im Turnier noch die Bindung zu seinen Mitspielern, doch wenn er dann mal in Szene gesetzt wurde, durfte man immer etwas Besonderes erwarten. Eine Qualität, die man in K.o.-Spielen ganz besonders braucht.

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Luca Waldschmidt: Klar, auch Marco Richter wäre an dieser Stelle vielleicht zu nennen gewesen, doch der Augsburger muss erst noch nachhaltig beweisen, dass er seine Topleistungen auch gegen Topmannschaften bringen kann. Luca Waldschmidt wirkt da bereits etwas weiter. Mit dem Freiburger steht und fällt das Offensivspiel der deutschen U21. Er trifft und trifft und trifft – und dann packt er auch noch so einen Schuss wie beim 1:1 gegen Österreich aus rund 30 Metern aus. Wenn man diese Fähigkeiten nicht in einem EM-Halbfinale braucht, welche dann?

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