30. Juni 2019 / 08:21 Uhr

U21-EM: Spanien-Check, Prämien, Transfer-Gerüchte - das müsst Ihr vor dem Finale wissen

U21-EM: Spanien-Check, Prämien, Transfer-Gerüchte - das müsst Ihr vor dem Finale wissen

Tim Lüddecke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Spanien-Kapitän Dani Ceballos (l) und DFB-Torjäger Luca Waldschmidt (r) wollen im Finale ihre starke Form bestätigen. 
Spanien-Kapitän Dani Ceballos (l) und DFB-Torjäger Luca Waldschmidt (r) wollen im Finale ihre starke Form bestätigen.  © imago images / Newspix
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Die deutsche U21 will im Finale gegen Spanien den Titel erfolgreich verteidigen. Wie stark ist der Gegner? Wie geht es für Luca Waldschmidt & Co. nach dem Turnier weiter? Was wird aus Trainer Stefan Kuntz? Der SPORTBUZZER gibt die Antworten.

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Es ist die Neuauflage des Endspiels von vor zwei Jahren: Deutschland gegen Spanien. Bei einer U21-Europameisterschaft hatte es das bislang noch nie gegeben. Am Sonntagabend (20.45 Uhr) hat die deutsche Auswahl dann auch erstmals die Chance, ihren Titel zu verteidigen. Der SPORTBUZZER beantwortet vor dem Finale die fünf wichtigsten Fragen zur Partie im Stadio Friuli in Udine.

Was wäre der Titel wert?

Unabhängig von der Prämie in Höhe von 35.000 Euro, die der U21-Mannschaftsrat vor dem Turnier für jeden Spieler ausgehandelt hatte (2017 waren es 30.000), wäre vor allem der sportliche Erfolg einer mit Signalwirkung für den deutschen Fußball. Das Vorrundenaus der A-Nationalmannschaft bei der WM 2018 vor rund einem Jahr, der Abstieg in der Nations League: Da könnte so eine U21-EM-Titelverteidigung dem Abgesang, der bereits auf die Entwicklungen beim DFB angestimmt wurde, erstmal ein Ende setzen.

„Ich kann aber nur davor waren, dass wir mit dem Finaleinzug schon sagen: Ist ja alles doch nicht so schlimm“, sagte U21-Coach Stefan Kuntz und verwies auf die Reformen, die im Verband aktuell angeschoben werden: „Die sind notwendig, damit wir nicht wirklich den Kontakt verlieren.“ Dass Bundestrainer Joachim Löw ebenfalls zum Finale reist, unterstreicht den Stellenwert dieser Mannschaft (und eines möglichen Titels) wohl umso mehr. „Das ist ein Zeichen, dass unsere Leistung honoriert wird. Seine Anwesenheit pusht einen noch mal“, sagte etwa Rechtsverteidiger Lukas Klostermann. Für die Spieler selbst kann sich ein erfolgreiches Turnier zudem insofern lohnen, dass sie verbesserte oder neue Einzel-Ausrüsterverträge erhalten.

Das ist der EM-Kader der deutschen U21-Nationalmannschaft

Jonathan Tah, Maximilian Eggestein, Mahmoud Dahoud und Alexander Nübel stehen im finalen EM-Kader der U21-Nationalmannschaft.  Zur Galerie
Jonathan Tah, Maximilian Eggestein, Mahmoud Dahoud und Alexander Nübel stehen im finalen EM-Kader der U21-Nationalmannschaft.  ©
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Wie stark sind die Spanier?

Wer den hochgehandelten Weltmeister-Nachwuchs aus Frankreich im Halbfinale mit 4:1 abfertigt, den sieht auch Kuntz im Finale „etwas mehr in der Favoritenrolle – von den Marktwerten her stehen die Spanier ebenfalls vor uns“. Dabei starteten sie zunächst holprig (1:3 gegen Italien) ins Turnier, groovten sich dann aber immer besser ein: 2:1 gegen Belgien, 5:0 gegen Polen, dazu die Demonstration gegen Frankreich.

Ihr Ausnahmekönner heißt immer noch Dani Ceballos, der genauso zur Mannschaft von vor zwei Jahren gehörte wie noch sechs weitere Spanier (bei Deutschland sind es vier: Dahoud, Öztunali, Amiri, Anton) – und der schon in Polen zum Spieler des Turniers ausgezeichnet wurde. Bekannt aus der Bundesliga sind zudem die Spieler Jorge Meré (Köln), Aarón Martin (Mainz), Mikel Merino (Ex-Dortmunder), Borja Mayoral (Ex-Wolfsburger) und Kapitän Jesus Vallejo (Ex-Frankfurter), der ebenfalls im letzten EM-Finale auf dem Platz stand – und bereits ankündigte: „Wir haben in Polen eine Menge gelernt.“

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Gibt es noch Tickets und wo kann ich das Spiel im TV gucken?

Inzwischen ist das Spiel ausverkauft, rund 25.000 Zuschauer gehen in das Stadio Friuli rein, von denen etwa 2000 deutsche Fans sein werden. Im deutschen Free-TV wird das Spiel ab 20.15 Uhr von der ARD übertragen. Moderator ist Matthias Öpdenhövel, kommentieren wird Steffen Simon, der von Ex-Profi und Experte Thomas Broich unterstützt wird.

Welchen deutschen Spielern winkt jetzt ein neuer Klub?

Am hartnäckigsten halten sich weiterhin die Gerüchte um Torwart Alexander Nübel, der mit einem Wechsel zum FC Bayern in Verbindung gebracht wird. Am Freitag sagte Nübel nur: „Wir haben jetzt erst mal ein wichtiges Spiel, und was danach ist, das weiß ich auch nicht.“ U21-Kollege Markus Schubert (Dresden) könnte sein königsblauer Nachfolger werden.

Erstaunlich: Bis auf ein Lazio-Rom-Gerücht gibt es kaum Spekulationen um Stürmer Luca Waldschmidt (sieben Treffer), der mit einem weiteren Tor einen neuen Rekord bei der U21-EM aufstellen würde. Der Freiburger wurde in Vergangenheit bereits mit Gladbach, Hoffenheim und Leipzig in Verbindung gebracht, doch Klub-Sportvorstand Jochen Saier sagt: „Luca spielt in unseren Planungen eine zentrale Rolle.“ Sturmkollege Lukas Nmecha wird es in die Bundesliga ziehen. Timo Baumgartl und Levin Öztunali wechseln wohl ebenfalls im Sommer.

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Wie geht es mit Trainer Stefan Kuntz weiter?

Nach dem Turnier wird es ein Zukunftsgespräch zwischen dem U21-Trainer und DFB geben. Der Verband würde gern in der aktuellen Konstellation mit dem 56-Jährigen weiterarbeiten. Doch will das auch Kuntz? Das olympische Fußball-Turnier (22. Juli bis 8. August) in Tokio „wird er sich nicht nehmen lassen“, glaubt auch Meikel Schönweitz, Cheftrainer der deutschen U-Teams. Womöglich könnte es ein angemessener Abschluss für Kuntz sein, dessen Vertrag am 31. August 2020 ausläuft – sofern er nach der EM eben nicht verlängert wird. Fest steht für den Trainer jedenfalls: „Nach dem Turnier strecke ich erst mal die Füße aus und mache alles, was die letzten vier Wochen zu kurz gekommen ist.“

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