30. Juni 2019 / 22:36 Uhr

U21-EM: Joachim Löw sieht bittere Final-Pleite gegen Spanien - Alexander Nübel mit bösem Patzer

U21-EM: Joachim Löw sieht bittere Final-Pleite gegen Spanien - Alexander Nübel mit bösem Patzer

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bundestrainer Joachim Löw sah bei der bitteren deutschen Niederlage im Finale der U21-EM einen bösen Patzer von Torhüter Alexander Nübel
Bundestrainer Joachim Löw sah bei der bitteren deutschen Niederlage im Finale der U21-EM einen bösen Patzer von Torhüter Alexander Nübel © imago images / DeFodi
Anzeige

Eine schwache Anfangsphase und ein böser Patzer von Alexander Nübel im Endspiel gegen Spanien haben die deutsche U21 den EM-Titel gekostet. Unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw wäre durchaus mehr möglich gewesen.

Anzeige
Anzeige

Die deutsche U21-Nationalmannschaft hat die erfolgreiche Titelverteidigung bei der Europameisterschaft in Italien und San Marino verpasst. Unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw verloren die DFB-Junioren die Neuauflage des Endspiels von 2017 mit 1:2 (0:1) gegen Spanien und schafften es nicht, ihre insgesamt gute Turnier-Leistung mit der erhofften Trophäe zu veredeln. Mittelfeldspieler Fabian brachte die deutschen Titel-Träume mit seinem frühen Treffer (7.) ins Wanken, Dani Olmo sorgte schließlich für das 2:0 (69.). Nadiem Amiri gelang nur noch der Anschluss (88.). Dem DFB-Team bleibt immerhin die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2020 in Tokio, die bereits mit dem Einzug ins Halbfinale gesichert worden war.

Deutschland in Noten: Die U21-Nationalmannschaft in der Einzelkritik gegen Spanien

SPORTBUZZER-Reporter Tim Lüddecke hat die Leistungen der DFB-Youngster im Spiel gegen Spanien bewertet. Zur Galerie
SPORTBUZZER-Reporter Tim Lüddecke hat die Leistungen der DFB-Youngster im Spiel gegen Spanien bewertet. ©
Anzeige

Löw hatte sich vor der Partie angetan von den bisherigen Auftritten, des ungeschlagen ins Finale eingezogenen DFB-Nachwuchses gezeigt und den Spielern eine Perspektive in der A-Nationalmannschaft aufgezeigt. "Alle Spieler, die hier sind, sind bei uns im Fokus", sagte der Bundestrainer in der ARD und tippte auf einen deutschen Sieg. Der Dämpfer folgte schnell. Nach einem verlorenen Zweikampf von Timo Baumgartl stürmte Fabian in Richtung Tor und versenkte den Ball aus gut 20 Metern unbedrängt im deutschen Tor. Ein Schock, den die Mannschaft von Trainer Stefan Kuntz erst einmal verdauen musste.

Mehr vom SPORTBUZZER

Nach dem Rückstand erhielten die DFB-Junioren streckenweise eine Lehrstunde in Kurzpassspiel. Die Iberer ließen Ball und Gegner laufen, die Deutschen kamen in kaum einen Zweikampf. Erst nach rund einer Viertelstunde meldete sich das Team von Kuntz, der seine Startelf im Vergleich zum 4:2 im Halbfinale gegen Rumänien nominell auf zwei Positionen verändert hatte und Suat Serdar und Benjamin Henrichs statt Florian Neuhaus und Maximilian Mittelstädt von Beginn an brachte, langsam ins Spiel. Zwingende Chancen kamen dennoch nicht zu Stande. Auch Luca Waldschmidt, der die Mannschaft mit sieben Turnier-Treffern ins Endspiel geschossen hatte, kam nicht entscheidend zum Zug.

Vallejo mit üblem Tritt gegen Waldschmidt

So war es Levin Öztunali, der Spaniens Schlussmann Antonio Sivera erstmals zum Eingreifen zwang. Der Schuss des Mainzers aus halbrechter Position stellte den Keeper aber vor keinerlei Probleme (24.). Zunächst schien es, als würden die Deutschen nach dieser Aktion selbstbewusster zu werden, doch der Gegner zeigte sich unbeeindruckt und hielt dagegen - auch mit harten Mitteln. So wurde Waldschmidt vom früheren Frankfurter Bundesliga-Profi Jesus Vallejo übel niedergestreckt (33.) und konnte erst nach einer Behandlungspause wieder eingreifen. Anschließend mühten sich der Turnier-Torschützenkönig und seine Teamkollegen bis zum Ende des ersten Durchgangs zwar nach Kräften, wirkliche Gefahr konnten sie aber weiterhin nicht erzeugen.

U21-EM: Das wurde aus den deutschen Europameistern von 2017

Vor zwei Jahren wurde die deutsche U21-Nationalmannschaft in Polen Europameister. Aber wer war eigentlich dabei – und was wurde aus den DFB-Spielern, die den Titel damals nach Deutschland geholt haben? Der <b>SPORT</b>BUZZER klärt auf. Zur Galerie
Vor zwei Jahren wurde die deutsche U21-Nationalmannschaft in Polen Europameister. Aber wer war eigentlich dabei – und was wurde aus den DFB-Spielern, die den Titel damals nach Deutschland geholt haben? Der SPORTBUZZER klärt auf. ©

In der Halbzeit schien Kuntz den richtigen Ton getroffen zu haben: Seine Mannschaft kam schwungvoll aus der Kabine. Amiri hämmerte den Ball auf den gegnerischen Kasten, Sivera konnte den Ball nicht festhalten - doch der Abpraller landete bei einem Spanier (47.). Auch danach blieb das DFB-Team am Drücker und übernahm die Spielkontrolle. Waldschmidt zielte bei seinen Versuchen jedoch nicht genau genug (53. und 58.). Nach einer Stunde setzte Kuntz vor gut 23.000 Zuschauern auch personell auf mehr Offensive, brachte Neuhaus für Serdar. Doch statt des Ausgleichs folgte der bittere Rückschlag.

Bitterer Nübel-Fehler besiegelt deutsche Niederlage

Torhüter Alexander Nübel ließ einen weder sonderlich harten, noch sonderlich platzierten Schuss von Fabian nach vorn abklatschen und Dani Olmo staubte zum zu diesem Zeitpunkt komplett unerwarteten zweiten spanischen Treffer ab. Nach diesem Dämpfer gelang den Deutschen das große Aufbäumen nicht mehr. Stattdessen hätte Fabian, der als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet wurde, für die nun wieder sicher agierenden Spanier weiter erhöhen können (75.). Kurz vor Schluss dann doch noch einmal ein wenig Hoffnung: Amiri traf mit einem abgefälschten Schuss, der am Ende aber nur Ergebniskosmetik bedeutete.

ANZEIGE: 50% Rabatt auf 5-teiliges Trainingsset! Der Deal of the week im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus aller Welt