29. Juni 2019 / 12:11 Uhr

Waldschmidt, Tah & Co.: So stehen die Chancen der deutschen U21-Stars bei Joachim Löw

Waldschmidt, Tah & Co.: So stehen die Chancen der deutschen U21-Stars bei Joachim Löw

Tim Lüddecke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jonathan Tah, Luca Waldschmidt und Florian Neuhaus - nur drei Kandidaten, die Bundestrainer Joachim Löw vor der EM 2020 testen könnte.
Jonathan Tah, Luca Waldschmidt und Florian Neuhaus - nur drei Kandidaten, die Bundestrainer Joachim Löw vor der EM 2020 testen könnte. © Getty / dpa / imago images
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Waldschmidt, Tah und Co. empfehlen sich bei der U21-EM für höhere Aufgaben. Greift Bundestrainer Joachim Löw bei der EM 2020 auf einige der Youngster zurück? Der SPORTBUZZER zeigt, wer die besten Chancen hat.

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Am Sonntag hat die deutsche U21-Nationalmannschaft erstmals in der DFB-Historie die Gelegenheit, den EM-Titel zu verteidigen. Auch Bundestrainer Joachim Löw kommt zum Finale gegen Spanien (20.45 Uhr/live in der ARD) und sagt: „An so manchem Spieler werden wir bestimmt auch über die U21 hinaus noch unsere Freude haben.“ Wer sind die möglichen Kandidaten, die bereits bei der EM 2020 in seinem Kader stehen könnten?

Jonathan Tah (23/Bayer 04 Leverkusen)

Bei der U21 unumstrittener Abwehrboss und wertvollster Spieler (Marktwert: 40 Millionen Euro). Zudem machte ihn Trainer Stefan Kuntz zum Kapitän, auch wenn es andere Spieler gibt, die von ihren Führungsqualitäten eher dafür infrage gekommen wären. Der Leverkusener soll weiter gefördert werden, auch perspektivisch für das A-Team – und deshalb auch auf kommunikativer Ebene noch mehr Aufgaben übernehmen. Sechs Spiele hat er unter Löw bereits gemacht, ist dort künftig fest eingeplant.

EM-Chance: 95 Prozent

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Lukas Klostermann (23/RB Leipzig)

Auch er hat schon zwei Einsätze im A-Team. Vor allem die bei Löw hoch im Kurs stehende Dreierkette liegt dem Leipziger. Auf der rechten Außenbahn kann er seine Schnelligkeit sowohl defensiv als auch für Impulse nach vorn einbringen. Nahm bei der U21-EM bislang aber noch nicht die tragende Rolle ein, die man von einem A-Nationalspieler vielleicht erwarten darf. Ist trotzdem ein Kandidat für 2020, weil die Konkurrenz auf seiner Position nicht übermäßig groß ist.

EM-Chance: 80 Prozent

Benjamin Henrichs (22/AS Monaco)

Der Außenverteidiger gab bereits im November 2016 sein A-Debüt und war beim Confederations Cup 2017 dabei. In jüngerer Vergangenheit spielte er zwar keine Rolle mehr bei Löw, steht aber definitiv auf dessen Zettel. Wie auch für Klostermann gilt: Mit Thilo Kehrer, U21-Europameister von 2017, gibt es aktuell lediglich einen weiteren Konkurrenten auf der Position rechts hinten. Sein Vorteil: Er kann auch auf der linken Außenbahn spielen, wie aktuell bei der U21. Auch dort hat Löw seine Idealbesetzung noch nicht final gefunden. Aktuell hat Nico Schulz die Nase vor Marcel Halstenberg und Jonas Hector.

EM-Chance: 40 Prozent

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Maximilian Eggestein (22/Werder Bremen)

Ist auf der Position vor der Abwehr eine zentrale Figur bei der U21. Gilt fußballerisch als enorm gereift – und nimmt bei Werder Bremen bereits eine tragende Rolle ein, die in der kommenden Saison noch bedeutender wird. Er stand schon in Löws Kader, blieb bisher aber ohne Einsatz. Eggestein soll zum Gesicht des Vereins aufgebaut werden und gilt als Kandidat auf das Kapitänsamt. Hat beim deutschen A-Team mit Toni Kroos, Joshua Kimmich, Ilkay Gündogan oder Leon Goretzka aber prominente Namen vor der Brust.

EM-Chance: 50 Prozent

Florian Neuhaus (22/Borussia M'gladbach)

Bildet in der U21 so etwas wie das Herzstück der Mannschaft, weil er bereits als sehr kompletter Spieler gilt. Bei Borussia Mönchengladbach bekommt er mit Marco Rose einen in der Branche hoch angesehenen neuen Trainer, der ihm den nächsten Entwicklungsschub geben kann – und hat das Ziel A-Nationalmannschaft bereits ausgegeben. Auch der Bundestrainer hat ihn schon namentlich erwähnt. Hätte dieselben Konkurrenten wie Eggestein, wegen seiner etwas offensiveren Rolle womöglich auch noch Julian Draxler und Kai Havertz.

EM-Chance: 30 Prozent

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Luca Waldschmidt (23/SC Freiburg)

Dass der Spieler, der mit bereits sieben Turniertreffern den U21-Rekord von Marcus Berg einstellte, automatisch ein Kandidat fürs A-Team wird, ist nur logisch. Von der Statur her ist er zwar ein ähnlicher Spieler wie die möglichen Konkurrenten Timo Werner, Serge Gnabry oder auch Marco Reus, allerdings kommt er etwas weniger über die Dynamik, dafür aber enorm über das Spielerische. Vor allem aber hat er außergewöhnliche Abschlussqualitäten, die man im A-Team zuletzt immer mal wieder vermisst hatte.

EM-Chance: 35 Prozent

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