22. Juni 2019 / 08:39 Uhr

Spielerbörse U21-EM: Wo spielen Richter, Waldschmidt & Co. nach dem Turnier?

Spielerbörse U21-EM: Wo spielen Richter, Waldschmidt & Co. nach dem Turnier?

Tim Lüddecke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Transfer-Kandidaten? Augsburgs Marco Richter (l.), der Mainzer Levin Öztunali (M.) und Luca Waldschmidt (r.) vom SC Freiburg.
Transfer-Kandidaten? Augsburgs Marco Richter (l.), der Mainzer Levin Öztunali (M.) und Luca Waldschmidt (r.) vom SC Freiburg. © imago images / DeFodi
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Eine U21-Europameisterschaft bietet den Spielern immer auch die Bühne für einen Karrieresprung. Schon nach dem Titelgewinn vor zwei Jahren wechselten achte deutsche Junioren-Nationalspieler den Verein. Aktuell gibt es erneut einige Transferkandidaten: Spieler wie Timo Baumgartl könnten wechseln – und auch Torwart Alexander Nübel oder Top-Torschütze Luca Waldschmidt sind umworben.

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Bislang blieben viele Sitzschalen leer. Sowohl gegen Dänemark als auch gegen Serbien erfuhr die stark aufspielende deutsche U21-Nationalmannschaft noch nicht den ganz großen Zuschauerzuspruch bei dieser EM, weder in Udine, noch in Triest. Ein Bereich ist aber auch auf den Tribünen Italiens in der Regel immer gut besucht; dort, wo es sich gut gepolstert sitzen lässt. Und wo sich zwischen den Liebsten und Familien der Spieler auch viele Berater, Scouts und Mittelsmänner tummeln. So eine U21-EM ist als Zukunftsschau der Toptalente ja immer auch eine große Spielerbörse.

Da ist es nicht ganz ungewöhnlich, dass dem zweiten deutschen Gruppenspiel (6:1) gegen Serbien am Donnerstagabend sowohl Scouts aus der Bundesliga (etwa vom FC Augsburg) als auch von europäischen Topklubs (Tottenham Hotspur) beiwohnten. Ebenfalls im VIP-Publikum vertreten: Michael Reschke, seit kurzer Zeit Technischer Direktor vom FC Schalke 04 sowie die in der vergangenen Saison von ihren Vereinen freigestellten Trainer Hannes Wolf (Hamburger SV) und Michael Köllner (1. FC Nürnberg).

U21-EM: Auf diese Spieler müsst Ihr achten!

Serbiens Luka Jovic (von links), Italiens Federico Chiesa und Spaniens Fabian Ruiz sind die Stars bei der U21-EM. Zur Galerie
Serbiens Luka Jovic (von links), Italiens Federico Chiesa und Spaniens Fabian Ruiz sind die Stars bei der U21-EM. ©
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Wer die neuen Superstars sucht, ist zu spät

Wie eine Messe, heißt es von einem Berater, sei ein solches Turnier zu sehen. Es geht ums Netzwerken, darum, sich einen frischen Überblick zu verschaffen. Um neue Spieler zu sichten hingegen weniger. Auf der Ebene der U21-Junioren sind eigentlich so gut wie alle Akteure bekannt, selbst eine Mannschaft wie die der Serben ist längst komplett durchgescoutet. Wer erst hier versucht, nach den Superstars von morgen zu fahnden, ist zu spät dran. Stattdessen suchen sie die Nähe zu ihren Spielern, möchten schützen – manche versuchen sogar Mediengeschichten zu steuern oder gar zu lancieren.

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Die Vereine werfen durch die Augen von Scouts einen Blick auf die interessanten Spieler des Turniers. Konstantin Georgiadis hat als solcher fünf Jahre für den 1. FC Köln gearbeitet und ist seit einem Jahr für den VfL Wolfsburg tätig. Normalerweise sichtet der 29-Jährige größtenteils per Video, doch die U21-EM sei „eines der wichtigen Turnier, bei dem wir vor Ort sein werden. Denn aus einem Live-Spiel kann man immer noch am meisten Schlüsse ziehen.“

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Die Transferperiode ist aktuell zwar schon einige Wochen vorangeschritten, viele Wechsel und Verträgen sind bereits fixiert, doch einige Spieler werden die Bühne noch für sich persönlich nutzen können. Schon vor zwei Jahren verhalf der Titelgewinn gleich acht Spielern aus dem deutschen Kader zu einem Karrieresprung. Borussia Dortmund verpflichtete etwa mit Mahmoud Dahoud (Gladbach), Maximilian Philipp (Freiburg) und Jeremy Toljan (Hoffenheim) seinerzeit gleich drei Europameister für insgesamt knapp 40 Millionen Euro. Und auch die Bayern schlugen in Person von Serge Gnabry (Werder Bremen) auf dem U21-Transfermarkt zu.

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Vor zwei Jahren wurde die deutsche U21-Nationalmannschaft in Polen Europameister. Aber wer war eigentlich dabei – und was wurde aus den DFB-Spielern, die den Titel damals nach Deutschland geholt haben? Der SPORTBUZZER klärt auf. ©

Aktuell gibt es bereits erneut einige Kandidaten, deren Zukunft ohnehin noch nicht geklärt ist oder die sich bereits in ein etwas grelleres Rampenlicht gespielt haben. Luca Waldschmidt vom SC Freiburg und Marco Richter vom FC Augsburg zählen nach ihren insgesamt vier beziehungsweise drei erzielten Treffern in den ersten beiden Spielen sicherlich zur letzteren Sorte. Die Gazzetta dello Sport berichtete bereits von einem Interesse Lazio Roms an Waldschmidt, der aber angab, selbst „das erste Mal davon“ zu hören.

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Und sonst so? Torwart Markus Schubert, dessen Vertrag ausläuft, wird bereits offensiv als Zugang auf Schalke gehandelt, womit auch die Nummer eins der U21, Alexander Nübel, ins Spiel käme; er soll vom FC Bayern umworben sein. Levin Öztunali soll angeblich die Begehrlichkeiten des FC Augsburg geweckt haben. Lukas Nmecha, so ist aus Berater-Kreisen zu hören, hat vier, fünf Optionen – und würde von Manchester City gern in die Bundesliga wechseln. „Die Jungs hier bei der U21 wollen mich alle zu ihren Vereinen holen“, scherzte er noch am Freitag. Neben Gladbach gilt auch Zweitligist Nürnberg als ein möglicher Kandidat.

Zudem werden es die Abwehrspieler Waldemar Anton (Hannover) und Timo Baumgartl (Stuttgart) womöglich noch zu vermeiden wissen, mit ihren Klubs in die 2. Liga zu gehen. So wie Eduard Löwen, der einen Tag vor der Anreise ins EM-Lager für sieben Millionen Euro vom 1. FC Nürnberg zu Hertha BSC wechselte. Er wird nicht der letzte gewesen sein.

Hier abstimmen: Wie weit kommt die deutsche U21?

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