07. Juni 2021 / 13:02 Uhr

U21-Europameister für Hansi Flick: Nmecha, Wirtz und Co. auf dem Sprung in die A-Nationalmannschaft

U21-Europameister für Hansi Flick: Nmecha, Wirtz und Co. auf dem Sprung in die A-Nationalmannschaft

René Wenzel
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Der zukünftige Bundestrainer Hansi Flick (links) könnte in der Nationalmannschaft auf die U21-Europameister Lukas Mnecha und Ridle Baku (Mitte) sowie Florian Wirtz zurückgreifen.
Der zukünftige Bundestrainer Hansi Flick (links) könnte in der Nationalmannschaft auf die U21-Europameister Lukas Mnecha und Ridle Baku (Mitte) sowie Florian Wirtz zurückgreifen. © EIBNER/Sascha Walther/POOL/IMAGO/Revierfoto/Getty (Montage)
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Serge Gnabry, Joshua Kimmich, Manuel Neuer, Toni Kroos, Ilkay Gündogan ... - die Liste der A-Nationalspieler mit U21-Vergangenheit ist lang. Nach dem Titelgewinn bei der EM in Ungarn und Slowenien stehen erneut einige Nachwuchstalente auf dem Sprung in das DFB-Team. Der SPORTBUZZER gibt einen Überblick.

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Nach 2009 und 2017 triumphiert die deutsche U21 wieder als Europameister. Wie auch schon vor zwölf und vier Jahren stehen erneut einige hoffnungsvolle Talente im Kader der Junioren-Nationalmannschaft. Doch wer schlägt wie die 2009-Sieger Manuel Neuer und Mats Hummels oder auch der 2017-Sieger Serge Gnabry den Weg in Richtung A-Auswahl ein? Mit Lukas Nmecha, Florian Wirtz und Co. befinden sich einige Spieler der aktuellen U21 auf dem Weg nach oben.

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"Der Weg von der U21 zur A-Nationalmannschaft ist sehr weit. Das ist ein richtig großer Schritt, das sieht man bei den Jungs, die 2017 und 2019 dabei waren. Wir sind jetzt Europameister, aber man muss das relativieren", sagte U21-Trainer Stefan Kuntz. Die Niederländer hatten beispielsweise sieben Spieler bei der A-Nationalmannschaft, die Engländer neun. Beim DFB-Team ist es lediglich Kai Havertz, der noch nie U21-Nationalmannschaft gespielt hat. "Wir werden das Problem mit dem Talentemangel oder der noch nicht optimalen Ausbildung von Talenten nicht übertünchen. Aber wir haben Werte des deutschen Fußballs vertreten, über die jeder DFB-Mitarbeiter, jeder Amateur- und Jugendspieler sagen kann, das ist cool. Diese Signalwirkung hat die Mannschaft hinbekommen", erklärte Kuntz.

Baku, Wirtz und Nmeach im Fokus

Auf der erweiterten Kaderliste des zukünftigen Bundestrainers Hansi Flick dürften bald ein paar Namen der U21-Helden auftauchen. Die besten Chancen auf Spiele für die A-Nationalmannschaft dürften Ridle Baku, Florian Wirtz und Lukas Nmecha verzeichnen. Baku stand bereits im Aufgebot des scheidenden Bundestrainers Joachim Löw und kam auch schon zu einem Kurz-Einsatz im Freundschaftsspiel gegen Tschechien im November. Den Sprung in den Kader der A-Nationalmannschaft schaffe auch Wirtz im März - der 18-Jährige blieb in den drei WM-Quali-Partien aber ohne Spielminuten. "Flo ist ein super Spieler. Er hat gezeigt, dass er trotz seines Alters in solchen Spielen vorangehen kann. Natürlich hätte er es auch verdient, bei uns dabei zu sein. Ich glaube aber auch, dass ihm diese EM noch guttut", meinte DFB-Star Kai Havertz.



Neben Baku und Wirtz könnte Lukas Nmecha die deutsche Sturm-Problematik lösen. Der Finaltorschütze vom RSC Anderlecht erzielte bei der EM insgesamt vier Tore und wurde damit bester Torschütze der U21-EM in Ungarn und Slowenien. Zudem traf der 22-Jährige in der abgelaufenen Liga-Saison 14 Mal in 31 Partien. "Ich sehe da einen Weg. Wenn ich mich so weiterentwickle, wie ich das möchte, sehe ich, dass ich bald nah dran bin", sagte Nmecha , der nach der EM zu seinem Stammverein Manchester City zurückkehrt.

Wer könnte noch ein Thema für Flick werden?

Das Trio könnte schon beim Länderspiel-Dreierpack in der WM-Qualifikation in Liechtenstein (2. September), gegen Armenien (5. September) und drei Tage später auf Island zum Kader des zukünftigen Bundestrainers Flick zählen. Und wer besitzt sonst noch Chancen? Aufgrund der Linksverteidiger-Problematik in der Nationalmannschaft empfahl sich auch David Raum für eine Zukunft in der A-Nationalmannschaft. In der vergangenen Zweitliga-Saison hatte er mit 15 Vorlagen einen großen Anteil am Aufstieg von Greuther Fürth. Ab der kommenden Spielzeit kann sich der 23-Jährige im Trikot der TSG Hoffenheim noch mehr in den Fokus drängen. Gleiches gilt für Innenverteidiger Nico Schlotterbeck, der nach einer Leihe zu Union Berlin ab sofort wieder für den SC Freiburg aufläuft. Spieler wie Niklas Dorsch (KAA Gent) dürften es hingegen aufgrund der großen Konkurrenz im DFB-Team eher schwer haben.

Es schafften in den vergangenen Jahren ohnehin nur wenige U21-Helden den Sprung in die A-Nationalmannschaft. Aus dem Sieger-Team 2017 steht aktuell nur Gnabry im DFB-Aufgebot für die anstehende Europameisterschaft. Spieler wie Niklas Stark, Mahmoud Dahoud, Nadiem Amiri oder auch Thilo Kehrer debütierten zwar alle unter Löw, müssen die EM aber vor dem Fernseher verfolgen. Es geht aber auch ganz ohne U21-Einsätze. Neben Havertz ist Mega-Talent Jamal Musiala vom FC Bayern als EM-Fahrer das beste Beispiel in der Nationalmannschaft. Und mit Youssoufa Moukoko steht der nächste DFB-Superstar schon in den Startlöchern.

Tipp: Die komplette SPORTBUZZER-Berichterstattung zur EM 2021 findest Du auch in der superschnellen EM-App von Toralarm. Und folge gerne @sportbuzzer auf Instagram!