13. Juni 2019 / 06:32 Uhr

U21-Trainer Stefan Kuntz: Darum kann ein frühes Ausscheiden hilfreich sein

U21-Trainer Stefan Kuntz: Darum kann ein frühes Ausscheiden hilfreich sein

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
U21-Trainer Stefan Kuntz startet mit Deutschland am Montag ins Turnier.
U21-Trainer Stefan Kuntz startet mit Deutschland am Montag ins Turnier. © dpa
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Als Titelverteidiger ist Deutschland Mitfavorit bei der U21-EM. Der knallharte Turniermodus erlaubt jedoch von Beginn an keine Ausrutscher. Minimalziel der DFB-Auswahl ist die K.o.-Runde. Trainer Stefan Kuntz spricht wenige Tage vor Turnierbeginn davon, dass ein frühes Turnier-Aus auch etwas positives bewirken könne.

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U21-Trainer Stefan Kuntz sieht den fehlenden Erfolg der deutschen Nachwuchs-Nationalteams in diesem Jahr auch als Ergebnis einer Entwicklung. "Das ist schon eine Zustandsbeschreibung. Ich denke aber, wir neigen in Deutschland dazu, alles eine Idee zu gut oder eine Idee zu schlecht zu sehen", sagte Kuntz vor dem Start der U21-Europameisterschaft in Italien und San Marino der Deutschen Presse-Agentur.

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Allerdings hätten die deutschen U-Teams zuletzt auch Pech gehabt: "Manchmal fehlt dir einfach nur das Spielglück." Die U21-Fußball-Nationalmannschaft ist in diesem Jahr das einzige deutsche Nachwuchs-Team mit einer Titelchance.

Nicht mehr viele überragende Talente

Für die U19-EM, die U20-WM und die U17-WM ist Deutschland gar nicht erst qualifiziert, die U17 schied bei der EM in der Vorrunde aus. "Wir haben aktuell pro Jahrgang nicht mehr die Masse an überragenden Talenten, wie zum Beispiel Kai Havertz, der die U21 komplett überspringen kann", sagte Kuntz dazu. Es sei aber der richtige Schritt gewesen, vor zwei Jahren eine AG zur Weiterentwicklung des Fußballs einzurichten.

Das ist der EM-Kader der deutschen U21-Nationalmannschaft

Jonathan Tah, Maximilian Eggestein, Mahmoud Dahoud und Alexander Nübel stehen im finalen EM-Kader der U21-Nationalmannschaft.  Zur Galerie
Jonathan Tah, Maximilian Eggestein, Mahmoud Dahoud und Alexander Nübel stehen im finalen EM-Kader der U21-Nationalmannschaft.  ©
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Mit Blick auf den EM-Start am Montag sieht Kuntz das Team gut vorbereitet. "Überwiegend" sei er mit dem Stand der Turnier-Vorbereitung zufrieden. "Körperlich haben sich die Spieler angeglichen, es sind noch nicht alle auf einem Niveau. Vom Teamgeist her sind wir schon seit Längerem bei hundert Prozent, das müsste eine unserer Stärken werden", sagte der U21-Trainer im Interview mit dem Kicker.

"Es gibt keinerlei Spielraum"

Als Turnierfavoriten nennt der 56-Jährige Gastgeber Italien, England, Spanien und Frankreich. Für sein Team gebe es darum, gleich im ersten Spiel voll da zu sein. "Es bleibt keinerlei Spielraum, um erst mal ins Turnier reinzukommen", meint Kuntz, der sogar an einem frühen Turnier-Aus etwas positives sehen würde: "Auch ein verlorenes Spiel oder gar ein Ausscheiden kann ja hilfreich sein für die Entwicklung, die steht im Vordergrund bei uns. Im positiven Fall zu erkennen, was man erreichen kann, wenn man gewisse Parameter verfolgt. Im negativen zu erkennen, woran es gelegen hat und welche Lehren man daraus zieht."

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