02. Januar 2017 / 10:26 Uhr

Ü50-Turnier in Falkensee: Sieg an Team mit Ex-Bundesligaprofis

Ü50-Turnier in Falkensee: Sieg an Team mit Ex-Bundesligaprofis

Axel Eifert
Märkische Allgemeine Zeitung
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Wolfgang Sidka kickte für die Otto-Höhne-Elf. © Holger Kohl
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Otto-Höhne-Elf aus Berlin gewinnt vor Hertha BSC - Kein Team ohne Niederlage

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Zum Abschluss des Fußballjahres 2016 in der Region traten die Oldiekicker der Ü50-Senioren am Freitag in der Falkenseer Stadthalle in Aktion. Der Sieg bei dem Hallenturnier des Freizeitteams der Spätlese des SV Falkensee-Finkenkrug um den Brunzel-Bau-Cup ging schließlich nach 15 kurzweiligen und zumeist spannenden Begegnungen an die prominent besetzte Otto-Höhne-Elf, die nach dem ehemaligen Berliner Fußball-Präsidenten benannt ist.
Nach dem ersten Turnierspiel sah es aber noch nicht nach dem Erfolg der Mannschaft, in der mit dem 62-jährigen Wolfgang Sidka (ehemals Hertha BSC Berlin, Werder Bremen und TSV München 1860) und dem 59-jährigen Jörg Gaedke (ehemals Blau-Weiß 90 Berlin, SC Charlottenburg und Hertha 03 Zehlendorf) auch zwei frühere Bundesligaprofis standen, aus. Denn die Otto-Höhne-Elf unterlag zum Auftakt den Oldies von Bundesligisten Hertha BSC Berlin nach einer 1:0-Führung noch mit 1:2.

Gastgeber der Falkenseer Spätlese auf Rang drei

Im weiteren Verlauf gaben sich die Berliner, die schon Stammgast bei dem Falkenseer Turnier zwischen den Weihnachts- und Neujahrs-Feiertagen sind und im Vorjahr auf den vierten Platz gekommen waren, keine Blöße mehr, gewannen ihre restlichen vier Spiele und konnten somit den Siegerpokal in Empfang nehmen.
Der zweite Platz ging an Hertha BSC, das den Turniersieg durch ein 2:2-Unentschieden gegen den Lichtenrader BC und eine 0:1-Niederlage gegen Blau-Weiß 90 Berlin vergaben. Rang drei belegte die gastgebende Freizeitmannschaft der Spätlese des SV Falkensee-Finkenkrug. Das Team, das vom dreimaligen Kanu-Olympiasieger Andreas Dittmer betreut und gecoacht wurde, sicherte sich die gute Platzierung mit den Erfolgen über das Traditionsteam des SV Falkensee-Finkenkrug (2:1), den Lichtenrader BC (3:2) und Blau-Weiß 90 Berlin (4:2).
Etwas unter Wert schnitt das FF-Traditionsteam ab, das eigentlich recht gut besetzt war, aber am Ende nicht über den sechsten und letzten Platz hinauskam. Wie ausgeglichen das Teilnehmerfeld besetzt war, zeigt sich daran, dass keine Mannschaft im Turnierverlauf ohne Niederlage, aber gleichzeitig auch nicht ohne einen Sieg blieb.

Weitere ehemalige höherklassige Spieler am Ball

In den Gästeteams aus Berlin standen noch einige andere Akteure, die früher in den höchsten Spielklassen aktiv waren. So stand bei Blau-Weiß 90 Berlin mit Andreas Vogler ein Mann im Tor, der früher als Feldspieler eine außergewöhnliche sportliche Laufbahn genommen hat. Der 51-jährige gehörte unter anderen dem damaligen Zweit-Bundesligist Hertha BSC, EPA Larnaka in Zypern und dem FC Caracas in Venezuela an. Andreas Vogler war nach Jörg Blüthmann der zweite Fußballspieler, der zur Wendezeit aus dem Westen Deutschlands in den Osten wechselte und in der letzten DDR-Oberligasaison 1990/91 bei Stahl Brandenburg kickte. In Venezuela wurde er sogar zweimal Landesmeister. Beim Lichtenrader BC wirkte Peter Kaehlitz mit, der bei Dynamo Fürstenwalde zweimal Torschützenkönig der DDR-Liga wurde und auch für den BFC Dynamo, Stahl Brandenburg und Hertha BSC aktiv war.
Ende 2017 wollen die Kicker der Spätlese des SV Falkensee-Finkenkrug zwischen Weihnachten und Neujahr auch wieder ein Turnier für die Ü40-Senioren durchführen, das diesmal aus organisatorischen Gründen ausgefallen ist.