28. Juli 2020 / 15:05 Uhr

Über 30 Spiele und mindestens zehn Tore: Das wünscht sich VfL-Stürmer Ginczek

Über 30 Spiele und mindestens zehn Tore: Das wünscht sich VfL-Stürmer Ginczek

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Lange her: Auf über 30 Spiele in einer Saison kam Daniel Ginczek nur 2012/13 für den FC St.Pauli in der 2. Liga.
Lange her: Auf über 30 Spiele in einer Saison kam Daniel Ginczek nur 2012/13 für den FC St.Pauli in der 2. Liga. © 2013 Getty Images / Roland Hermstein
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In seiner Karriere hatte VfL-Profi Daniel Ginczek oft mit Verletzungen zu kämpfen, in der Vorbereitung auf die vergangene Saison musste er eine Rücken-OP wegstecken. Doch diesmal ist der Angreifer des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten beschwerdefrei und will mit Toren glänzen. 

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Die Karriere von VfL-Stürmer Daniel Ginczek war geprägt von vielen Verletzungen. Einige kleinere Beschwerden, aber auch längere Ausfälle machten dem Torjäger das Leben schwer. Am Samstag startete er nun mit dem Wolfsburger Fußball-Bundesligisten in die Vorbereitung - beschwerdefrei, das Knie macht keine Probleme. Und das genießt der 29-Jährige. Zwar steht bei ihm verständlicherweise die Gesundheit an erster Stelle, aber auch sportlich will er nicht zurückstecken und wünscht sich, in der kommenden Spielzeit endlich mal wieder öfter auf dem Rasen zu stehen.

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Unter anderem mit zwei Kreuzbandrissen sowie einem Bandscheibenvorfall hatte der 29-Jährige schon zu kämpfen.Aber auch 2019 ging nicht spurlos an ihm vorbei. Erst eine Sprunggelenkverletzung (zweieinhalb Monate Pause), dann die Rücken-OP Mitte Juli. Die Reha lief nicht reibungslos, es gab immer wieder kleine Rückschläge. Doch dann war er zurück, feierte beim 2:3 gegen Werder Bremen sein Comeback. Fortan blieb er verletzungsfrei, musste sich aber zunächst wieder ins Team arbeiten. "Ich musste erst mal in meinen Rhythmus kommen", sagt Ginczek rückblickend. "Aber zum Ende hin habe ich vier von fünf Spielen von Anfang an gemacht, da kommst du dann in den Rhythmus. Das war gut für mich, so dass sich der Körper an die Belastung gewöhnen konnte."

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Insgesamt lief Ginczek in 18 Liga-Spielen auf - damit ist der ehrgeizige Fußballer aber nicht zufrieden. "Das ist zu wenig, auch wenn ich am Anfang die Rückenverletzung hatte. Es gab drei Spiele, in denen ich gar nicht gespielt habe. Die Anzahl an Scorerpunkten ist in Ordnung, aber was die Spiele angeht, habe ich einen anderen Anspruch." Drei Tore und drei Vorlagen gelangen ihm, dabei spielte er nicht einmal über 90 Minuten - dennoch hätten es für ihn mehr Treffer sein können. "Ich habe viele Tore und Chancen eingeleitet. Klar hätte ich fünf, sechs, sieben Tore haben können. Das war etwas zu wenig."

In der neuen Saison will er für die Mannschaft noch wertvoller werden und mit Toren und Vorlagen auf sich aufmerksam machen. "Ich setze mir kein Ziel von 30 Spielen oder 30 Toren. Ich möchte so lange es geht verletzungsfrei bleiben", sagt der Angreifer in erster Linie, aber: "Klar würde ich gern mal wieder über 30 Spiele machen und zweistellig treffen. Ich bin Stürmer geworden, um Tore zu schießen. Diese Marke habe ich immer im Hinterkopf, aber wenn es dann zehn Vorlagen werden, ist es auch okay." Allerdings: Mehr als 30 Spiele bestritt Ginczek in der 1. Liga noch nie, in der Saison 2012/13 waren es mit Zweitligist FC St. Pauli 31.

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Ob er seine Einsatzzeit bekommen wird, hängt zum einen von seiner Gesundheit und seinen Leistungen, aber auch von der Entscheidung von Trainer Oliver Glasner ab. Zuletzt hatte Ginczek etwas hinter Wout Weghorst gespielt. Aber der dreifache Familienvater weiß auch, dass der Klub noch auf der Suche nach Verstärkung im Sturm ist. Aber das nimmt er gelassen und gibt sich kämpferisch: "Vor sieben, acht Jahren wäre ich zusammengezuckt und hätte nicht mehr schlafen können, aber es ist doch normal. In der Hinrunde hat Wout oft allein vorne gespielt. Da kann man verstehen, wenn noch jemand geholt wird. Aber auch der neue Stürmer muss erst mal an uns vorbei."

Nun steht erst mal die Vorbereitung auf dem Plan, in der "wir schon eine gute Qualität haben". Gleichwohl betont Ginczek: "Es war ein knackiger Start mit den ersten drei Einheiten am Samstag und Sonntag, was aber auch normal ist, weil du innerhalb von neun Tagen auf einem Top-Niveau sein musst – was aber gefühlt unmöglich ist." Denn am 5. August steht das Achtelfinal-Rückspiel der Europa League in Kiew gegen Schachtar Donezk (Hinspiel 1:2) an. "Wir hatten zum Glück relativ viel Urlaub – das war allen Beteiligten wichtig nach der langen Saison. Wir haben alle wieder Bock, auch wenn es nur dreieinhalb Wochen Urlaub waren", so Ginczek.