26. Januar 2020 / 12:23 Uhr

Über Banner und Bänke beim LVZ-SPORTBUZZER-Cup

Über Banner und Bänke beim LVZ-SPORTBUZZER-Cup

Stephanie Riedel
Leipziger Volkszeitung
Kinder kicken um den Sieg im LVZ-Sportbuzzer-Cup/ der Hallenmeisterschaft der F-Junioren 2019/ 2020 in der Sportschule Egidius-Braun in Abtnaundorf.
Kinder kicken um den Sieg im LVZ-Sportbuzzer-Cup/ der Hallenmeisterschaft der F-Junioren 2019/ 2020 in der Sportschule Egidius-Braun in Abtnaundorf. © Alexander Prautzsch
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Fußballer der F-Jugend haben um die Hallenmeisterschaften beim LVZ-Sportbuzzercup gefightet. Die Duelle wurden lauthals unter den Augen vieler Eltern und Fans ausgetragen. Jeder Kicker ging als Sieger vom Platz.

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Leipzig. Hunderte Kinderstimmen füllten mit ihrer Lautstärke und guten Laune bei der Hallenmeisterschaft der F-Jugend die Fußballhalle in Abtnaundorf. Beim LVZ-SPORTBUZZER-Cup tummelten sich über 300 Kids auf 16 Spielfeldern. Wer nicht spielte, wärmte sich auf, gab versprungene Bälle in die Spielfelder der laufenden Partien zurück oder feuerte die eigene Mannschaft an.

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Straffes Programm: Im Modus Jeder gegen Jeden traten 64 Mannschaften gegeneinander an. Die Wechsel zwischen den Partien mussten reibungslos laufen. Angepfiffen wurde nämlich zentral und auch dann, wenn noch nicht alle an ihrem Platz standen. So ging wertvolle Spielzeit verloren. Um das Feld rechtzeitig zu erreichen, sprangen und flogen die Kinder über Bänke und Banden.

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Leipzigs F-Junioren spielten in diesem Jahr nicht wirklich um Siegerpokale. Statt dessen stand der Spaß im Vordergrund. Zur Galerie
Leipzigs F-Junioren spielten in diesem Jahr nicht wirklich um Siegerpokale. Statt dessen stand der Spaß im Vordergrund. © Alexander Prautzsch

Die Trainer heizten vom Spielfeldrand ein, während die Teams alles gaben, um ein Tor zu schießen. Gegnerische Spieler warfen sich mehrfach auf den Ball, damit der die Torlinie nicht passierte – doch das klappte nicht immer. Es mussten schließlich Tore fallen! Ein Mädel von der SG Olympia Leipzig ließ sich von einem RB Leipzig-Spieler auf den Boden drücken und stand cool wieder auf. Gegrätscht wurde auch. Aber das tat nichts zur Sache. Die Kids klatschten sich ab, denn hier wurde friedlich gespielt.

Riesenjubel nach jeder Partie

Wenn es doch im Kasten klingelte, jubelten die kleinen Kicker ganz groß. Sie zeigten Luftsprünge und reckten die Siegerfaust. Auch Eltern unterstützten ihre Schützlinge. Die Fans vom Leipziger SV Südwest standen hinter Bannern mit Fahnen und Girlanden auf der Zuschauertribüne, feierten lauthals bei jedem Tor und schmissen eine Sirene an. Stimmung pur.

Riesenjubel hallte nach dem Abpfiff jeder Partie durch die Halle. Nach jedem Spiel sammelten die Trainer kurz die Ihren, gaben nützliche Tipps für die nächste Partie. Erst dann durften die Junioren abtreten und sich mit Wasser stärken. Einige Kids mussten von den Sanitätern verarztet werden. Die Tränen eines Spielers vom 1. FC Lokomotive Leipzig trockneten jedoch schnell wieder. Die Verletzung am Knie war rasch vergessen.

Die Fußballer wurden von ihren Trainern zurückgepfiffen, wenn sie nicht parierten. Ein Spieler der Kickers Markkleeberg beschäftigte sich in seiner spielfreien Pause mit dem Ball. Der segelte irgendwann zum dritten Mal in Richtung Spielfeld. Der Coach griff ermahnend ein. Und weg war sein Schützling. Er suchte sich eine neue Aufgabe. Langeweile vertrieben sich die Jungs auf den Banden, die unerlaubt als Turngerät benutzt wurden. Doch keine Zeit für Unfug. Das nächste Duell wartete schon. Denn jeder Spieler wollte am Ende des Tages mit mindestens ein, zwei Siegen nach Hause gehen. Bruno Eschber, Trainer von FC Blau-Weiß Leipzig, lobte das Turnier. „Wir hatten viel Spielzeit. Das fand ich gut. Es gab viele Aktionen und es sind viele Tore gefallen. Eine runde Sache", so der Blau-Weiß Coach. Auch Lok-Trainer Martin Heiland hatte mit seinen Jungs Spaß und war mit den vielen Zweikämpfen zufrieden.