27. März 2019 / 11:07 Uhr

Übernahme perfekt: Red Bull steigt bei brasilianischem Zweitligisten ein

Übernahme perfekt: Red Bull steigt bei brasilianischem Zweitligisten ein

Anton Zirk
Leipziger Volkszeitung
Das Stadion des Clubs CA Bragatino in Braganca Paulista. Die Stadt liegt rund 70 Kilometer nördlich von Sao Paulo.
Das Stadion des Clubs CA Bragatino, der künftig RB Bragatino heißen wird. © Helio Suenaga
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Es hat sich in den vergangenen Tagen bereits angedeutet, nun hat der Vize-Präsident des brasilianischen Zweitligisten CA Bragantino die Übernahme durch Red Bull bekanntgegeben.

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Leipzig. Red Bull intensiviert sein Engagement im südamerikanischen Fußball. Nachdem verschiedene Medien in den vergangenen Tagen bereits über Pläne und Verhandlungen berichtet hatten, gab Luiz Arthur Abi Chedid, Vize-Präsident des brasilianischen Zweitligisten CA Bragantino, die Übernahme durch den österreichischen Getränkehersteller via Facebook bekannt: "Die beste Partnerschaft in Brasilien ist heute geboren! RB BRAGANTINO", heißt es in dem zugehörigen Post.

Nasce hoje a melhor parceria do Brasil! RB BRAGANTINO. Parabéns ao meu querido pai MARQUINHO CHEDID que mais uma vez...

Gepostet von Luiz Arthur Abi Chedid am Dienstag, 26. März 2019

Laut der brasilianischen Website lance.com sollen zunächst rund zehn Millionen Euro in das Projekt fließen, unter anderem für neue Spieler, sowie Erneuerungen am Stadion und einem Trainingszentrum. Ziel sei es, so schnell wie möglich den Aufstieg in die erste Liga zu schaffen.

RB Bragantino als neuer Name

Künftig werde der Club unter dem Namen RB Bragantino an den Start gehen, ob bereits ab der Ende April beginnenden Saison oder erst 2020 ist laut espn.com noch nicht abschließend geklärt. Auch gibt es noch keine offiziellen Angaben darüber, wie sich die Übernahme auf den Trikots und dem Wappen des Vereins niederschlagen wird. Vereinbart sei hingegen, dass Marquinho Chedid Präsident des Clubs bleibe, jedoch nicht mehr für die Fußballballabteilung verantwortlich sei.

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Red Bull schlägt mit der Übernahme Bragantinos einen neuen Weg ein. Der Getränkehersteller hatte bereits 2007 den Club Red Bull Brasil gegründet, war mit dem Verein aber nie über die Viertklassigkeit hinausgekommen. Auch das Potenzial für Transfers mit anderen Teilen des Red-Bull-Fußballnetzwerks wurde in der Vergangenheit wohl nicht zufriedenstellend ausgenutzt, wie RB Leipzigs Trainer Ralf Rangnick vor kurzem in einem Interview mit dem Kicker andeutete: „Es ist wichtig für RB, in den nächsten Jahren dafür zu sorgen, dass sich an Standorten wie New York oder Brasilien mehr Spieler entwickeln, die für uns als Verstärkungen infrage kommen.“