23. September 2019 / 12:39 Uhr

Freistoß-Experte: Überragender Jan Borchert sichert TSV Stein gegen Preetzer TSV drei Punkte

Freistoß-Experte: Überragender Jan Borchert sichert TSV Stein gegen Preetzer TSV drei Punkte

Jan Claas Harder
Kieler Nachrichten
Mit chirurgischer Präzision setzt Jan Borchert (li. im Vordergrund, TSV Stein) einen Freitsoß aus knapp 18 Metern in den Winkel des Preetzer Tores und erzielt in der 44. Minute den 1:1-Ausgleich. Torwart Thorge Beuck steht auf der Linie und schaut dem Ball fassungslos hinterher. Wir sind beeindruckt.
Mit chirurgischer Präzision setzt Jan Borchert (li. im Vordergrund, TSV Stein) einen Freitsoß aus knapp 18 Metern in den Winkel des Preetzer Tores und erzielt in der 44. Minute den 1:1-Ausgleich. Torwart Thorge Beuck steht auf der Linie und schaut dem Ball fassungslos hinterher. Wir sind beeindruckt. © Karsten Freese
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Mit einem ungefährdeten 4:0-Sieg gegen den 1. FC Schinkel behauptete der FC Kilia Kiel in der Fußball-Verbandsliga Ost seine Tabellenführung. Aus dem Verfolgerfeld siegten der TSV Stein, der MTV Dänischenhagen und der TSV Plön, während der Preetzer TSV etwas zurückfiel. Sieglos bleiben die Kellerkinder Dobersdorfer SV und Schlusslicht ASV Dersau. Concordia Schönkirchen verschaffte sich mit einem Dreier im unteren Tabellendrittel etwas Luft.

SSG Rot-Schwarz Kiel – VfR Laboe 1:4

Die Gäste waren deutlich aktiver und gingen durch Kevin Cerny in Führung, die Christian Wittstock zehn Minuten nach Wiederanpfiff mit einem sehenswerten Freistoß aus 20 Metern egalisierte. Diskussionen gab es nach 64 Minuten: Der Linienrichter sah im Laboer Angriff eine Abseitsstellung und hob die Fahne, doch Schiedsrichter Ströhnisch bewertete die Situation anders und ließ weiterspielen, der VfR erzielte den erneuten Führungstreffer. Es folgten Proteste der Rot-Schwarzen, die auch in der Folge lamentierten, statt auf dem Rasen eine sofortige Reaktion zu zeigen. Der VfR hingegen blieb konzentriert und konnte in der Schlussphase noch zwei Kontersituationen nutzen. „Rot-Schwarz war nach dem 1:2 irgendwie von der Rolle. Dabei war die Entscheidung des Schiedsrichters völlig korrekt. Abseits kann es gar nicht gewesen sein, da der Pass nicht von unserem Spieler kam“, meinte Laboes Co-Trainer Dominic Kahl.

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FC Kilia Kiel – 1. FC Schinkel 4:0

Benjamin Petrick brachte den Spitzenreiter schon nach zwei Minuten in Führung und konnte noch vor dem Halbzeitpfiff mit einem direktem Freistoß das 2:0 nachlegen. Doch insgesamt wirkten die Kilianer uninspiriert und leidenschaftslos. Nur Viktor Dragusha (20.) bot sich eine erstklassige Gelegenheit, die Schinkels Keeper Finn Joachim jedoch bravourös vereiteln konnte. Die reifere Spielanlage, die deutlich geringe Fehlpassquote und das größere Engagement zeigten die Gäste, die daraus aber kein Kapital schlagen konnten. Allein Moses Ogodogbo vergab drei exzellente Chancen (1./21. /28.). So entschied das 3:0 durch Okan Erkocu schon nach 55 Spielminuten die Partie. Den Endstand besorgte Joker Jonas Schäfer wenige Minuten vor dem Abpfiff. „Wir wurden hier unter Wert geschlagen“, stellte Schinkels Coach Volkmar Meyer fest.

Klickt euch durch die Fotos vom Verbandsliga-Spiel zwischen dem FC Kilia Kiel und dem 1. FC Schinkel:

Jerome Rose (vorne) wird von Kilias Okan Eroku verfolgt. Zur Galerie
Jerome Rose (vorne) wird von Kilias Okan Eroku verfolgt. ©

MTV Dänischenhagen – Inter Türkspor Kiel II 5:2

Die Heimelf erwischte einen Blitzstart und ging nach Vorarbeit von Stephan Wendt durch Daniel Schwennsen früh (5.) in Führung. Danach erspielte sie sich zwar gute Aktionen, fand aber keinen erfolgreichen Abschluss. Den hatten dafür die Gäste, die durch Halil Can Karakya (14.) und Samet Aydemir (28./FE) beim Pausenpfiff führten und den MTV nach dessen beiden vorangegangenen Niederlagen verunsicherten. So dauerte es ab Beginn des zweiten Durchgangs etwas, bis sich die Platzherren gefangen hatten. Lars Mischak überwand Inters Keeper Mert Kizilay nach einer Stunde aber zum 2:2, Stephan Wendt brachte sein Team mit zwei sehenswerten Treffern (67., 77.) mit 4:2 in Front. „Wir hatten in dieser Phase auch Glück, dass Inter zwei Chancen versiebt hat“, war MTV-Coach Frank Knocke erleichtert, dass der Vorsprung Bestand hatte. Mit dem 5:2 von Henning Bolz (83.) war der Erfolg perfekt.

(Reinhard Gusner)

Wiker SV – ASV Dersau 2:0

Dersau stand zu Beginn tief und operierte fast ausschließlich mit langen Bällen. Die Initiative lag so bei den Gastgebern, die dies zum Führungstreffer nutzen konnten. Ausgangspunkt war ein Ballgewinn im Zentrum, ein noch vom Dersauer Abwehrverbund abgefälschter Ball fand den Weg zu Sascha Lazinka, der das 1:0 markierte. In Halbzeit zwei nahm der ASV das Heft des Handels in die Hand, doch 20 Meter vor dem gegnerischen Tor waren die Gäste mit ihrem Latein am Ende. Dennoch musste der WSV bis kurz vor dem Ende um den Dreier zittern. Erst das späte 2:0 durch Andre Wittern machte den Sieg perfekt. „Dersau hat uns richtig zugesetzt. Man konnte regelrecht spüren, dass dieses Team ums Überleben kämpft. Meine Mannschaft hat eindeutig zu ungeduldig agiert und insgesamt viel zu viele Fehlpässe fabriziert“, stellte Wiks Trainer Dannie Osterhoff fest.

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TSV Flintbek – TSV Plön 0:2

In der ausgeglichenen ersten Hälfte hätte Flintbek durch Mirco Knust in Führung gehen können, doch der Torjäger scheiterte zweimal an TSVP-Keeper Björn Alberts. Bei einer schnellen Kombination der Gäste war die Flintbeker Abwehr dann schlecht sortiert, und Dominik Bahsen hatte keine Mühe, freistehend das 1:0 (43.) zu erzielen. Eine Doppelchance vor dem Pausenpfiff (44.) vergaben Jens Henningsen und Torben Wiese, nach der Pause verstärkte Plön den Druck noch. Die Platzherren wehrten sich aufopferungsvoll, konnten mehrere Attacken abblocken, waren aber geschlagen, als Sherko Mohamad Ali das 2:0 (79.) erzielt hatte. „Gegen die cleveren Plöner haben wir alles riskiert, am Ende aber doch Lehrgeld gezahlt“, resümierte Flintbeks Coach Wolfgang Szellas. Sein Plöner Kollege Danilo Blank lobte den Gegner („Gut gekämpft“), machte bei seinem Team Abstriche („Vieles hat nicht geklappt“) und war letztlich „nur mit dem Ergebnis zufrieden“.


(Reinhard Gusner)

TSV Stein – Preetzer TSV 3:2

In Hälfte eins war der PTSV klar am Drücker und lag verdientermaßen durch den Treffer von Daniel Kolbe vorn. Eine Minute vor der Halbzeit versenkte Jan Borchert jedoch einen perfekten Freistoß vom linken Strafraumeck unhaltbar im PTSV-Gehäuse. Doch die Freude über den Ausgleich hielt keine Minute an, da Leon Lembke Preetz wieder in Führung brachte. In Hälfte zwei verloren die Gäste zunehmend den Faden, während Stein ins Spiel fand. Eine schöne Ballstafette über Dennis Lühr und Jan Borchert vollendete Kristof Schneider 20 Minuten vor Schluss zum 2:2. Und es sollte noch besser kommen für den TSVS: In der 84. Minute führten erneut die Freistoßqualitäten von Jan Borchert zum Torerfolg. „Wenn Preetz aufs Tempo gedrückt hat, waren sie immer gefährlich. Wir hätten uns nicht beschweren können, wenn wir frühzeitig deutlicher in Rückstand geraten wären“, gestand Stein Spieltrainer Kristof Schneider.

Klickt euch durch die Fotos der Verbandsliga-Partie des Preetzer TSV beim TSV Stein:

Patrick Wirbel (li. am Ball) im Zweikampf mit Jan-Ferdinand Tonn. Zur Galerie
Patrick Wirbel (li. am Ball) im Zweikampf mit Jan-Ferdinand Tonn. ©

FSG Saxonia – Probsteier SG 3:2

Der FSG spielten zwei schnelle Tore in die Karten, nach denen sie den Gästen über weite Strecken die Initiative überlassen konnte. Erst brachte Dominik Schiffer Saxonia mit 1:0 in Führung (4.), die Mouhamed Derman ausglich (15.). Dann erzielte Fabian Makus direkt nach dem Wiederanpfiff die erneute Führung (47.). Die Probsteier investierten viel, vergaben aber ihre Torchancen (49., 57.) und brachten sich um den Lohn. Saxonia dagegen konterte und war effektiv. Nachdem Makus auf 3:1 erhöht hatte (86.), war die Partie entschieden. Daran änderte auch der späte Anschlusstreffer der Probsteier nichts (90.+3). „Gegen eine spielerisch gute Mannschaft waren wir cleverer im Abschluss“, resümierte FSG-Sprecher Lothar Rath.

(Michael Felke)

Klickt euch durch die Fotos zum Verbandsliga-Spiel zwischen dem Dobersdorfer SV und der TSG Concordia Schönkirchen:

Kjell Gonda (in der Luft links) geht bei diesem Kopfballduell gegen Dannie Schindler (Mitte) und Michael Zepka (re.) als Sieger hervor. Zur Galerie
Kjell Gonda (in der Luft links) geht bei diesem Kopfballduell gegen Dannie Schindler (Mitte) und Michael Zepka (re.) als Sieger hervor. ©

Dobersdorfer SV – TSG Concordia Schönkirchen 2:3

Der DSV bleibt auch im neunten Spiel ohne Sieg und verlor bereits zum vierten Mal mit einem Tor Unterschied. Dementsprechend groß war der Frust bei Trainer Thomas Matthies: „Nun sollte klar sein, wohin die Reise geht. Wir spielen ganz klar gegen den Abstieg.“ Dabei hätte das Kellerduell durchaus erfolgreich sein können, doch der Fußballgott scheint seit Wochen kein DSV-Sympathisant zu sein. Während der Schiedsrichter den Gästen einen fragwürdigen Elfmeter zusprach, der zum 1:0 führte, konnte Dobersdorf gute Gelegenheiten durch Kjell Gonda (57.), Patrick Mierse (65.) und Niklas Matthies (89./90.) nicht verwerten. „Wir haben Chancen in Hülle und Fülle, nutzen sie aber nicht. Gleichzeitig wird fast jeder unserer Fehler sofort bestraft“, haderte Coach Thomas Matthies.