05. Oktober 2019 / 22:22 Uhr

Überraschung: SC DHfK Leipzig verliert beim Tabellenletzten aus Nordhorn

Überraschung: SC DHfK Leipzig verliert beim Tabellenletzten aus Nordhorn

Matthias Roth
Leipziger Volkszeitung
JU4_5182
Leipzigs Luca Witzke brachte etwas Belebung in den Angriff, für eine Wende im Spiel reichte es aber nicht mehr. © Rainer Justen
Anzeige

Damit haben die Leipziger nicht gerechnet: Der SC DHfK hat beim Tabellenletzten Nordhorn-Lingen überraschend verloren und büßt wertvolle Punkte in der Handball-Bundesliga ein.

Anzeige
Anzeige

Nordhorn/Lingen. Ausgerechnet die Mannschaften aus dem Tabellenkeller machen dem SC DHfK Leipzig in diesem Jahr in der Handball-Bundesliga zu schaffen. Nach der Niederlage bei den bis dahin sieglosen Eulen Ludwigshafen, haben die Sachsen nun auch beim bisher punktlosen Tabellenletzten aus Nordhorn-Lingen mit 30:33 (12:16) verloren.

JETZT Durchklicken: Die Bilder der Leipziger Auswärtsniederlage in Nordhorn!

HSG Nordhorn-Lingen - SC DHfK Leipzig (33:30) Zur Galerie
HSG Nordhorn-Lingen - SC DHfK Leipzig (33:30) ©
Anzeige

Das war ein ganz hartes Stück Arbeit und blieb am Ende ohne Happy End. DHfK-Trainer André Haber hatte es schon vor einigen Tagen vorausgesagt. „Nordhorn ist in der Liga angekommen und hat sich Stück für Stück an das Niveau gewöhnt“, warnte der Coach. Seine Männer bekamen das selbstbewusste Spiel der Niedersachsen in der ersten Halbzeit sofort zu spüren. Nordhorn-Lingen agierte ohne Scheu und baute schnell eine Führung auf 5:2 aus. Zwischenzeitlich lagen die Leipziger beim 10:16 sogar mit sechs Toren im Rückstand. Eine Aufholjagd zum 7:8 war da schon wieder verpufft.

Leipzigs Mittelblock zu schwach

Der SC DHfK hatte da gleich mit zwei Problemen zu kämpfen. Im Angriff fanden die Gäste zu selten die Lücken in der HSG-Abwehr. Nordhorn erkämpfte sich dafür mehrere Bälle und schickte Rechtsaußen Robert Weber auf die Reise. Der ehemalige Magdeburger ließ sich die Gelegenheiten nicht nehmen und versenkte die Bälle nach Tempogegenstößen im Tor von Keeper von Joel Birlehm.

Und ein zweites Manko war sichtbar. Wie schon im Pokal gegen Melsungen kassierten die Leipziger zu viele Tore durch die Mitte. Die Quittung leuchtete zur Pause von der Anzeigetafel: 16:12-Führung für die HSG Nordhorn-Lingen. Es wurde zunächst nicht besser. Der SC DHfK verlor vorn die Bälle und kassierte hinten die Tore. Haber legte in der 37. Minute die grüne Karte beim 15:21 zur Auszeit auf den Zeitnehmertisch und verpasste seiner Mannschaft einen Einlauf. „Männer, seid Ihr immer noch nicht wach“, schimpfte der Coach. Es folgten Kurzanalysen, mehrfach garniert mit dem Sch…-Wort.

Wecker Haber hatte laut geläutet. Die Leipziger gingen nun engagierter zu Werke. Bemerkenswert: In Nordhorn nahm sich nach einem Fehlwurf von Patrick Wiesmach sein Positionskollege Lucas Krzikalla die Bälle beim Siebenmeter und verwandelte fünfmal sicher. Der Rechtsaußen konnte es aber auch im Tempogegenstoß und brachte mit einem Konter und dem Treffer zum 19:21 sein Team zurück ins Spiel.

Leipziger Aufholjagd reicht nicht zum Punktgewinn

Kurios: Krzikalla traf in der 45. Minute auch bei seinem vierten Siebenmeter. Allerdings hatte ein Zuschauer unfairerweise angepfiffen. Der gebürtige Großenhainer setzte sich anschließend auch in der Wiederholung durch und wurde immer mehr zu einem der wichtigsten Männer der Leipziger.

Am Ende sollte es für die Leipziger nicht sein. Nordhorn verteidigte die Führung mit Leidenschaft und holte sich die ersten beiden Punkte nach dem Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga. Leipzigs Trainer André Haber war nach Spielende ob der Leistung seines Teams bedient: "Die ersten 36. Minuten waren so schwach, das habe ich lange nicht mehr von uns gesehen.“

HSG Nordhorn-Lingen: Ravensbergen 1, Buhrmester – Verjans 2, Heiny, Leenders, Weber 10/1, Mickal 6/1, Miedema 1, de Boer, Wiese, Prakapenia 3, Smit, Seidel 2/2, Possehl 1, Pöhle 6, Kalafut 1,

SC DHfK Leipzig: Vortmann, Birlehm – Semper 6, Wiesmach 2/1, Witzke 3, Krzikalla 7/5, Binder 3, Janke, Müller 3, Roscheck, Mamic 2, Remke, Gebala 4, Esche, Kristjansson,

Siebenmeter: HSG 4/6 , DHfK 6/8

Zeitstrafen: HSG 6 Minuten , DHfK 10 Minuten ,

Zuschauer: 2775

ANZEIGE: 50% auf dein Winter-Set! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus Leipzig
Sport aus aller Welt