10. Juli 2021 / 20:27 Uhr

Überraschungen im Lübecker Kreispokal: SG Bad Schwartau verliert in Unterzahl, auch Kronsforder SV scheitert

Überraschungen im Lübecker Kreispokal: SG Bad Schwartau verliert in Unterzahl, auch Kronsforder SV scheitert

Max Lübeck
Lübecker Nachrichten
Fabian Hielscher steht goldrichtig und nickt zum 2:1-Siegtreffer für den ATSV Stockelsdorf ein
Fabian Hielscher steht goldrichtig und nickt zum 2:1-Siegtreffer für den ATSV Stockelsdorf ein © Foto: Max Lübeck
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Der ATSV Stockelsdorf setzt sich währenddessen gegen Kreisliga-Konkurrent Türkischer SV durch

Nachdem mit dem TSV Travemünde am vergangenen Donnerstag der erste Viertelfinalist des Lübecker Kreispokals der Spielzeit 2020/21 ermittelt wurde, fanden am heutigen Samstag gleich drei weitere Achtelfinalpartien statt. Dabei gab es gleich zwei Überraschungen, mit denen man so nicht unbedingt rechnen konnte:

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SG Bad Schwartau kassiert frühe rote Karte und scheitert an Kreisligist TuS Lübeck

TuS Lübeck - SG Bad Schwartau 3:2 (1:0)

Der Kreisligist schmeißt den Verbandsligisten aus dem Kreispokal! Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und viel Kampfeswillen gelang dem TuS Lübeck die wohl größte Überraschung des heutigen Pokal-Tages! Gegen die SG Bad Schwartau, die in der gesamten Vorbereitung noch nicht ein Erfolgserlebnis einfahren konnte, gelang dem Team von Trainer Kevin Berens ein beeindruckender 3:2-Sieg! Knackpunkt des Spiels war wohl eine relativ frühe rote Karte, die SG-Kapitän Marcel Graf zugesprochen bekam. "So etwas darf ihm natürlich nicht passieren. Das weiß Marcel, er selbst ärgert sich wohl am meisten", schildert SG-Co-Trainer Arno Becker. Schon zwei Minuten zuvor ging der TuS bei noch gleicher Spieler-Anzahl durch Björn Jaworski in Führung! Zwar versuchte der klar favorisierte Verbandsligist in der Folge, auch mit einem Mann weniger das Spiel zu bestimmen und das Ergebnis noch in die richtige Bahn zu lenken, allerdings reichten der zwischenzeitliche Ausgleichstreffer per Strafstoß durch Torben Drewing (48.) und der am Ende zu späte 2:3-Anschlusstreffer durch Lennard Prüßmann nicht für ein Weiterkommen aus. Für den TuS trafen Dennis Lau zum 2:1, Edmund Dalmeida zum 3:1. TuS-Trainer Kevin Berens war nach dem tollen Pokalerfolg seines Teams dementsprechend stolz und glücklich: "Wir sind heute verdient ins Viertelfinale eingezogen. Zur Halbzeit lagen wir 1:0 in Führung. Nachdem sich Schwartau durch eine Tätlichkeit selbst dezimiert hatte, konnten wir das Spiel immer mehr in unsere Hand nehmen. Durch einen dummen Elfmeter fangen wir uns direkt nach der Pause den Ausgleich. Durch zwei Fernschüsse konnten wir erneut in Führung gehen und diese sogar ausbauen. Unser Torhüter Kim Dennis Eickmeier hat heute einen guten Tag erwischt und hat es den Schwartauern schwer gemacht. Ein dickes Lob an meine gesamte Mannschaft, wie sie heute gekämpft haben und eine kollektive gute Leistung abgerufen haben. Vor allem die mentale Stärke war heute ausschlaggebend." Dem gegenüber sieht das Fazit von Schwartaus Co-Trainer Arno Becker eher ernüchternd aus: "Wir waren schon vor dem Platzverweis nicht zufrieden mit unserer Leistung! Für ein Pokalspiel haben wir deutlich zu wenig Kampf geboten. Das hat der TuS mit seinen Fans im Rücken deutlich besser gemacht! Wir haben uns heute durch Kleinigkeiten aus der Bahn werfen lassen und zu zehnt war es natürlich schwer. Wir hatten kurz vor und kurz nach der Pause jeweils gute Phasen, allerdings war das am Ende natürlich zu wenig. Zum jetzigen Zeitpunkt der Vorbereitung muss jeder zusehen, noch ein Stück weit mehr Gas zu geben!".

A-Klassist TSV Siems schlägt Kreisligist Kronsforder SV Dank eines frühen Treffers

TSV Siems - Kronsforder SV 1:0 (1:0)

Die zweite Pokal-Überraschung des Tages gelang dem TSV Siems. Der A-Klassist gewann sein Pokal-Achtelfinale gegen Kreisligist Kronsforder SV durchaus überraschend mit 1:0. Den Treffer des Tages, der am Ende zum Weiterkommen reichen sollte, erzielte Clemens Leonard Nommensen bereits in der 6. Minute. Bis zum Schluss versuchte der favorisierte Gast alles, um doch noch den Ausgleich und die damit verbundene Verlängerung zu erreichen, der Ausgleichstreffer sollte allerdings nicht mehr gelingen!

Türkischer SV lässt zu viele Chancen liegen: ATSV Stockelsdorf gewinnt eher glücklich

ATSV Stockelsdorf - Türkischer SV 2:1 (0:0)


Im Duell zweier Kreisliga-Konkurrenten setzte sich der ATSV Stockelsdorf knapp und etwas schmeichelhaft mit 2:1 gegen den Türkischen SV durch. In der ersten Hälfte war der Gast die klar tonangebende Mannschaft und hatte mehrere sehr gute Chancen, um mit einer Führung in die Kabinen zu gehen. Doch selbst vor dem Tor freistehende Möglichkeiten wurden vergeben. Mal wurde der Pfosten, mal die Latte getroffen, ein anderes mal das leere Tor verfehlt. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatte dann der bis dahin ungefährlich agierende ATSV die große Chance, mit einer Führung in die Halbzeit zu gehen, doch ein Elfmeter wurde verschossen. In der zweiten Halbzeit konnte das Spiel vom ATSV Stockelsdorf, dem man durchaus anmerkte, in vielen Situationen noch nicht miteinander zu harmonieren, ausgeglichener und chancenreicher gestaltet werden. Doch es war der Türkische SV, der - absolut verdientermaßen - mit 1:0 in Führung ging. Samet Demircan traf in der 50. Minute. Den ATSV Stockelsdorf ließ dieser Rückstand allerdings kalt, denn schon drei Minuten später glich Fabian Hielscher per schönem Kopfball aus. Er war es auch, der schließlich den entscheidenden 2:1-Siegtreffer für den ATSV erzielte - wieder per Kopf. Der Türkische SV versuchte zwar noch einmal alles, doch der Ausgleichstreffer gelang nicht mehr und somit steht der ATSV Stockelsdorf etwas glücklich im Viertelfinale. Stodo-Ligamanager Kambiz Tafazoli freut sich über die stetige Leistungssteigerung seiner Mannschaft: "Wir haben uns nach einem schwachen Beginn stetig gesteigert und gewinnen am Ende nicht unverdient."